Juli 2013 – Auswertung

Der Juli ist zu Ende und mit ihm auch meine erste Triathlonsaison. Ich habe viel trainiert und auch eine ganze Menge gelernt. Der Abschluss in Leipzig war wirklich gelungen, auch wenn ich mit der Laufleistung nicht zufrieden bin.

Nach der erfolgreichen Regeneration bin ich nun bereit mich neuen Aufgaben zu stellen. Mir schwebt da auch schon was im Kopf herum. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es beim Herumschweben bleibt. Auf alle Fälle darf wieder trainiert werden. Bis dahin drückt mir die Daumen, dass mein Bein hält.

Juli
Einheiten Distanz HDiff. Zeit
Laufen: 13 116,75 km 465 HM 08:59:01
Rennrad: 18 580,35 km 3.000 HM 17:58:57
Rolle:
Schwimmen: 8 k. A. 06:37:26
Stabi:
Insgesamt: 39 697,10 km 3.465 HM 33:35:24

30. Leipziger Triathlon – Erste Olympische Distanz

Da war er nun, der 28.07.2013. Der Tag, an dem ich meine erste Olympische Distanz im Rahmen des 30. Leipziger Triathlons absolvieren wollte. Lange habe ich auf diesen Tag hingearbeitet und doch wusste ich nicht so richtig, was mich erwartet. Trotzdem ging ich nicht ohne Plan an den Start. Die Zielstellung war das Schwimmen zu überleben, möglichst nah an einen 40er Radschnitt zu kommen und beim Laufen nicht länger als vier Minuten pro Kilometer zu brauchen.

Da es sich beim Leipziger Triathlon für Juliregen und mich um einen Jahreshöhepunkt handelte, nahmen wir uns eine kleine Unterkunft in der Nähe des Kulkwitzer Sees und reisten bereits am Samstag mit dem Auto nach Leipzig. So konnten wir schon am Vortag die Startunterlagen abholen und die Radstrecke mit dem Kfz nochmals sichten.

Am Abend ging es dann zeitig ins Bett, um am Wettkampfsonntag dann noch zeitiger am Ort des Geschehens zu sein. Vielleicht sind drei Stunden vorm Start wirklich bisschen früh, aber so hat man wenigstens genügend Zeit, um sich auf alles vorzubereiten.

So perfekt die Vorbereitung auch vonstatten geht, so hat man keinen Einfluss auf das Wetter. Vorhergesagt waren 38°C zwischen 11 und 14 Uhr (Start: 11:05 Uhr). Glücklicherweise blieben wir aber verschont und so kletterte das Thermometer „nur“ auf 30°C.

Schwimmen

Bereits am Vortag die Meldung: „Mittlere Wassertemperatur um 23:55:00 – 25 Grad. Neopren ist nicht wird nicht erlaubt.“ Da hatte ich Glück im Unglück, hing der Neoprenanzug doch zur Abfahrt bereit an der Garderobe in Jena.

Pünktlich um 11 Uhr starteten die 200 Teilnehmer mit Lizenz und den roten Badekappen. Anschließend wurden die 400 Athleten ohne Startpass ins Wasser gelassen. Ich schwamm mich kurz ein und sortierte mich in die zweite Startreihe, da ich davon ausgegangen bin, dass die guten Schwimmer in der ersten Startwelle vertreten waren.

Der Start erfolgte aus dem Wasser heraus, was die Sache gerade am Anfang deutlich entspannter machte. Kaum Gekloppe und auch ansonsten kam ich gut weg und fand meinen Rhythmus.

Geschwommen wurde ein kleiner Dreieckskurs mit insgesamt drei Bojen, welche wirklich gut sichtbar aus dem Wasser ragten. Highlight vom Schwimmen war ein ca. ein Meter langer Fisch, welcher kurz vorm Ende unter mir schwamm. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich hatte keine Probleme und kam nach 25:41 min aus dem Wasser.

Insgesamt war dies die 19. Schwimmzeit von allen Startern der Olympischen Distanz, worauf ich schon ein bisschen stolz bin, zumal ich die letzten drei Wochen nur sehr spärlich schwimmen war, da die örtlichen Gegebenheiten es nicht wirklich zuließen. Mein Ziel das Schwimmen lediglich zu überleben konnte ich somit mehr als übererfüllen :-). Aber das Rennen fing ja auch erst an.

1. Wechsel

Schon der Schwimmausstieg war ein Traum. Rechts und links die jubelnden Zuschauer. Gänsehaut pur. Angekommen in der Wechselzone fand ich schnell mein Rad und wechselte ohne Probleme. Vergleicht man die Wechselzeiten mit anderen Startern habe ich hier aber noch Potential ;-).

Rad

Auf dem Rad konnte ich von Anfang an ordentlich Druck machen und bereits nach der ersten von vier Radrunden zeigte mir mein Garmin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h an. Diesen Schnitt wollte ich natürlich halten. Dazu musste ich gerade auf dem Stück mit Gegenwind hart arbeiten. Glücklicherweise gibt es bei einem Rundkurs dann aber auch immer ein Stück mit Rückenwind, auf dem die verloren gegangene Zeit wieder eingeholt werden muss.

Was der Fisch beim Schwimmen war, war beim Radfahren Maik Petzold. Als dieser mich als Führender überrundete, fragte er mich, wie viele Runden denn zu fahren seien. Im ersten Moment war ich sehr verwundert, welcher Depp sich denn nun wieder mit seiner Zeitfahrmaschine beschwert, da ich die Frage zunächst nicht verstand. Erst als er vorbei war, realisierte ich,  wer mich da von der Seite anquatschte :-).

