21. Powertriathlon Gera – Sprintdistanz

Nach dem DNS beim Jenaer Duathlon und der damit verbundenen Enttäuschung stand auch lange nicht fest, wie und ob überhaupt der Powertriathlon in Gera bei mir laufen würde. Nachdem ich das hiesige Fachpersonal um Rat bat, stellte sich schnell heraus, dass sich mein Tractus iliotibialis am linken Oberschenkel über die Zeit verkürzt hat und nun bei Belastung aufs äußere Knie drückt. Das klassische Läuferknie. Schmerzhaft, aber mit der Zeit gut therapierbar. Zeit, die ich nicht hatte. Nur zwei Wochen lagen zwischen dem Duathlon und dem ersten Triathlon der Saison. Anfangs war ich sehr optimistisch. Je näher aber der 17.05.15 rückte, desto unsicherer wurde ich, weil die gewünschte „Wunderheilung“ ausblieb.

Ich versuchte die Belastung so gering wie möglich zu halten und so kam ich in den letzten zwei Wochen vor Gera auch nur auf insgesamt 8 h Training. Wobei ich davon 4,5 h im Wasser war. Donnerstag (drei Tage vorm Triathlon) testete ich ein letztes mal das Knie. 1,5 km laufen und 250 m gehen und das Ganze vier mal. Die Schmerzen dabei waren zwar zum Aushalten, ließen mich aber weiter daran zweifeln, dass ich fünf Kilometer nach dem Schwimmen und Radfahren im Wettkampftempo überstehen könnte.

Am Wettkampftag starteten früh um 08:30 Uhr die Damen und Herren der ersten Startwelle des Powertriathlons (OD). Mit dabei war Juliregen, welche ein spannendes Rennen absolvierte und mich damit etwas von meinen „Sorgen“ ablenken konnte. Für weitere Ablenkung sorgten die spontan angereisten Edelgroupies. Eine echte Überraschung. Vielen Dank nochmal für eure Unterstützung.

Mein Start war für 13:30 Uhr angesetzt. Erstmals wurde bei der Volksdistanz zwischen Sprint und Jedermann unterschieden. So kamen laut Startliste auch nur 22 Konkurrenten zusammen (Sprintwertung – für ambitionierte Triathleten und Startpassinhaber).

Schwimmen

Der Start war recht unspektakulär, da wir nur zu sechst auf einer Bahn waren und uns schon im Vorfeld über eine Reihenfolge einigten. Ich sollte als zweites schwimmen und hoffte auf ein wenig Schwimm- bzw. Wasserschatten. Leider konnte ich den aber nur die ersten beiden Bahnen genießen, da das Tempo vom späteren Gesamtsieger Kai Schönbeck einfach zu hoch für mich war. Nach 10:37 min stieg ich aus dem Wasser und war somit elf Sekunden schneller als 2013. Zufrieden könnte ich mit der Zeit sein. Bin es aber nicht so richtig. Gerne wäre ich einen Ticken schneller unterwegs gewesen. Es war halt einfach nicht mehr drin an diesem Tag.

Wechsel

Der Lauf in die Wechselzone lief schon mal ohne Schmerzen. Ein gutes Zeichen. Zum Aufatmen blieb aber keine Zeit, da drei Athleten (plus zwei Junioren) vor mir aus dem Wasser stiegen und ich auf dem Rad möglichst viele davon wieder einholen wollte. Um meine Wechselzeit von 2013 zu verbessern, entschied ich mich gegen Socken und stieg so erstmalig barfuß in meine Radschuhe. Damit sparte ich 40 Sekunden gegenüber 2013 ein.

Radfahren

Auf dem Rad lief es einigermaßen. Im Endeffekt konnte ich mein Ziel aber nicht erreichen, muss aber dazu sagen, dass ich gerade in engen Kurven und an den Wenden viel Zeit verloren habe. Nach einem Sturz im Training war ich hier einfach noch ein wenig blockiert und konnte nicht frei fahren. Auf den Geraden lief es recht gut. Trotzdem machte ich keinen Platz gut. Im Gegenteil. Ich verlor sogar einen.

Wechsel

Als Fünfter mit nur zwei Sekunden zum Vierten stieg ich vom Rad und wechselte 21 Sekunden schneller als 2013 in die Laufschuhe. Insgesamt sparte ich alleine bei den Wechseln also eine gute Minute ein.

