38. Rhein-Volkslauf 2015

Bis Ende Januar lief alles nach Plan. Die Schwimmform passte, die Laufform war auf einem guten Weg und Radfahren kann ich ohnehin recht ordentlich. Was dann aber folgte, waren mehrere Wochen der Ruhe. Ruhe, die ich nicht wollte. Ich war motiviert und wollte nach der ersten Grundlagenphase einfach weiter trainieren. Leider kriegt man nicht immer das, was man will.

Gleich zweimal erwischte es mich. Beim ersten Mal waren es „nur“ die Nasennebenhölen, welche mal wieder um Aufmerksamkeit bettelten. Beim zweiten Mal dann wieder die NNH und ein Infekt, der mich mehrere Tage jämmerlich ans Bett fesselte. Da war sie dahin, die perfekte (verletzungs- und krankheitsfreie) Saisonvorbereitung. Es war mehr als demotivierend zu sehen, wie die Form wieder verschwand. Aber egal. Die Talfahrt scheint überstanden und ich trainiere wieder nach Plan.

Bei Juliregen (wir trainieren zusammen den gleichen Plan) hatte sich ein 10 km-Test nach der ersten Aufbauphase in den vergangenen Jahren als sinnvoll erwiesen. Und so kam es, dass ich zusammen mit ihr am 38. Rhein-Volkslauf in Maximiliansau teilnahm. Zehn Kilometer auf flacher, asphaltierter und vermessener Strecke. Ein Formtest, der mir vor allem zeigen sollte, wo ich nach den Krankheitsphasen stehe.

Das Starterfeld war wirklich gut besetzt und so musste ich nur die letzten drei bis vier Kilometer alleine gegen den Wind laufen. Zu meiner Freude konnte ich mich am Anfang zurück halten, so dass ich am Ende sogar einen negativen Splitt schaffte.

Am Ende speicherte die V800 eine 37:58 min für 10 km. Bis zum Ziel waren es dann aber noch ein paar Meter und so beendete ich mit 38:29 min das Rennen.

In den nächsten Wochen warten dann weitere Highlights. Beim Jenaer Duathlon werde ich mich mal auf der langen Strecke probieren (aus dem Training heraus) und anschließend zwei Wochen später beim Powertriathlon auf der Sprintdistanz versuchen aufs Treppchen zu kommen oder zumindest meine Zeit aus dem Jahr 2013 ein wenig zu verbessern.

Zusammenfassung:

Zeit: 00:38:29 h

Gesamtplatz: 26. von 382

AK-Platz: 9. von 24

(Ergebnisse)

Strecke bei GPSies.de

Bericht Juliregen

Es geht weiter aufwärts

Die ersten zwei Blöcke (Vorbereitungs- und die erste Grundlagenphase) des Trainingsplans für die erste Saisonhälfte sind Geschichte. Die letzte Woche war also eine Ruhewoche, in der am Ende immer ein kleiner Formtest auf dem Programm steht. Juliregen und ich entschieden uns recht kurzfristig das Wochenende in Gera zu verbringen. Wir hofften natürlich auch auf ideale Schwimmbedingungen im altbekannten Hofwiesenbad ;-). Und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Wie so häufig an einem Samstag standen wir pünktlich um 14:30 Uhr am Beckenrand. Insgesamt waren drei der sechs abgeleinten 50 m-Bahnen frei. Trotzdem entschieden wir uns eine Bahn zu teilen, damit wir garantiert nicht gestört werden. Im Vorfeld war ich sichtlich nervös, wollte ich doch endlich unter 15 min auf 1.000 m schwimmen. Endlich die Schallmauer von 1:30 min/100 m knacken. Vor vier Wochen fehlten lediglich sechs Sekunden. Und jetzt? Freie Bahn! Keine Ausreden! Nur eins: Vollgas und hoffen, dass die Arme mitspielen.

Und sie spielten mit. Auch wenn ich nach 300 m dachte, dass sie etwas schlapp machten und ich das Tempo nicht halten könnte, drückte ich ich erste Zwischenzeit nach 7:19,2 min (500 m). Die letzten 500 m vergingen dann wie im Flug. Noch 400, 300, 200, 100 und Schluss. Die zweite Hälfte war mit 7:20,5 ebenfalls mehr als zufriedenstellend. Insgesamt steht nun also eine 14:39,7 min im Buch der persönlichen Bestzeiten :-).

Beim Laufen am nächsten Morgen entschied ich mich gegen einen richtigen Test. Die Beine sollen sich erst langsam wieder an die Geschwindigkeiten gewöhnen. Und so lief ich vorm Frühstück insgesamt 14,5 km auf der originalen Laufstrecke des Powertriathlons. Wobei ich sechs Runden (10 km) in 42:30 min absolvierte.

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es dann auch schon wieder nach Hause. Und weil die Straßen es gut mit uns meinten, blieb sogar noch Zeit für 60 min Rollentraining :-).