Am Ende meiner 2. Runde konnte ich in einer kleinen Gruppe, welche nebeneinander fuhr, Marcus ausmachen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn so früh überrunden kann und so motivierte dies natürlich zusätzlich. Ein kurzer Gruß und ab ging die Post. Mit 50,1 km/h erreichte ich hier (natürlich bei Rückenwind) meine Höchstgeschwindigkeit. Danke dafür ;-).

Auch am Ende von Runde drei war mein Schnitt noch knapp über 40 km/h. Es wurde aber schwerer und so konnte ich das Tempo nicht mehr ganz so hoch halten. Gefühlt war natürlich der Wind schuld, welcher nun stärker von vorne und dafür weniger von hinten wehte. In Wirklichkeit war ich aber am Limit und konnte einfach nicht schneller. Auf dem letzten Stück fuhr ich mit deutlich weniger Druck, um die Beine zu lockern. Schließlich lagen noch knapp 10 km Laufstrecke vor mir. Am Ende reichte es dann zumindest für einen guten 39er Schnitt auf der 42,45 km langen Radstrecke, welche durch die vielen Starter ab Runde zwei doch recht voll war. So musste ich die meiste Zeit links fahren und war froh, wenn ich mal nicht überholen musste und einfach nur fahren konnte.

2. Wechsel

Beim Checkin prägte ich mir die Laufwege gut ein und so fand ich schnell meinen Platz. Alles ohne Probleme und für meine Verhältnisse recht zügig. Am Ausgang der Wechselzone drückte ich meine Uhr und startete die Aufzeichnung.

Laufen

Ich kam auf den ersten Metern recht gut rein. Kein Geeiere, keine Krämpfe und auch sonst lief es zunächst wirklich gut. Die ersten 500 m mit einer Pace von 03:52 min/km. Dieses Tempo konnte ich aber nicht halten und so waren die zweiten 500 m mit 04:22 min/km (inkl. kleiner Anstieg) schon deutlich langsamer. Auch im weiteren Verlauf wurde ich langsamer. Keine Ahnung, woran es lag. Ich war einfach platt. Die Beine schwer wie Blei. Immer wieder versuchte ich das Tempo zu erhöhen, um dem Einbruch entgegenzuwirken. Doch es half nicht.

leipziger-triathlon_2013-07-28_13-04-45_rb_L (max. 3000px)_598697Wahrscheinlich war die angesetzte Pace nach dem anstrengenden Radfahren einfach zu hoch. Vielleicht hätte ich langsamer anlaufen sollen. Vielleicht war es auch zu warm. Alles Spekulationen. Fakt ist, dass ich mit dem Tempo nicht glücklich war. 04:34 min/km sind für mich einfach enttäuschend. Gerade weil es im Training deutlich besser lief.

Mal sehen, was die Zukunft noch bringt. Wäre schon schön, wenn ich das mit dem Bein endlich in den Griff kriege. Ich laufe gerne und gerne würde ich auch wieder schnell laufen.

Fazit

Da ich eigentlich vom Laufen komme und erst seit weniger als einem Jahr strukturiert alle drei Disziplinen trainiere, bin ich vor allem mit der Schwimm- und Radleistung sehr zufrieden. Beim Laufen hapert es ein wenig. Ich denke, dass ich hier größere Umfänge brauche. Leider war das in der Vergangenheit auf Grund von Shin-Splint am rechten Bein aber nicht möglich.

Ansonsten war der Leipziger Triathlon ein würdiger A-Wettkampf. Der perfekte Höhepunkt für meine erste Triathlonsaison. Sollte es sich ergeben, werde ich sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen: 00:25:41 h (19) für 1550 m 01:39,4 min/100m
Wechsel: 00:01:47 h (169)
Rad: 01:04:23 h (36) für 42,45 km 39,56 km/h
Wechsel: 00:01:04 h (89)
Lauf 2: 00:43:40 h (97) für 9.56 m 04:34,1 min/km
offizielle Gesamtzeit: 02:16:35 h
Gesamtplatzierung: 38. von 454
AK-Platzierung: 10. von 48

Juni 2013 – Auswertung

Anfang Juni konnte ich zusammen mit Juliregen eine Woche Urlaub nehmen und in der alten Heimat ein kleines aber feines Trainingslager absolvieren. Man könnte auch sagen, dass ich meine Eltern besucht habe und normal nach Plan trainierte. Aber Trainingslager hört sich doch viel besser an ;-). Außerdem ist es Erholung pur, wenn man den Tag frei gestalten kann und dann auch noch Sonne satt bekommt :-).

Zurück in Thüringen wurden die Ausmaße des Hochwassers deutlich. Fast alle öffentlichen Schwimmmöglichkeiten sind geschlossen. Keine optimalen Bedingungen also. Aber es muss ja irgendwie gehen und so wurde öfter das Freibad im zwölf Kilometer entfernten Stadtroda besucht.

Nachteil dabei war einfach die Wassertemperatur. So konnte ich in Erfahrung bringen, dass ich nicht ohne Neo ins Wasser steigen sollte, wenn dieses nicht mindestens 22°C hat. Anderenfalls bin ich nach 30 min einfach nur noch am Zittern. Völlig unklar wie ich finde, aber ich kann nichts dagegen machen.

Ansonsten konnte ich alle geplanten Einheiten durchziehen. Zwar war das wie immer nicht ganz einfach, aber es läuft. Am schlimmsten bleibt mir eine Radeinheit (Intervalle am Berg) in Erinnerung. Losgefahren bei leichtem Regen, der dann in unbeschreiblichen Starkregen und Sturm überging. So wurde ich bei den letzten beiden der fünf Berganfahrten ordentlich auf die Probe gestellt. Pitschnass zu Hause angekommen, trocknete ich mich ab und zog mir für 60 min frische Laufsachen an, welche dann aber auch nicht lange trocken blieben. Was willst‘e machen, Plan ist Plan. Und solange die Bäume nicht umfallen wird das Training auch durchgezogen.