Laufen

Aufgrund der für mich recht schwachen Radleistung war der Abstand zum angepeilten Podium relativ groß. Ganze 44 Sekunden lagen zwischen mir und dem zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierten. Natürlich wusste ich das nicht. Durch die mit uns gestarteten Junioren war das Feld sehr unübersichtlich. Es spielte in diesem Moment für mich auch keine Rolle. Ich wollte einfach nur laufen und das möglichst schnell und schmerzfrei.

Insgesamt mussten drei Runden im flachen Hofwiesenpark absolviert werden. Schon nach wenigen hundert Metern konnte ich meinen auf dem Rad verlorenen Platz wieder wett machen. Immer wieder horchte ich ins Knie. Aber da war nichts. Kein Schmerz, der mich behinderte. Also drückte ich weiter aufs Tempo. Kilometerzeiten knapp unter 03:50 min/km stimmten mich zufrieden. Die Groupies am Streckenrand waren sicher nervöser als ich. Wussten sie ja nicht, dass ich schmerzfrei war und frei laufen konnte. Dafür wussten sie im Gegensatz zu mir, auf welcher Position ich mich befand, was die Sache sicherlich noch aufregender machte. Zum Ende der letzten Runde war mir klar, dass ich es bis ins Ziel schaffe. Ich gab nochmal alles und bog auf die Zielgerade ein. Ein herrlicher Moment mal wieder einen Triathlon gefinisht zu haben. Liegt der letzte ja mittlerweile fasst 22 Monate zurück.

Fazit

Unter den Umständen hätte ich mir kaum ein bsseres Comeback vorstellen können. Ich konnte den dritten Platz aus 2013 wiederholen und dann auch noch meine Gesamtleistung deutlich steigern. Vielen Dank nochmal für die Untertützung an der Strecke. Auch wenn ich während des Rennens meistens von außerhalb nichts aufnehme, hilft es ungemein zu wissen, das da jemand ist ;-).

Jetzt freue ich mich auf die weitere Saison. Die nächsten Wettkämpfe sind geplant und das Knie muckt hoffentlich auch bald nicht mehr auf.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:37 min 700 m 01:31,0 min/100 m
Wechsel 1: 01:50 min
Rad: 30:58 min 19,43 km 37,65 km/h
Wechsel 2: 00:48 min
Laufen 19:21 min 5.090 m 03:48,1 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:03:34 h
Gesamtplatzierung: 3. von 17
AK-Platzierung: 1. von 1

Es geht weiter aufwärts

Die ersten zwei Blöcke (Vorbereitungs- und die erste Grundlagenphase) des Trainingsplans für die erste Saisonhälfte sind Geschichte. Die letzte Woche war also eine Ruhewoche, in der am Ende immer ein kleiner Formtest auf dem Programm steht. Juliregen und ich entschieden uns recht kurzfristig das Wochenende in Gera zu verbringen. Wir hofften natürlich auch auf ideale Schwimmbedingungen im altbekannten Hofwiesenbad ;-). Und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Wie so häufig an einem Samstag standen wir pünktlich um 14:30 Uhr am Beckenrand. Insgesamt waren drei der sechs abgeleinten 50 m-Bahnen frei. Trotzdem entschieden wir uns eine Bahn zu teilen, damit wir garantiert nicht gestört werden. Im Vorfeld war ich sichtlich nervös, wollte ich doch endlich unter 15 min auf 1.000 m schwimmen. Endlich die Schallmauer von 1:30 min/100 m knacken. Vor vier Wochen fehlten lediglich sechs Sekunden. Und jetzt? Freie Bahn! Keine Ausreden! Nur eins: Vollgas und hoffen, dass die Arme mitspielen.

Und sie spielten mit. Auch wenn ich nach 300 m dachte, dass sie etwas schlapp machten und ich das Tempo nicht halten könnte, drückte ich ich erste Zwischenzeit nach 7:19,2 min (500 m). Die letzten 500 m vergingen dann wie im Flug. Noch 400, 300, 200, 100 und Schluss. Die zweite Hälfte war mit 7:20,5 ebenfalls mehr als zufriedenstellend. Insgesamt steht nun also eine 14:39,7 min im Buch der persönlichen Bestzeiten :-).

Beim Laufen am nächsten Morgen entschied ich mich gegen einen richtigen Test. Die Beine sollen sich erst langsam wieder an die Geschwindigkeiten gewöhnen. Und so lief ich vorm Frühstück insgesamt 14,5 km auf der originalen Laufstrecke des Powertriathlons. Wobei ich sechs Runden (10 km) in 42:30 min absolvierte.

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es dann auch schon wieder nach Hause. Und weil die Straßen es gut mit uns meinten, blieb sogar noch Zeit für 60 min Rollentraining :-).