27. Erfurt Triathlon – Sprintdistanz (Jedermann)

Aus dem Training heraus und als Ersatz für eine geplante Koppeleinheit wollte ich in diesem Jahr beim Erfurt Triathlon an den Start gehen. Es standen zwei Varianten auf den Plan: Sprint oder Jedermann. Laut Ausschreibung war der Sprint für Startpassinhaber gedacht. Nach kurzer Anfrage beim Veranstalter konnte man aber auch ohne Startpass beim Sprint starten. Einzige Unterschiede waren also, dass die Sprintathleten sechs Minuten vor den Jedermännern starteten und es auch eine eigene Wertung gab.

Im Vorfeld war klar, dass ich mich für den Sprint melden wollte. Leider verlief die Voranmeldung dort aber so schleppend, dass ich mich am letzten Tag der Frist doch für den Jedermann-Wettkampf entschied, da hier viel mehr Athleten gemeldet waren.

Am Wettkampfort angekommen zeigte sich das Wetter nicht unbedingt von der schönsten Seite. Viel Regen  und eine Wassertemperatur von 17°C laden nicht gerade zum gemütlichen Planschen ein. Aber egal, in Leipzig kann es auch regnen und man muss es sowieso nehmen, wie es kommt.

Die Startunterlagen, welche aus Chip und Startnummer bestanden, waren schnell abgeholt und so konnte ich in aller Ruhe das Rad einchecken. Anschließend ein kurzer Blick auf die Infotafel, um festzustellen, dass aus der Laufrunde um den See mit einem Anstieg nun eine Wendepunktstrecke mit zwei Anstiegen geworden war. Egal, ist ja nur Training.

Schwimmen

Nach der Erwärmung zwängte ich mich in den Neo und begab mich zum Schwimmstart, wo die Wettkampfeinweisung stattfinden sollte. Von der bekam ich allerdings nichts mit, da der Verantwortliche es nicht fertig gebracht hat ins Mikrofon zu sprechen.

Noch mit dem Rücken zur Schwimmstrecke - ahnungslos, dass es gleich knallt

Noch mit dem Rücken zur Schwimmstrecke (weiße Badekappe) – ahnungslos, dass es gleich knallt

Also kurz einschwimmen, rumblödeln mit anderen Startern und sich die Zeit vertreiben. Dann plötzlich der Startschuss. Wie? Jetzt schon? Ich war doch noch gar nicht bereit. Die Brille hatte ich zum Glück vom Einschwimmen noch auf, da ich mit Nasenklammer aber komisch rede, hatte ich diese noch in der Hand.

So ein Schwimmstart ist immer aufregend - erst recht wenn er so plötzlich kommt

So ein Schwimmstart ist immer aufregend – erst recht, wenn er so plötzlich kommt

Alles stürmte los. So ein Mist. Ich versuchte schnell die Klammer aufzusetzen und irgendwie eine Lücke nach Vorne zu finden. Die großen Schläge blieben glücklicherweise aus. Links von mir schwammen ca. drei Athleten, welche ich aber auf dem Weg zur ersten Boje (Dreieckskurs mit  insgesamt zwei Bojen) hinter mir lassen konnte. Ich schwamm im Zweierzug und wusste nicht, dass rechts neben mir keiner mehr war und stellte mich dementsprechend auf Feindkontakt an der ersten Boje ein. Dieser blieb aber aus und ich war verwirrt. Ohne zurückzublicken war ich fest davon überzeugt, dass da beim Start was falsch lief. Ich alleine ganz vorn? Das kann nicht sein.

Da es mir aber nicht auf eine Platzierung ankam, stellte ich mich auf einen Fehlstart ein und rechnete schon mit einer Disqualifizierung. Auf jeden Fall wollte ich aber das Rennen beenden, da mir ansonsten eine komplette Qualitätseinheit fehlen würde.

So schwamm ich also Richtung Ausstieg und kletterte zusammen mit den letzten der Sprintwelle aus dem Wasser.

Was mich am plötzlichen Start am meisten ärgerte, war, dass ich meine Uhr nicht gedrückt hatte. So ist in der Schwimmzeit ein Wechsel mit drin, welcher das Ergebnis natürlich total verfälscht.

Schwimmzeit inkl. Wechsel: 00:13:24 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 13. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 13. von 114

T1

In der Wechselzone fand ich ohne Probleme mein Rad und schlüpfte wie gewohnt in Socken und Radschuhe. Ganz ehrlich könnte ich mir auch nicht vorstellen auf dem Untergrund 100-150 m barfuß zu laufen. Alleine auf dem kurzen Stück zum Rad (ca. 10 m) zog ich mir einen ein Zentimeter langen Schnitt am Zeigezeh zu. Diesen bemerkte ich allerdings erst zu Hause.

Ausziehen des Neos klappt schon ganz gut

Das Ausziehen des Neos klappt schon ganz gut

Rad

Auf dem Rad war die Vorgabe klar: Vollgas, ohne Abschuss. Durch die insgesamt zwei Anstiege und die damit verbundenen 245 HM war ans Rasen im ersten Moment aber nicht zu denken.