Beim Laufen mache ich auch endlich wieder Fortschritte. Ich nähere mich der 4 min/km Marke und mein Bein hielt den letzten intensiven Belastungen auch stand. Beim Trainingstriathlon in Erfurt am letzten Wochenende fehlten auch nur knapp zwei Sekunden pro Kilometer für die Wunschpace. Aber das schieben wir hier mal auf die Monstererhebungen ;-).

Jetzt folgt der Juli und mit ihm der Jahreshöhepunkt, meine erste olympische Distanz im Rahmen des Leipziger Triathlons. Ich bleibe optimistisch und peile weiterhin die 40 min für die 10 km auf der Laufstrecke an. Auf dem Rad habe ich mir für die 40 km vorgenommen so dicht wie möglich an die Stundengrenze heranzufahren. Inwieweit das möglich sein wird, kann ich aber wirklich schlecht vorhersagen, da ich in der Hinsicht einfach zu wenig Erfahrung mitbringe. Beim Schwimmen (1.500 m) steht natürlich das Überleben der Startphase ganz groß im Vordergrund ;-). Na, wir werden sehen.

Bis dahin.

T-3 Wochen.

Juni
Einheiten Distanz HDiff. Zeit
Laufen: 13 143,07 km 695 HM 11:05:04
Rennrad: 18 720,49 km 4.880 HM 22:47:06
Rolle: 3 94,50 km 04:00:00
Schwimmen: 11 k. A. 09:04:42
Stabi: 2 01:00:00
Insgesamt: 47 958,06 km 5.575 HM 47:56:52

27. Erfurt Triathlon – Sprintdistanz (Jedermann)

Aus dem Training heraus und als Ersatz für eine geplante Koppeleinheit wollte ich in diesem Jahr beim Erfurt Triathlon an den Start gehen. Es standen zwei Varianten auf den Plan: Sprint oder Jedermann. Laut Ausschreibung war der Sprint für Startpassinhaber gedacht. Nach kurzer Anfrage beim Veranstalter konnte man aber auch ohne Startpass beim Sprint starten. Einzige Unterschiede waren also, dass die Sprintathleten sechs Minuten vor den Jedermännern starteten und es auch eine eigene Wertung gab.

Im Vorfeld war klar, dass ich mich für den Sprint melden wollte. Leider verlief die Voranmeldung dort aber so schleppend, dass ich mich am letzten Tag der Frist doch für den Jedermann-Wettkampf entschied, da hier viel mehr Athleten gemeldet waren.

Am Wettkampfort angekommen zeigte sich das Wetter nicht unbedingt von der schönsten Seite. Viel Regen  und eine Wassertemperatur von 17°C laden nicht gerade zum gemütlichen Planschen ein. Aber egal, in Leipzig kann es auch regnen und man muss es sowieso nehmen, wie es kommt.

Die Startunterlagen, welche aus Chip und Startnummer bestanden, waren schnell abgeholt und so konnte ich in aller Ruhe das Rad einchecken. Anschließend ein kurzer Blick auf die Infotafel, um festzustellen, dass aus der Laufrunde um den See mit einem Anstieg nun eine Wendepunktstrecke mit zwei Anstiegen geworden war. Egal, ist ja nur Training.

Schwimmen

Nach der Erwärmung zwängte ich mich in den Neo und begab mich zum Schwimmstart, wo die Wettkampfeinweisung stattfinden sollte. Von der bekam ich allerdings nichts mit, da der Verantwortliche es nicht fertig gebracht hat ins Mikrofon zu sprechen.

Noch mit dem Rücken zur Schwimmstrecke - ahnungslos, dass es gleich knallt

Noch mit dem Rücken zur Schwimmstrecke (weiße Badekappe) – ahnungslos, dass es gleich knallt

Also kurz einschwimmen, rumblödeln mit anderen Startern und sich die Zeit vertreiben. Dann plötzlich der Startschuss. Wie? Jetzt schon? Ich war doch noch gar nicht bereit. Die Brille hatte ich zum Glück vom Einschwimmen noch auf, da ich mit Nasenklammer aber komisch rede, hatte ich diese noch in der Hand.

So ein Schwimmstart ist immer aufregend - erst recht wenn er so plötzlich kommt

So ein Schwimmstart ist immer aufregend – erst recht, wenn er so plötzlich kommt

Alles stürmte los. So ein Mist. Ich versuchte schnell die Klammer aufzusetzen und irgendwie eine Lücke nach Vorne zu finden. Die großen Schläge blieben glücklicherweise aus. Links von mir schwammen ca. drei Athleten, welche ich aber auf dem Weg zur ersten Boje (Dreieckskurs mit  insgesamt zwei Bojen) hinter mir lassen konnte. Ich schwamm im Zweierzug und wusste nicht, dass rechts neben mir keiner mehr war und stellte mich dementsprechend auf Feindkontakt an der ersten Boje ein. Dieser blieb aber aus und ich war verwirrt. Ohne zurückzublicken war ich fest davon überzeugt, dass da beim Start was falsch lief. Ich alleine ganz vorn? Das kann nicht sein.

Da es mir aber nicht auf eine Platzierung ankam, stellte ich mich auf einen Fehlstart ein und rechnete schon mit einer Disqualifizierung. Auf jeden Fall wollte ich aber das Rennen beenden, da mir ansonsten eine komplette Qualitätseinheit fehlen würde.

So schwamm ich also Richtung Ausstieg und kletterte zusammen mit den letzten der Sprintwelle aus dem Wasser.

Was mich am plötzlichen Start am meisten ärgerte, war, dass ich meine Uhr nicht gedrückt hatte. So ist in der Schwimmzeit ein Wechsel mit drin, welcher das Ergebnis natürlich total verfälscht.