Neues Jahr neue Ziele

Nach meiner ersten „richtigen“ Triathlon-Saison im Jahr 2013 könnte man sagen, dass ich in ein Loch viel. Man könnte aber auch sagen, dass ich nach der Off-Saison einfach Probleme hatte mir neue Ziele zu setzen. So begann 2014 recht unspektakulär. Ich lief ab und an in den Jenaer Kernbergen, um ein wenig Abstand zum Schreibtisch zu bekommen. Dieser sollte nämlich in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 mein Platz sein.

Der Abgabe Termin der Bachelor-Arbeit rückte näher und als wäre das nicht Stress genug mit ihm der Auszugstermin und der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. So verlagerte sich mein Lebensmittelpunkt im April in den wunderschönen Süden.

Nachdem die Umzugskartons ganz langsam weniger wurden, entwickelte sich auch bei mir wieder der Wille, mich sportlich zu betätigen. Da Triathleten im Winter gemacht werden, fiel das also schon mal flach ;-). Zum Schwimmen konnte ich mich nur bedingt motivieren und beim Laufen hätte ich einfach zu viel Zeit benötigt, um wieder rein zu kommen ohne eine erneute Verletzung zu riskieren. Was blieb, war das Radfahren. Vorteil dabei war auch, dass ich die neue Umgebung viel besser kennenlernte :-). Am Anfang fuhr ich relativ planlos durch die Gegend. Einfach um wieder eine gewisse Form zu erlangen. Später wollte ich dann aber auch mehr und suchte nach größeren Herausforderungen.

Als Highlights bleiben mir der Schauinslandkönig (Einzelbergzeitfahren), die Staffelteilnahme beim Breisgau Triathlon (Radpart bei der Mitteldistanz) der SURM (Schwarzwald Ultra Rad Marathon) und der Rothaus RiderMan (dreitägiges Etappenrennen) in guter Erinnerung. Ich verzichte an dieser Stelle auf weitere Ausführungen. Hat Juliregen doch wunderschöne Artikel verfasst:

Schauinslandkönig (11,5 km | 800 HM)

Breisgau Triathlon (80 km |1.100 HM)

SURM 2014 (230 km | 4.000 HM)

Rothaus RiderMan Tag 1: Einzelzeitfahren (16 km | 200 HM)

Rothaus RiderMan Tag 2: Radrennen (92 km | 1.350 HM)

Rothaus RiderMan Tag 3: Radrennen (90 km | 1.150 HM)

Abschließend war das Jahr 2014 ein Jahr der Veränderungen. Und auch wenn ich „nur“ Rad gefahren bin, blicke ich auf viele schöne Momente zurück. Im neuen Jahr kehre ich aber wieder zum Triathlon zurück. Wie gesagt: Triathleten werden im Winter gemacht und so wurde für eine erfolgreiche 2015er Saison bereits im letzten Jahr der Grundstein gelegt.

Nach der Off-Saison begann ich wieder alle drei Sportarten regelmäßig zu trainieren. Gerade beim Schwimmen wurde ich für meine Nachlässigkeit bestraft. Besonders die ersten Einheiten waren hier sehr anstrengend und demotivierend. Trotzdem habe ich weiter gemacht und wurde am 29.11.2014 wirklich sehr überraschend nach nur acht Wochen und 20 Einheiten (ca. 15 h) mit einer neuen Bestzeit beim Schwimmtest über 1.000 m belohnt (von 15:28 min auf 15:23 min). Weitere vier Wochen später konnte ich auch diese bereits wieder verbessern (15:06 min). Nie im Leben habe ich damit gerechnet. Vielmehr hatte ich gehofft bis zum Wettkampfstart wieder an meine alte Form anzuknüpfen. Und auch beim Laufen mache ich so langsam wieder Fortschritte :-).

Ich freue mich auf eine neue Triathlon-Saison und wünsche allen Lesern an dieser Stelle noch mal ein frohes neues und vor allem verletzungsfreies Sportjahr 2015.

30. Leipziger Triathlon – Erste Olympische Distanz

Da war er nun, der 28.07.2013. Der Tag, an dem ich meine erste Olympische Distanz im Rahmen des 30. Leipziger Triathlons absolvieren wollte. Lange habe ich auf diesen Tag hingearbeitet und doch wusste ich nicht so richtig, was mich erwartet. Trotzdem ging ich nicht ohne Plan an den Start. Die Zielstellung war das Schwimmen zu überleben, möglichst nah an einen 40er Radschnitt zu kommen und beim Laufen nicht länger als vier Minuten pro Kilometer zu brauchen.