Es ging stetig den Berg (Hügel) hoch. Nach einer Kurve dann der wahre Anstieg. Kette links und kurz vorm Umfallen. Ich sammelte noch eine Sprinterin ein, welche sich im Wiegetritt ebenfalls bemühte auf Grund fehlender Geschwindigkeit nicht umzufallen [hier liegt die Verdeutlichung natürlich in der Übertreibung der Tatsachen ;-)].

Den größten Teil der Radstrecke war ich alleine unterwegs und versuchte irgendwie die verlorene Pace vom Anstieg wieder einzufahren. Ganz gelingt das natürlich nicht, aber versuchen kann man’s ja ;).

Zum Glück regnete es nicht. Trotzdem waren die Straßen nass und teilweise von extrem schlechter Qualität. Einmal übersah ich ein Schlagloch und litt förmlich mit meinem Rad mit.

Radzeit  ohne Wechsel: 00:36:35 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 1. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 1. von 114

Trotz des Laktatfestivals am Donnerstag bei meinen Bergintervallen erreichte ich den schnellsten Radsplit. So langsam kristallisiert sich diese Disziplin als meine Stärke heraus.

T2

Zurück in der Wechselzone freute ich mich über einen Schnitt von knapp über 36 km/h und stieg in die Laufschuhe, welche in einer Tüte auf ihren Einsatz warteten. Zum ersten Mal wollte ich auch testen, ob ich während des Laufens ein Gel runterkriege und so nahm ich dieses auch noch mit.

Laufen

Ohne Konkurrenz ging ich also auf die Laufstrecke und traf nur ein paar Sprinter. Wie immer versuchte ich das Tempo hochzuhalten und stellte mich auf den Anstieg ein. Dieser Bestand aus zwei Abschnitten. Das erste  Stück auf befestigtem Untergrund lief sich ja noch recht gut. Das zweite Stück dann aber auf weicher Wiese war einfach nur grausam. Ich nahm Tempo raus und versuchte kontrolliert aufzusetzen. Auch beim Abstieg lief ich hier nicht volles Risiko. Die Gefahr umzuknicken war einfach zu hoch.

Auf einen Zielsprint als solchen verzichtete ich auch, da ich diesen beim Koppeln ja auch nicht mache. Außerdem war die Motivation nicht wirklich da, hier das letzte aus mir herauszuholen. Warum auch?!

Laufzeit inkl. Wechsel: 00:21:36 h
Platzierung Jedermann: 5. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 14. von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 18. von 114

Ziel

Im Ziel gab es dann keine Disqualifikation und somit musste ich wohl gewonnen haben. Zufrieden kann ich mit dem Sieg aber natürlich nicht sein, da insgesamt acht Teilnehmer aus der Sprintwertung schneller waren als ich. Irgendwie verstehe ich diese Einteilung nach Startpassinhaber und Leute ohne auch nicht. Bei den Frauen kam die Tagesschnellste beispielsweise aus dem Jedermann-Wettkampf. Das Ziel des Veranstalters war es den Jedermännern einen eigenen Wettkampf zu bieten. Hier bleibt aber offen, wer denn nun ein Jedermann ist. Bin ich ohne Verein und ohne Startpass nun per Definition ein Jedermann oder bin ich auf Grund meiner Leistung und dem damit verbundenen Trianingsaufwand kein Jedermann. Ich persönlich fand die Trennung schon ein wenig unglücklich. Zumal es für die wahren „Anfänger“ den sogenannten Wohlfühltriathlon (0,4/10/2,5) gab.

Gesamtzeit: 01:11:35 h
Platzierung Jedermann: 1. von 90
Theoretische Platzierung Sprint: 9 von 25
Theoretische Platzierung Gesamt: 9. von 114

Fazit

Eigentlich ein schöner Wettkampf, auch wenn die Radstrecke teilweise wirklich schlecht ist und die Laufstrecke auch Wünsche offen lässt. Was aber gar nicht ging, war der Start. Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass jemand ein Mikrofon (welches ja vor Ort war) in die Hand nimmt und wenigstens kurz mal sagt, dass es jeden Moment losgeht. Mich hat das alles sehr verwirrt und ich bin wirklich froh, dass es für mich nur ein Wettkampf mit der Priorität C war.

Highlight waren, und das muss hier auch gesagt werden, die leckeren Cookies und Brownies, welche McDonalds Erfurt sponserte. Insgesamt waren die Zielverpflegung und Siegerehrung gut organisiert. Als Finishergeschenk gab es sogar ein kleines Handtuch vom Erfurt Triathlon.