Schwimmzeit inkl. Wechsel: 00:13:24 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 13. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 13. von 114

T1

In der Wechselzone fand ich ohne Probleme mein Rad und schlüpfte wie gewohnt in Socken und Radschuhe. Ganz ehrlich könnte ich mir auch nicht vorstellen auf dem Untergrund 100-150 m barfuß zu laufen. Alleine auf dem kurzen Stück zum Rad (ca. 10 m) zog ich mir einen ein Zentimeter langen Schnitt am Zeigezeh zu. Diesen bemerkte ich allerdings erst zu Hause.

Ausziehen des Neos klappt schon ganz gut

Das Ausziehen des Neos klappt schon ganz gut

Rad

Auf dem Rad war die Vorgabe klar: Vollgas, ohne Abschuss. Durch die insgesamt zwei Anstiege und die damit verbundenen 245 HM war ans Rasen im ersten Moment aber nicht zu denken.

Es ging stetig den Berg (Hügel) hoch. Nach einer Kurve dann der wahre Anstieg. Kette links und kurz vorm Umfallen. Ich sammelte noch eine Sprinterin ein, welche sich im Wiegetritt ebenfalls bemühte auf Grund fehlender Geschwindigkeit nicht umzufallen [hier liegt die Verdeutlichung natürlich in der Übertreibung der Tatsachen ;-)].

Den größten Teil der Radstrecke war ich alleine unterwegs und versuchte irgendwie die verlorene Pace vom Anstieg wieder einzufahren. Ganz gelingt das natürlich nicht, aber versuchen kann man’s ja ;).

Zum Glück regnete es nicht. Trotzdem waren die Straßen nass und teilweise von extrem schlechter Qualität. Einmal übersah ich ein Schlagloch und litt förmlich mit meinem Rad mit.

Radzeit  ohne Wechsel: 00:36:35 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 1. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 1. von 114

Trotz des Laktatfestivals am Donnerstag bei meinen Bergintervallen erreichte ich den schnellsten Radsplit. So langsam kristallisiert sich diese Disziplin als meine Stärke heraus.

T2

Zurück in der Wechselzone freute ich mich über einen Schnitt von knapp über 36 km/h und stieg in die Laufschuhe, welche in einer Tüte auf ihren Einsatz warteten. Zum ersten Mal wollte ich auch testen, ob ich während des Laufens ein Gel runterkriege und so nahm ich dieses auch noch mit.

Laufen

Ohne Konkurrenz ging ich also auf die Laufstrecke und traf nur ein paar Sprinter. Wie immer versuchte ich das Tempo hochzuhalten und stellte mich auf den Anstieg ein. Dieser Bestand aus zwei Abschnitten. Das erste  Stück auf befestigtem Untergrund lief sich ja noch recht gut. Das zweite Stück dann aber auf weicher Wiese war einfach nur grausam. Ich nahm Tempo raus und versuchte kontrolliert aufzusetzen. Auch beim Abstieg lief ich hier nicht volles Risiko. Die Gefahr umzuknicken war einfach zu hoch.

Auf einen Zielsprint als solchen verzichtete ich auch, da ich diesen beim Koppeln ja auch nicht mache. Außerdem war die Motivation nicht wirklich da, hier das letzte aus mir herauszuholen. Warum auch?!

Laufzeit inkl. Wechsel: 00:21:36 h
Platzierung Jedermann: 5. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 14. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 18. von 114

Ziel

Im Ziel gab es dann keine Disqualifikation und somit musste ich wohl gewonnen haben. Zufrieden kann ich mit dem Sieg aber natürlich nicht sein, da insgesamt acht Teilnehmer aus der Sprintwertung schneller waren als ich. Irgendwie verstehe ich diese Einteilung nach Startpassinhaber und Leute ohne auch nicht. Bei den Frauen kam die Tagesschnellste beispielsweise aus dem Jedermann-Wettkampf. Das Ziel des Veranstalters war es den Jedermännern einen eigenen Wettkampf zu bieten. Hier bleibt aber offen, wer denn nun ein Jedermann ist. Bin ich ohne Verein und ohne Startpass nun per Definition ein Jedermann oder bin ich auf Grund meiner Leistung und dem damit verbundenen Trianingsaufwand kein Jedermann. Ich persönlich fand die Trennung schon ein wenig unglücklich. Zumal es für die wahren „Anfänger“ den sogenannten Wohlfühltriathlon (0,4/10/2,5) gab.

Gesamtzeit: 01:11:35 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 9 von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 9. von 114

Fazit

Eigentlich ein schöner Wettkampf, auch wenn die Radstrecke teilweise wirklich schlecht ist und die Laufstrecke auch Wünsche offen lässt. Was aber gar nicht ging, war der Start. Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass jemand ein Mikrofon (welches ja vor Ort war) in die Hand nimmt und wenigstens kurz mal sagt, dass es jeden Moment losgeht. Mich hat das alles sehr verwirrt und ich bin wirklich froh, dass es für mich nur ein Wettkampf mit der Priorität C war.

Highlight waren, und das muss hier auch gesagt werden, die leckeren Cookies und Brownies, welche McDonalds Erfurt sponserte. Insgesamt waren die Zielverpflegung und Siegerehrung gut organisiert. Als Finishergeschenk gab es sogar ein kleines Handtuch vom Erfurt Triathlon.

Der 27. Erfurt Triathlon – Sprintdistanz (Jedermann) – in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen
inkl. Wechsel
00:13:24 h für 750 m + Wechsel  ???
Rad: 00:36:35 h für 22,02 km 36,11 km/h
Wechsel: 00:01:24 h
Lauf 2: 00:20:12 h für 5.010 m 04:01,9 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:11:35 h
Gesamtplatzierung 1. von 90
AK-Platzierung 1. von 14

27. Apoldaer Triathlon – Sprintdistanz

Nachdem ich den ersten A-Wettkampf der Saison mit dem Powertriathlon in Gera erfolgreich absolviert habe, steht auch schon der nächste WK dieser Kategorie in den Startlöchern. Gemeint ist natürlich meine erste Olympische Distanz im Rahmen des Leipziger Triathlons am 28.07.2013. Macht summa summarum elf Wochen Training zwischen beiden A-Wettkämpfen. Zieht man eine Woche Regeneration nach dem Triathlon in Gera ab, so bleiben noch genau zehn Wochen für die effektive Vorbereitung. Nach Friel also zwei Aufbauphasen – wobei die zweite anstatt vier nur aus drei Wochen besteht – zwei Wochen Höchstleistungsphase und dann auch schon die Wettkampfwoche.

Die ersten vier Wochen der Vorbereitung sind Geschichte und wer Friels Methodik kennt, der weiß, dass am Ende der Aufbauphasen immer ein Leistungstest ansteht. Dieser wurde dieses Mal nicht im Wohnzimmer auf der Rolle absolviert, sondern fand im Rahmen des 27. Apoldaer Triathlons statt.

Bereits im letzten Jahr waren Juliregen und ich vor Ort. Teilgenommen hatte ich damals aber nicht. Ich war einfach noch nicht infiziert vom Triathlonfieber – jetzt hingegen schon. Das Streckenangebot sah eine Volksdistanz (0,4/10/2,5) und eine Sprintdistanz (0,75/20/5) vor. Wir meldeten für die Sprintdistanz.

Das Teilnehmerfeld war im Vergleich zum Powertriathlon in Gera (hier gab es neben der Sprintdistanz die Olympische als Hauptwettkampf) natürlich stärker besetzt und so freute ich mich auf den Start und die bevorstehenden Zweikämpfe.

Wie immer reisten wir sehr früh an, um uns einen Überblick zu verschaffen. Außerdem hatte ich so auch genügend Zeit mich über meine Startnummer zu wundern. Ich guckte nämlich nicht schlecht, als ich die Nummer 1 bekam. Warum? Weshalb? Wieso? Ich habe keine Ahnung. Vorjahressieger Lars Erik Fricke bekam die Nummer 4. Tauschen wollte er aber nicht ;-). Obwohl es nur eine Nummer ist, war es schon ein komisches Gefühl.

Schwimmen

Nachdem die Welleneinteilung und der Rad-Checkin erst sehr spät erfolgte, blieben Juliregen lediglich 45 min für Rad-Checkin, Umziehen, Erwärmung und Neoankleide. Ich hingegen konnte ihr zumindest bis zu ihrem Start noch helfend zur Seite stehen, da ich eine halbe Stunde nach den Frauen und der >M45 mit der zweiten Welle ins Becken gelassen wurde.

Geschwommen wurde im Apoldaer Freibad auf einer 50 m Bahn. Die Bahn konnte man sich aussuchen und da drei meine Lieblingszahl ist, fiel die Wahl nicht schwer. Wie immer erfolgte vor dem Start die Absprache mit den anderen Schwimmern. Die schnellsten meinten elf Minuten zu brauchen und so wollte ich das Feld eigentlich anführen. Eigentlich. Nach dem Startschuss wurde es dann wie erwartet sehr eng. Es war mehr so ein 50 m-Sprint bis hin zur ersten Wende. Dort konnte ich mich aber durchsetzen und so platzierte ich mich erst einmal an der Spitze des 10-köpfigen Feldes. Immer wieder und gerade nach den Wenden spürte ich die Hände von meinen Verfolgern an meinen Füßen. An ein kontrolliertes Vornewegschwimmen war also nicht zu denken. Nach ca. der Hälfte der Strecke konnte ich das Tempo vorne nicht mehr hoch genug halten und ließ zwei passieren. Ab dem Zeitpunkt wurde es dann auch richtig voll. Die Überrundungen begannen. Es gab Tritte und Schläge. Der reinste Kampf. Trotzdem behielt ich den Anschluss und musste im Schwimmschatten nicht das letzte aus mir herausholen.

Nach 10:49 min drückte ich meine Uhr ab und kletterte aus dem Wasser. Diese Zeit entspricht auf die Sekunde genau der Schwimmzeit beim Powertriathlon in Gera. Mit dem Unterschied, dass dort nur 700 m geschwommen werden mussten, dafür aber ohne Neo und mit weniger Gedrängel.

T1

Da es mein erster Triathlon war, in dem ich mit Neo schwamm, machte ich mir im Vorfeld schon Gedanken darüber, wie ich diesen am schnellsten ausbekomme. Die Zeitnahme erfolgte mit zwei Chips am Fußgelenk und so hatte ich ein bisschen Sorge mich damit zu verheddern. Trotzdem wollte ich nicht die Zeit opfern diese erst ab und dann wieder ran zu machen. Im Laufe des Schwimmens halbierte sich die Sorge, da ich mit dem Chip, welcher am rechten Fußgelenk befestigt war, in der Leine hängen blieb und dieser auf den Grund des Beckens sank. Komischerweise kam ich dann beim Wechsel mit dem linken Bein leichter aus dem Neo als mit dem rechten. Dann das übliche Prozedere: Socken, Radschuhe, Startnummernband, Helm und Brille. Alles im allem gab es aber keine Probleme und ich konnte nach 01:58 min auf die Verfolgung gehen.

Rad

Insgesamt müssen sieben Athleten aus meinem Wettkampf und acht Junioren, welche nicht in meiner Wertung waren und von denen fünf am Ende eine zwei Minuten Zeitstrafe bekamen, weil sie 100 m weniger schwammen als sie eigentlich sollten, vor mir gewesen sein.