Der 27. Erfurt Triathlon – Sprintdistanz (Jedermann) – in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen
inkl. Wechsel
00:13:24 h für 750 m + Wechsel  ???
Rad: 00:36:35 h für 22,02 km 36,11 km/h
Wechsel: 00:01:24 h
Lauf 2: 00:20:12 h für 5.010 m 04:01,9 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:11:35 h
Gesamtplatzierung 1. von 90
AK-Platzierung 1. von 14

27. Apoldaer Triathlon – Sprintdistanz

Nachdem ich den ersten A-Wettkampf der Saison mit dem Powertriathlon in Gera erfolgreich absolviert habe, steht auch schon der nächste WK dieser Kategorie in den Startlöchern. Gemeint ist natürlich meine erste Olympische Distanz im Rahmen des Leipziger Triathlons am 28.07.2013. Macht summa summarum elf Wochen Training zwischen beiden A-Wettkämpfen. Zieht man eine Woche Regeneration nach dem Triathlon in Gera ab, so bleiben noch genau zehn Wochen für die effektive Vorbereitung. Nach Friel also zwei Aufbauphasen – wobei die zweite anstatt vier nur aus drei Wochen besteht – zwei Wochen Höchstleistungsphase und dann auch schon die Wettkampfwoche.

Die ersten vier Wochen der Vorbereitung sind Geschichte und wer Friels Methodik kennt, der weiß, dass am Ende der Aufbauphasen immer ein Leistungstest ansteht. Dieser wurde dieses Mal nicht im Wohnzimmer auf der Rolle absolviert, sondern fand im Rahmen des 27. Apoldaer Triathlons statt.

Bereits im letzten Jahr waren Juliregen und ich vor Ort. Teilgenommen hatte ich damals aber nicht. Ich war einfach noch nicht infiziert vom Triathlonfieber – jetzt hingegen schon. Das Streckenangebot sah eine Volksdistanz (0,4/10/2,5) und eine Sprintdistanz (0,75/20/5) vor. Wir meldeten für die Sprintdistanz.

Das Teilnehmerfeld war im Vergleich zum Powertriathlon in Gera (hier gab es neben der Sprintdistanz die Olympische als Hauptwettkampf) natürlich stärker besetzt und so freute ich mich auf den Start und die bevorstehenden Zweikämpfe.

Wie immer reisten wir sehr früh an, um uns einen Überblick zu verschaffen. Außerdem hatte ich so auch genügend Zeit mich über meine Startnummer zu wundern. Ich guckte nämlich nicht schlecht, als ich die Nummer 1 bekam. Warum? Weshalb? Wieso? Ich habe keine Ahnung. Vorjahressieger Lars Erik Fricke bekam die Nummer 4. Tauschen wollte er aber nicht ;-). Obwohl es nur eine Nummer ist, war es schon ein komisches Gefühl.

Schwimmen

Nachdem die Welleneinteilung und der Rad-Checkin erst sehr spät erfolgte, blieben Juliregen lediglich 45 min für Rad-Checkin, Umziehen, Erwärmung und Neoankleide. Ich hingegen konnte ihr zumindest bis zu ihrem Start noch helfend zur Seite stehen, da ich eine halbe Stunde nach den Frauen und der >M45 mit der zweiten Welle ins Becken gelassen wurde.

Geschwommen wurde im Apoldaer Freibad auf einer 50 m Bahn. Die Bahn konnte man sich aussuchen und da drei meine Lieblingszahl ist, fiel die Wahl nicht schwer. Wie immer erfolgte vor dem Start die Absprache mit den anderen Schwimmern. Die schnellsten meinten elf Minuten zu brauchen und so wollte ich das Feld eigentlich anführen. Eigentlich. Nach dem Startschuss wurde es dann wie erwartet sehr eng. Es war mehr so ein 50 m-Sprint bis hin zur ersten Wende. Dort konnte ich mich aber durchsetzen und so platzierte ich mich erst einmal an der Spitze des 10-köpfigen Feldes. Immer wieder und gerade nach den Wenden spürte ich die Hände von meinen Verfolgern an meinen Füßen. An ein kontrolliertes Vornewegschwimmen war also nicht zu denken. Nach ca. der Hälfte der Strecke konnte ich das Tempo vorne nicht mehr hoch genug halten und ließ zwei passieren. Ab dem Zeitpunkt wurde es dann auch richtig voll. Die Überrundungen begannen. Es gab Tritte und Schläge. Der reinste Kampf. Trotzdem behielt ich den Anschluss und musste im Schwimmschatten nicht das letzte aus mir herausholen.

Nach 10:49 min drückte ich meine Uhr ab und kletterte aus dem Wasser. Diese Zeit entspricht auf die Sekunde genau der Schwimmzeit beim Powertriathlon in Gera. Mit dem Unterschied, dass dort nur 700 m geschwommen werden mussten, dafür aber ohne Neo und mit weniger Gedrängel.