Die Radstrecke ist eigentlich schnell erklärt. Erst 125 HM rauf dann ein Stückchen flach bis wellig mit Rückenwind bis wieder ein kleiner Anstieg kommt, auf dessen Spitze dann die Wende ist. Und das Ganze im Eiltempo (was man so Eiltempo nennt) und Gegenwind wieder zurück.

Im Detail dann aber doch nicht ganz so einfach, wie sich bei der Abfahrt herausstellte. Vor der Abfahrt kommt aber der Anstieg, welchen ich in gefühlter Schrittgeschwindigkeit in Angriff nahm. Vor mir konnte ich eine Gruppe von vier Mann ausmachen. Diese kreiselten in aller Seelenruhe und gaben sich somit gegenseitig immer wieder Windschatten. Nachdem ich auf gleicher Höhe war, äußerte ich kurz meinen Ärger über dieses unsportliche Verhalten und zog weiter. Jetzt musste ich ordentlich Druck machen. Gebe ich doch auch einen prima Windschatten ab. Also Kette rechts und ab dafür. Ich hörte wie einer zwei Gänge schaltete und wohl versuchte sich dranzuhängen. Ein kurzer Blick nach hinten und es war aber klar, dass keiner die Attacke mitgehen konnte.

Nach der Wende dann der Wind. Ich versuchte mich so klein wie möglich zu machen und das Tempo hochzuhalten. Bis es zur Abfahrt ging, sammelte ich noch zwei ein, welche sich aber im sicheren Abstand an mich hängten.

Extraschleife

Extraschleife

Dann das Missgeschick des Tages: Auf der Abfahrt galt es zwei Kreisverkehre, welche von Polizisten gesichert wurden, zu durchfahren. Leider fühlten sie sich nicht verpflichtet uns den Weg mitzuteilen. Bei Kreisverkehr Nummer eins kam die Antwort auf die Frage nach der Ausfahrt leider etwas zu spät und so fuhr ich eine kleine Extraschleife. Mein Verfolger fuhr gerade weiter, drehte dann aber auch um, weil er sich ebenfalls nicht sicher war. Als ich ihm dann wieder entgegen kam, war dieser sichtlich verärgert. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, wie so etwas passieren kann. Es gab weder Markierungen auf der Straße noch Schilder, die die richtige Ausfahrt zeigten. Einfach nur schade.

Durch den Verfahrer verfehlte ich dann auch offiziell den 37er Radschnitt, was jetzt aber auch nicht soooo schlimm ist. Laut Ergebnisliste waren sechs Männer und einer aus der Juniorenwertung schneller als ich unterwegs. Damit kann ich leben :-).

T2

Zurück in der Wechselzone fand ich schnell meinen Platz und konnte nach nur 54 Sek auf die Laufstrecke.

Lauf

Da ein Triathlon immer in der Nähe vom Wasser stattfinden muss, bestand die Laufstrecke zu ca. 50 % aus hügeligen Wiesen. Die restlichen 50 % galt es auf Parkwegen zurückzulegen. Die ersten Meter berghoch musste ich wieder vorsichtig laufen, da die linke Wade drohte zu krampfen. Gleiches Spiel wie beim Duathlon also. Zum Glück beruhigte diese sich aber schnell und ich versuchte Druck zu machen. Nach der ersten von zwei Laufrunden feuerte mich Juliregen, welche bereits im Ziel war, an. So schaffte ich es an den vor mir Laufenden dranzubleiben. Am letzten Anstieg konnte ich nochmals das Tempo erhöhen und ging vorbei. Dann nur noch ein Stück bergab. Hier ging ich volles Risiko, um den Vorsprung zu vergrößern.  Am Ende war es aber auch ein Junior, welcher dann auch noch mit einer zwei Minuten Zeitstrafe vom Schwimmen belastet wurde. Egal. Ich hatte Spaß.

Insgesamt sind nur fünf (plus vier Junioren) schneller als ich gelaufen und so konnte ich am Ende mit dem sechsten Gesamtplatz doch recht zufrieden sein. Würden die Junioren mit in die Gesamtwertung einfließen wäre es Gesamtplatz neun geworden.

Siegerehrung - Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Siegerehrung – Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Fazit

Der Apoldaer Triathlon ist eigentlich eine feine Veranstaltung. Leider war die Organisation ein wenig überfordert. Ein im Vorfeld detaillierter Zeitplan wäre schon schön gewesen. So spart man sich wenigstens das ständige Nachgefrage, ob man denn das Rad schon einchecken kann und wann dann endlich die Welleneinteilung stattfindet. Was allerdings nicht geht, ist eine unzureichend markierte Radstrecke. Hier sollte im Hinblick auf’s nächste Jahr dringend was getan werden.

Alles in Allem aber eine Veranstaltung, die ich gerne wieder besuchen würde. Ein großes Lob auch an den Laufservice-Jena, welcher wieder für die Zeitnahme verantwortlich war und eine zeitnahe Siegerehrung ermöglichte.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:49 min 750 m 01:26,5 min/100 m
Wechsel 1: 01:58 min
Rad: 31:33 min 18,77 km 36,86 km/h
Wechsel 2: 00:54 min
Laufen 19:48 min 4.830 m 04:06,0 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:04:02 h
Gesamtplatzierung: 6. von 50
AK-Platzierung: 1. von 6

19. Powertriathlon Gera – Volksdistanz

PowertriathlonAm letzten Sonntag hatte das Warten endlich ein Ende. Mit dem Powertriathlon in Gera startete ich in die Triathlonsaison 2013. Es standen 700 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen auf dem Plan. Eine kurze Angelegenheit, bei der man sich kaum Fehler erlauben darf. Nachfolgend mein kleiner Bericht aufgegliedert nach den einzelnen Disziplinen.