T1

Da es mein erster Triathlon war, in dem ich mit Neo schwamm, machte ich mir im Vorfeld schon Gedanken darüber, wie ich diesen am schnellsten ausbekomme. Die Zeitnahme erfolgte mit zwei Chips am Fußgelenk und so hatte ich ein bisschen Sorge mich damit zu verheddern. Trotzdem wollte ich nicht die Zeit opfern diese erst ab und dann wieder ran zu machen. Im Laufe des Schwimmens halbierte sich die Sorge, da ich mit dem Chip, welcher am rechten Fußgelenk befestigt war, in der Leine hängen blieb und dieser auf den Grund des Beckens sank. Komischerweise kam ich dann beim Wechsel mit dem linken Bein leichter aus dem Neo als mit dem rechten. Dann das übliche Prozedere: Socken, Radschuhe, Startnummernband, Helm und Brille. Alles im allem gab es aber keine Probleme und ich konnte nach 01:58 min auf die Verfolgung gehen.

Rad

Insgesamt müssen sieben Athleten aus meinem Wettkampf und acht Junioren, welche nicht in meiner Wertung waren und von denen fünf am Ende eine zwei Minuten Zeitstrafe bekamen, weil sie 100 m weniger schwammen als sie eigentlich sollten, vor mir gewesen sein.

Die Radstrecke ist eigentlich schnell erklärt. Erst 125 HM rauf dann ein Stückchen flach bis wellig mit Rückenwind bis wieder ein kleiner Anstieg kommt, auf dessen Spitze dann die Wende ist. Und das Ganze im Eiltempo (was man so Eiltempo nennt) und Gegenwind wieder zurück.

Im Detail dann aber doch nicht ganz so einfach, wie sich bei der Abfahrt herausstellte. Vor der Abfahrt kommt aber der Anstieg, welchen ich in gefühlter Schrittgeschwindigkeit in Angriff nahm. Vor mir konnte ich eine Gruppe von vier Mann ausmachen. Diese kreiselten in aller Seelenruhe und gaben sich somit gegenseitig immer wieder Windschatten. Nachdem ich auf gleicher Höhe war, äußerte ich kurz meinen Ärger über dieses unsportliche Verhalten und zog weiter. Jetzt musste ich ordentlich Druck machen. Gebe ich doch auch einen prima Windschatten ab. Also Kette rechts und ab dafür. Ich hörte wie einer zwei Gänge schaltete und wohl versuchte sich dranzuhängen. Ein kurzer Blick nach hinten und es war aber klar, dass keiner die Attacke mitgehen konnte.

Nach der Wende dann der Wind. Ich versuchte mich so klein wie möglich zu machen und das Tempo hochzuhalten. Bis es zur Abfahrt ging, sammelte ich noch zwei ein, welche sich aber im sicheren Abstand an mich hängten.

Extraschleife

Extraschleife

Dann das Missgeschick des Tages: Auf der Abfahrt galt es zwei Kreisverkehre, welche von Polizisten gesichert wurden, zu durchfahren. Leider fühlten sie sich nicht verpflichtet uns den Weg mitzuteilen. Bei Kreisverkehr Nummer eins kam die Antwort auf die Frage nach der Ausfahrt leider etwas zu spät und so fuhr ich eine kleine Extraschleife. Mein Verfolger fuhr gerade weiter, drehte dann aber auch um, weil er sich ebenfalls nicht sicher war. Als ich ihm dann wieder entgegen kam, war dieser sichtlich verärgert. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, wie so etwas passieren kann. Es gab weder Markierungen auf der Straße noch Schilder, die die richtige Ausfahrt zeigten. Einfach nur schade.

Durch den Verfahrer verfehlte ich dann auch offiziell den 37er Radschnitt, was jetzt aber auch nicht soooo schlimm ist. Laut Ergebnisliste waren sechs Männer und einer aus der Juniorenwertung schneller als ich unterwegs. Damit kann ich leben :-).

T2

Zurück in der Wechselzone fand ich schnell meinen Platz und konnte nach nur 54 Sek auf die Laufstrecke.

Lauf

Da ein Triathlon immer in der Nähe vom Wasser stattfinden muss, bestand die Laufstrecke zu ca. 50 % aus hügeligen Wiesen. Die restlichen 50 % galt es auf Parkwegen zurückzulegen. Die ersten Meter berghoch musste ich wieder vorsichtig laufen, da die linke Wade drohte zu krampfen. Gleiches Spiel wie beim Duathlon also. Zum Glück beruhigte diese sich aber schnell und ich versuchte Druck zu machen. Nach der ersten von zwei Laufrunden feuerte mich Juliregen, welche bereits im Ziel war, an. So schaffte ich es an den vor mir Laufenden dranzubleiben. Am letzten Anstieg konnte ich nochmals das Tempo erhöhen und ging vorbei. Dann nur noch ein Stück bergab. Hier ging ich volles Risiko, um den Vorsprung zu vergrößern.  Am Ende war es aber auch ein Junior, welcher dann auch noch mit einer zwei Minuten Zeitstrafe vom Schwimmen belastet wurde. Egal. Ich hatte Spaß.

Insgesamt sind nur fünf (plus vier Junioren) schneller als ich gelaufen und so konnte ich am Ende mit dem sechsten Gesamtplatz doch recht zufrieden sein. Würden die Junioren mit in die Gesamtwertung einfließen wäre es Gesamtplatz neun geworden.

Siegerehrung - Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Siegerehrung – Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Fazit

Der Apoldaer Triathlon ist eigentlich eine feine Veranstaltung. Leider war die Organisation ein wenig überfordert. Ein im Vorfeld detaillierter Zeitplan wäre schon schön gewesen. So spart man sich wenigstens das ständige Nachgefrage, ob man denn das Rad schon einchecken kann und wann dann endlich die Welleneinteilung stattfindet. Was allerdings nicht geht, ist eine unzureichend markierte Radstrecke. Hier sollte im Hinblick auf’s nächste Jahr dringend was getan werden.

Alles in Allem aber eine Veranstaltung, die ich gerne wieder besuchen würde. Ein großes Lob auch an den Laufservice-Jena, welcher wieder für die Zeitnahme verantwortlich war und eine zeitnahe Siegerehrung ermöglichte.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:49 min 750 m 01:26,5 min/100 m
Wechsel 1: 01:58 min
Rad: 31:33 min 18,77 km 36,86 km/h
Wechsel 2: 00:54 min
Laufen 19:48 min 4.830 m 04:06,0 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:04:02 h
Gesamtplatzierung: 6. von 50
AK-Platzierung: 1. von 6

Silvesterlauf in Gera

Das Jahr 2012 ist Geschichte und weil es dieses Jahr einfach passte, nahm ich zusammen mit Juliregen am 43. Geraer Silvesterlauf teil. Genau genommen war es ja keiner, da er bereits am 29.12.12 stattfand. Passte aber eh besser in den Plan ;-). Das Startgebiet kannte ich bereits von den unzähligen Besuchen im Hofwiesenbad, welches nur ein paar hundert Meter entfernt seinen Platz hat. Somit war die Anreise aus Jena mit dem Zug kein Problem.

Der Startschuss für die 11,8 km, für die ich gemeldet war, sollte um 10:00 Uhr erfolgen. Also genügend Zeit um die üblichen Kleinigkeiten abzuzelebrieren. Relativ entspannt, da keine genauen Ambitionen, stand ich nach einer ausgiebigen Erwärmung inmitten der zahlreichen Laufwilligen. Das Höhenprofil, welches ich aus der Ausschreibung im Internet kannte, versprach ein paar kleine Hügel. Insgesamt kamen so 250 HM zusammen. Die Schwierigkeit lag aber weniger im Berghochlaufen. So gab es Passagen, welche nicht nur steil abfährts führten, sondern durch den Regen und das Tauwetter der letzten Tage mehr als aufgeweicht waren.

Schlammig war's.

Schlammig war’s.

Obwohl die Schuhe und die Startnummer sichtlich gelitten haben, bin ich mit einer Pace von 04:12 min/km sehr zufrieden. Für eine Platzierung auf dem Treppchen hat es jedoch nicht gereicht. Dafür sind die Läufer hier in der Region einfach zu stark.

Leider zog sich die Siegerehrung etwas in die Länge und trotz der Warterei gab es am Ende keine Urkunden, da die Technik wohl nicht so wollte. Alles in Allem aber eine gelungene Veranstaltung. Vielleicht passt sie ja auch 2013 in den Plan.

Und da ich mich zur Zeit im Triathlontraining befinde, durfte ich sogar noch 50 min „baden“ gehen :-). Dabei sollte dann auch der hartnäckigste Dreck entfernt worden sein. Man will doch sauber ins neue Jahr starten ;-).

Zusammenfassung:

Zeit: 00:49:20 h

Gesamtplatz: 18. von 295

AK-Platz: 8. von 62

(Ergebnisse)

Strecke bei GPSies.de

Saisonabschluss 2012

Mit dem letzten Wochenende in Dresden und dem dort absolvierten 10 km Lauf im Rahmen des 14. Dresden Marathons ist für mich die Saison nun auch offiziell beendet. Inoffiziell fand der Abschluss bereits im September mit der Rieselfeldmeile statt. Nur wusste ich das damals noch nicht ;).

Bevor ich aber zum eigentlichen Thema, nämlich dem 10 km Lauf in Dresden komme, noch ein paar Worte vorweg. In meinem letzten Beitrag berichtete ich von meinem AK-Sieg bei der Volksdistanz des Stockacher Triathlons. Nur einen Tag später stand schon wieder ein Wettkampf an – die Rieselfeldmeile. Dabei handelt es sich um eine flache und exakt vermessene 5 km Strecke kreuz und quer durchs Rieselfeld in Freiburg. Im letzten Jahr begleitete ich hier Juliregen zur PB über die 5 km Distanz. In diesem Jahr wollte ich selbst sehen, was über die 5 km möglich ist, damit ich in meiner Rubrik Glanzleistungen auch eine offizielle Bestzeit eintragen kann. Die 20:05 min vom Jenaer Triathlon 2011 waren ja auch nicht mehr als nur ein Platzhalter ;).