Schwimmen

Der Start erfolgte 14:45 Uhr im 50 m Becken des wohl temperierten Hofwiesenbades (27°C). Für die 700 m plante ich ca. 11 Minuten ein. Nach kurzer Absprache durfte ich das neunköpfige Feld auf meiner Bahn anführen. Wie man in dem Video sehen kann (dritte Bahn von oben), schwamm ich zügig an, um Gedränge aus dem Weg zu gehen. Ich hoffte, dass ich niemanden überrunden musste. Leider war das nicht der Fall. Trotzdem kam ich gut durch und konnte mein Tempo schwimmen. Nach 10:49 min stoppte ich meine Uhr und kletterte aus dem Becken.

Wechsel 1

In der Wechselzone versuchte ich so schnell wie möglich in meine Socken und Radschuhe zu schlüpfen. Dann noch Helm auf, Startnummer um und ab auf die Radstrecke. Im Vorfeld hatte ich mir immer wieder Gedanken gemacht, ob ich mir nicht eventuell noch was über den Einteiler ziehe. Am Ende entschied ich mich dagegen und trotz der 12°C war es nur die ersten paar Meter etwas frisch auf dem Rad.

Rad

Angekommen am auf dem Asphalt aufgemaltem Balken startete ich mein Garmin und sprang aufs Rad. Nun galt es die insgesamt 4 Runden und 8 Wenden schnellstmöglich zu absolvieren. Die Strecke war durch die vor uns gestarteten Staffeln nicht leer und so hatte ich keine Ahnung, an welcher Position ich mich befand. Als dann aber noch vor der ersten Wende ein Motorrad vor mir auftauchte, welches bis zum Schluss auch nicht wieder verschwand, musste ich wohl der Führende gewesen sein. Na ja bei 72 Startern der ersten Welle, von denen die Hälfte Frauen und fast der gesamte Rest vereinslos war, sollte man die Leistung aber auch nicht überbewerten. Egal ich hatte freie Fahrt und das war schön. Nach exakt 30:55 min erreichte ich wieder den Balken.

Auf der Radstrecke mit dunklen Wolken. Zum Glück blieb es aber trocken.

Auf der Radstrecke mit dunklen Wolken. Zum Glück blieb es aber trocken.

Und am Ende war er doch schneller als ich ;).

Und am Ende war er doch schneller als ich ;-).

Wechsel 2

Dieser begann eigentlich schon auf dem Rad, da ich ca. 20 m vor dem aufgemalten Balken abstieg und es vorzog die Strecke in meinen Klickschuhen zu laufen. Grund waren Markierungslinien, welche ich fehlinterpretierte. In der Wechselzone angekommen suchte ich wie wild meinen Platz. Dadurch, dass sich die 2. Welle noch im Wasser vergnügte, war die Wechselzone voll mit Rädern. Zum Glück stand ich aber in der richtigen Reihe und fand dann auch meine Sachen. Also schnell das Rad einhängen und rein in die Laufschuhe.

Laufen

Anders als noch beim Duathlon krampften meine Waden nicht und ich konnte ohne Probleme auf die erste von drei Laufrunden gehen. Auch mein Magen machte mir keine Probleme. Trotzdem schaffte ich es nicht mein Tempo hoch zu halten. Immer wieder zeigte mir meine Polar eine Pace von um die 04:00 min/km. Ich wollte doch schneller! Aber es ging nicht. Gerade an den kleinen Erhebungen wurden die Beine schwer und ich musste kämpfen bergab wieder in Fahrt zu kommen. Meine Glasbeine hielten zwar und auch im Nachhinein habe ich keine Schmerzen, trotzdem fehlten mir wahrscheinlich ein paar Laufkilometer im Training. Ich hoffe, dass ich dieses Defizit bis zur Olympischen Distanz beim Leipziger Triathlon Ende Juli beheben kann. Ansonsten werden die 10 km sicher die Hölle.

Fazit

Insgesamt konnte ich meine Startwelle gewinnen. Wie gesagt, war das aber auch nicht all zu schwer, da die bekannten Namen alle in die zweite Welle einsortiert wurden. Sodass das Feld dort wesentlich stärker besetzt war. Gesamtsieger wurde wie im letzten Jahr David Hoffmann vom TSV 1880 Gera-Zwötzen e.V. in 01:02:22 h. Ansonsten war nur noch Franz Schöps vor mir und so durfte ich bei der Siegerehrung meinen ersten kleinen Tria-Pokal in Empfang nehmen.

Siegerehrung des Volkstriathlons. Der vierte Platz war nicht anwesend. Am Ende wurde er disqualifiziert. Hatte er doch einfach eine Laufrunde ausgelassen.

Siegerehrung des Volkstriathlons. Der vierte Platz war nicht anwesend. Am Ende wurde er disqualifiziert. Hatte er doch einfach eine Laufrunde ausgelassen.

Zum Abschluss noch ein großes Lob an die Organisation. Fast alles klappte reibungslos und Probleme wurden professionell behoben. Ich hatte beispielsweise meinen Startnummernaufkleber für den Helm zu Hause im Startnummernbeutel vergessen. Kein Problem. Man bastelte mir einen formschönen Ersatz.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:49 min 700 m 01:32,7 min/100 m
Wechsel 1: 02:30 min
Rad: 30:55 min 19,64 km 38,12 km/h
Wechsel 2: 01:09 min
Laufen 20:18 min 5.080 m 03:59,8 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:05:41 h
Gesamtplatzierung: 3. von 86
AK-Platzierung: 1. von 17

AK-Sieg in Stockach

Nach dem Jenaer Triathlon vor zwei Wochen stand an diesem Wochenende mein insgesamt dritter Triathlon auf dem Programm. In Stockach wollte ich zusammen mit Juliregen die Rennszene aufmischen. Eine weite Anreise für einen kleinen Triathlon. Aber am Ende hat es sich gelohnt.