© PULZ / Look4 Quelle: http://kurzlink.de/Die-Meile

© PULZ / Look4 Quelle: http://kurzlink.de/Die-Meile

Das Rennen in Freiburg begann wie jedes Jahr bereits vor dem Start. Die Plätze in den ersten Reihen sind heiß begehrt. Heiß wurde es dann auch nach dem Startschuss. Die Massen preschten los und Körperkontakt  ließ sich nicht immer vermeiden. Nach der Startphase sortierte sich das Feld aber schnell und ich konnte relativ frei laufen. Am Ende wurde ich wie geplant mit einer neuen PB belohnt (18:15 min), welche in Zukunft aber sicher noch verbessert werden kann.

In den darauf folgenden Wochen wollte ich mich, um die Saison abzurunden, weiter aufs Laufen konzentrieren, damit ich in Dresden eine vernünftige Zeit – ja vielleicht auch PB – laufen kann. Leider wurde ich im Training immer wieder unterbrochen (Nasennebenhöhlenentzündung, Nackenprobleme, Erkältung und Studium). So kam ich in den folgenden 41 Tagen auf lediglich acht Laufeinheiten, was alles andere als optimal für mein Vorhaben in Dresden war. Woche um Woche regulierte ich meine Zielzeit. Am Ende war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob ich überhaupt starten kann bzw. soll. Am letzten Tag der Voranmeldung entschied ich mich dann aber doch für den Lauf und so stand ich nach 2007 und 2011 das dritte Mal an der Startlinie in der Ostraallee.

Ich sortierte mich im Startblock B ein, weil ich den Lauf nach der miserablen Vorbereitung eher als kleinen Tempotest ansah. Nach dem Startschuss um 10 Uhr wurde es dann aber doch ordentlich eng. Ich fing an zu überholen. Juliregen, die sich weiter vorne im Feld befand, sah ich aber noch nicht. Erst als wir wieder an der Elbe entlang liefen (KM 3-4) konnte ich sie ausfindig machen und vorbei laufen. Ich genoss die Stadt und war froh, dass ich mein Tempo ohne besondere Anstrengungen halten konnte. Da ich im Vorfeld, wie bereits erwähnt, nur wenig bis gar nicht gelaufen bin, wusste ich auch nicht, welche Zielzeit ich anpeilen sollte. Nach der Hälfte der Distanz versuchte ich mein Tempo weiter zu halten, damit ich bei ca. 42:30 min im Ziel ankomme. Am Ende konnte ich mein Tempo sogar noch ein wenig steigern und so lief ich nach 41:25 min (netto) über die Zielmatte. Hätte ich am Anfang weiter vorne gestanden und hätte ich dadurch den ersten Kilometer nicht vertrödelt, wäre sicher noch mehr drin gewesen. Aber darauf kam es mir ja auch nicht an. Es war ein wirklich schöner Lauf bei idealen Bedingungen und mit Sicherheit nicht mein letzter in Dresden. Dafür ist die Stadt einfach viel zu schön ;).

Beim Urkundendruck dann die große Überraschung [ACHTUNG IRONIE]. Ich wurde vierter in meiner Altersklasse und insgesamt sogar siebter. Wahnsinn ;). Leider war das aber eher ein Resultat fehlender Kompetenz der Zeitmessfirma als läuferische Klasse meinerseits. Egal. Die Urkunde kriegen die trotzdem nicht wieder ;).

Somit ist die Saison 2012 für mich beendet. Pläne für das nächste Jahr gibt es natürlich auch schon. Dazu dann aber später mehr.

Zusammenfassung:

16. Rieselfeldmeile in Freiburg (Breisgau) – 5 km

Zeit: 00:18:15 h

Gesamtplatz: 29. von 710

AK-Platz: 16. von 182

(Ergebnisse)

14. Dresden Marathon – 10 km

Zeit: 41:25 min

Gesamtplatz: 100. von 1228

AK-Platz: 43. von 267

(Ergebnisse)

AK-Sieg in Stockach

Nach dem Jenaer Triathlon vor zwei Wochen stand an diesem Wochenende mein insgesamt dritter Triathlon auf dem Programm. In Stockach wollte ich zusammen mit Juliregen die Rennszene aufmischen. Eine weite Anreise für einen kleinen Triathlon. Aber am Ende hat es sich gelohnt.

Die Anreise erfolgte ab Freiburg mit dem Kfz (welch Luxus). Vor Ort dann das übliche: Inspektion des Wettkampfortes, Rad-Check-In, Umziehen, Warmlaufen, Warmschwimmen und START.

Der Start erfolgte in insgesamt vier Wellen mit 20 Minuten Abstand. Irgendwie war ich bei meiner Schwimmprognose recht optimistisch und ich rutschte in die letzte. So hatte ich genügend Zeit mich zu erwärmen. Trotzdem wurde es kurz vor dem Start dann doch noch einmal hektisch. Geschwommen wurden 700 m in einem 50 m Becken. Um die Starter auseinander zu halten, wurden farbige Badekappen verteilt, welche nach dem Schwimmausstieg wieder abzugeben waren, um sie den nächsten Startern zur Verfügung zu stellen. Leider waren diese Kappen dann so nass, dass ich beim Versuch sie über meine zu ziehen immer wieder abrutschte. Irgendwie gelang es mir dann aber doch und ich konnte 60 Sekunden vor dem Start ins Wasser (23,9°C) hüpfen. Nach kurzer Absprache mit den anderen Schwimmern auf meiner Bahn, reihte ich mich etwas weiter hinten ein. Nach der zweiten Bahn dann kurze Panik. Meine Nasenklammer wollte sich von mir verabschieden, und so musste ich kurz pausieren und wieder alles richten. Nach ca. der Hälfte der Distanz dann die erste Überrundung. Also man hat mich überrundet. Ich versuchte kurz im Schwimmschatten zu schwimmen, aber mein Kontrahent war einfach unglaublich schnell. Oder ich einfach nur unendlich langsam?!

Nach 12:50 min konnte ich endlich aus dem Becken steigen. Obwohl es erst mein dritter Triathlon war, klappte der Wechsel wieder ohne Probleme und ich startete nach 01:42 min meine Aufholjagd auf dem Rad. Die ersten Meter führten auf einem schmalen Radweg entlang, auf dem ich mir mit lauten Pfiffen versuchte Platz zum Überholen zu verschaffen. Weiter ging es auf einer gut asphaltierten Straße, welche aber nicht gesperrt wurde und so immer wieder Autos an mir vorbeifuhren. Nach ca. sechs Kilometern dann eine Abbiegung. Ich wollte die gesamte Kurve ausnutzen, um nicht zu viel an Tempo zu verlieren, musste dann aber doch ordentlich bremsen, da ich den Kampf gegen den Transporter auf der Gegenfahrbahn sicherlich verloren hätte. Also wieder anfahren und versuchen das Tempo hoch zu halten. Der Rückweg nach der Wende erfolgte dann etwas schneller. Rückenwind und ein negatives Höhenprofil sorgten für KM-Splits über 40 km/h. Zurück in Stockach erschien sogar kurz die 38,5 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit auf meinem Display. Am Ende absolvierte ich die 20,6 km in 32:14 min (38,3 km/h). Also ein deutlicher Sprung nach Vorne, wenn man die Geschwindigkeit von vor zwei Woche als Vergleich heranzieht. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass die acht Wenden bei der Jenaer Radstrecke nicht förderlich sind. Dafür war die Strecke im Gegensatz zu der in Stockach flach. Also nicht wirklich vergleichbar. Aber das kennen wir ja vom Triathlon ;).

Zurück im Wechselgarten wechselte ich in 53 Sekunden auf die Laufstrecke und dachte gleich am Anfang: „Ich muss sterben.“ Als ob der erste Kilometer nach dem Rad nicht schon schwer genug sei, ging es erst einmal eine steile Rampe hoch. Zum Glück durfte ich dieses Stück dann aber auch wieder runter und so nahm ich doch ein wenig Fahrt auf. Wieder konnte ich einige Teilnehmer aus meiner Startwelle einsammeln und wurde anders als in Jena nicht ein einziges Mal überholt. Insgesamt galt es zwei Runden zu laufen, wobei die zweite durch die Streckenführung etwas kürzer war als die erste. Insgesamt lief ich aber auch in Stockach keinen 4er Schnitt. Aber ich muss ja auch noch Ziele haben ;).

Im Ziel angekommen begrüßte mich Juliregen, welche 20 Minuten vor mir gestartet war. Durch die verschiedenen Startwellen hatte man im Verlauf des Rennens natürlich keine Ahnung über die aktuelle Position und so erwarteten wir mit Spannung die Siegerehrung. Am Ende hat es wirklich für den ersten Altersklassensieg meiner noch jungen Triathlonkarriere gereicht. Überglücklich nahm ich die Urkunde und Medaille entgegen.

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Zusammenfassend war es eine wirklich schöne Veranstaltung. Einziger Kritikpunkt ist die bereits angesprochene nicht abgesperrte Radstrecke. Vielleicht ist es ja üblich, dass im fließenden Verkehr gefahren wird, aber ich finde es trotzdem etwas unverantwortlich. Schön wäre auch, wenn es offizielle Zwischenzeiten gegeben hätte, um die einzelnen Disziplinen zwischen den Athleten zu vergleichen.

Mein dritter Triathlon in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 00:12:50 h 700 m 01:50 min/100 m
Wechsel: 00:01:42 h
Rad: 00:32:14 h 20,6 km 38,35 km/h
Wechsel: 00:00:53 h
Laufen 00:18:01 h 4360 m 04:08 min/km
Gesamt auf der Strecke: 01:03:05
offizielle Gesamtzeit: 01:05:40
Zeit in den Wechselzonen: 00:02:35
Gesamtplatzierung: 6. von 91
AK-Platzierung: 1. von 7