Die Anreise erfolgte ab Freiburg mit dem Kfz (welch Luxus). Vor Ort dann das übliche: Inspektion des Wettkampfortes, Rad-Check-In, Umziehen, Warmlaufen, Warmschwimmen und START.

Der Start erfolgte in insgesamt vier Wellen mit 20 Minuten Abstand. Irgendwie war ich bei meiner Schwimmprognose recht optimistisch und ich rutschte in die letzte. So hatte ich genügend Zeit mich zu erwärmen. Trotzdem wurde es kurz vor dem Start dann doch noch einmal hektisch. Geschwommen wurden 700 m in einem 50 m Becken. Um die Starter auseinander zu halten, wurden farbige Badekappen verteilt, welche nach dem Schwimmausstieg wieder abzugeben waren, um sie den nächsten Startern zur Verfügung zu stellen. Leider waren diese Kappen dann so nass, dass ich beim Versuch sie über meine zu ziehen immer wieder abrutschte. Irgendwie gelang es mir dann aber doch und ich konnte 60 Sekunden vor dem Start ins Wasser (23,9°C) hüpfen. Nach kurzer Absprache mit den anderen Schwimmern auf meiner Bahn, reihte ich mich etwas weiter hinten ein. Nach der zweiten Bahn dann kurze Panik. Meine Nasenklammer wollte sich von mir verabschieden, und so musste ich kurz pausieren und wieder alles richten. Nach ca. der Hälfte der Distanz dann die erste Überrundung. Also man hat mich überrundet. Ich versuchte kurz im Schwimmschatten zu schwimmen, aber mein Kontrahent war einfach unglaublich schnell. Oder ich einfach nur unendlich langsam?!

Nach 12:50 min konnte ich endlich aus dem Becken steigen. Obwohl es erst mein dritter Triathlon war, klappte der Wechsel wieder ohne Probleme und ich startete nach 01:42 min meine Aufholjagd auf dem Rad. Die ersten Meter führten auf einem schmalen Radweg entlang, auf dem ich mir mit lauten Pfiffen versuchte Platz zum Überholen zu verschaffen. Weiter ging es auf einer gut asphaltierten Straße, welche aber nicht gesperrt wurde und so immer wieder Autos an mir vorbeifuhren. Nach ca. sechs Kilometern dann eine Abbiegung. Ich wollte die gesamte Kurve ausnutzen, um nicht zu viel an Tempo zu verlieren, musste dann aber doch ordentlich bremsen, da ich den Kampf gegen den Transporter auf der Gegenfahrbahn sicherlich verloren hätte. Also wieder anfahren und versuchen das Tempo hoch zu halten. Der Rückweg nach der Wende erfolgte dann etwas schneller. Rückenwind und ein negatives Höhenprofil sorgten für KM-Splits über 40 km/h. Zurück in Stockach erschien sogar kurz die 38,5 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit auf meinem Display. Am Ende absolvierte ich die 20,6 km in 32:14 min (38,3 km/h). Also ein deutlicher Sprung nach Vorne, wenn man die Geschwindigkeit von vor zwei Woche als Vergleich heranzieht. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass die acht Wenden bei der Jenaer Radstrecke nicht förderlich sind. Dafür war die Strecke im Gegensatz zu der in Stockach flach. Also nicht wirklich vergleichbar. Aber das kennen wir ja vom Triathlon ;).

Zurück im Wechselgarten wechselte ich in 53 Sekunden auf die Laufstrecke und dachte gleich am Anfang: „Ich muss sterben.“ Als ob der erste Kilometer nach dem Rad nicht schon schwer genug sei, ging es erst einmal eine steile Rampe hoch. Zum Glück durfte ich dieses Stück dann aber auch wieder runter und so nahm ich doch ein wenig Fahrt auf. Wieder konnte ich einige Teilnehmer aus meiner Startwelle einsammeln und wurde anders als in Jena nicht ein einziges Mal überholt. Insgesamt galt es zwei Runden zu laufen, wobei die zweite durch die Streckenführung etwas kürzer war als die erste. Insgesamt lief ich aber auch in Stockach keinen 4er Schnitt. Aber ich muss ja auch noch Ziele haben ;).

Im Ziel angekommen begrüßte mich Juliregen, welche 20 Minuten vor mir gestartet war. Durch die verschiedenen Startwellen hatte man im Verlauf des Rennens natürlich keine Ahnung über die aktuelle Position und so erwarteten wir mit Spannung die Siegerehrung. Am Ende hat es wirklich für den ersten Altersklassensieg meiner noch jungen Triathlonkarriere gereicht. Überglücklich nahm ich die Urkunde und Medaille entgegen.

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Zusammenfassend war es eine wirklich schöne Veranstaltung. Einziger Kritikpunkt ist die bereits angesprochene nicht abgesperrte Radstrecke. Vielleicht ist es ja üblich, dass im fließenden Verkehr gefahren wird, aber ich finde es trotzdem etwas unverantwortlich. Schön wäre auch, wenn es offizielle Zwischenzeiten gegeben hätte, um die einzelnen Disziplinen zwischen den Athleten zu vergleichen.

Mein dritter Triathlon in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 00:12:50 h 700 m 01:50 min/100 m
Wechsel: 00:01:42 h
Rad: 00:32:14 h 20,6 km 38,35 km/h
Wechsel: 00:00:53 h
Laufen 00:18:01 h 4360 m 04:08 min/km
Gesamt auf der Strecke: 01:03:05
offizielle Gesamtzeit: 01:05:40
Zeit in den Wechselzonen: 00:02:35
Gesamtplatzierung: 6. von 91
AK-Platzierung: 1. von 7