Da es sich beim Leipziger Triathlon für Juliregen und mich um einen Jahreshöhepunkt handelte, nahmen wir uns eine kleine Unterkunft in der Nähe des Kulkwitzer Sees und reisten bereits am Samstag mit dem Auto nach Leipzig. So konnten wir schon am Vortag die Startunterlagen abholen und die Radstrecke mit dem Kfz nochmals sichten.

Am Abend ging es dann zeitig ins Bett, um am Wettkampfsonntag dann noch zeitiger am Ort des Geschehens zu sein. Vielleicht sind drei Stunden vorm Start wirklich bisschen früh, aber so hat man wenigstens genügend Zeit, um sich auf alles vorzubereiten.

So perfekt die Vorbereitung auch vonstatten geht, so hat man keinen Einfluss auf das Wetter. Vorhergesagt waren 38°C zwischen 11 und 14 Uhr (Start: 11:05 Uhr). Glücklicherweise blieben wir aber verschont und so kletterte das Thermometer „nur“ auf 30°C.

Schwimmen

Bereits am Vortag die Meldung: „Mittlere Wassertemperatur um 23:55:00 – 25 Grad. Neopren ist nicht wird nicht erlaubt.“ Da hatte ich Glück im Unglück, hing der Neoprenanzug doch zur Abfahrt bereit an der Garderobe in Jena.

Pünktlich um 11 Uhr starteten die 200 Teilnehmer mit Lizenz und den roten Badekappen. Anschließend wurden die 400 Athleten ohne Startpass ins Wasser gelassen. Ich schwamm mich kurz ein und sortierte mich in die zweite Startreihe, da ich davon ausgegangen bin, dass die guten Schwimmer in der ersten Startwelle vertreten waren.

Der Start erfolgte aus dem Wasser heraus, was die Sache gerade am Anfang deutlich entspannter machte. Kaum Gekloppe und auch ansonsten kam ich gut weg und fand meinen Rhythmus.

Geschwommen wurde ein kleiner Dreieckskurs mit insgesamt drei Bojen, welche wirklich gut sichtbar aus dem Wasser ragten. Highlight vom Schwimmen war ein ca. ein Meter langer Fisch, welcher kurz vorm Ende unter mir schwamm. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich hatte keine Probleme und kam nach 25:41 min aus dem Wasser.

Insgesamt war dies die 19. Schwimmzeit von allen Startern der Olympischen Distanz, worauf ich schon ein bisschen stolz bin, zumal ich die letzten drei Wochen nur sehr spärlich schwimmen war, da die örtlichen Gegebenheiten es nicht wirklich zuließen. Mein Ziel das Schwimmen lediglich zu überleben konnte ich somit mehr als übererfüllen :-). Aber das Rennen fing ja auch erst an.

1. Wechsel

Schon der Schwimmausstieg war ein Traum. Rechts und links die jubelnden Zuschauer. Gänsehaut pur. Angekommen in der Wechselzone fand ich schnell mein Rad und wechselte ohne Probleme. Vergleicht man die Wechselzeiten mit anderen Startern habe ich hier aber noch Potential ;-).

Rad

Auf dem Rad konnte ich von Anfang an ordentlich Druck machen und bereits nach der ersten von vier Radrunden zeigte mir mein Garmin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h an. Diesen Schnitt wollte ich natürlich halten. Dazu musste ich gerade auf dem Stück mit Gegenwind hart arbeiten. Glücklicherweise gibt es bei einem Rundkurs dann aber auch immer ein Stück mit Rückenwind, auf dem die verloren gegangene Zeit wieder eingeholt werden muss.

Was der Fisch beim Schwimmen war, war beim Radfahren Maik Petzold. Als dieser mich als Führender überrundete, fragte er mich, wie viele Runden denn zu fahren seien. Im ersten Moment war ich sehr verwundert, welcher Depp sich denn nun wieder mit seiner Zeitfahrmaschine beschwert, da ich die Frage zunächst nicht verstand. Erst als er vorbei war, realisierte ich,  wer mich da von der Seite anquatschte :-).

Am Ende meiner 2. Runde konnte ich in einer kleinen Gruppe, welche nebeneinander fuhr, Marcus ausmachen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn so früh überrunden kann und so motivierte dies natürlich zusätzlich. Ein kurzer Gruß und ab ging die Post. Mit 50,1 km/h erreichte ich hier (natürlich bei Rückenwind) meine Höchstgeschwindigkeit. Danke dafür ;-).

Auch am Ende von Runde drei war mein Schnitt noch knapp über 40 km/h. Es wurde aber schwerer und so konnte ich das Tempo nicht mehr ganz so hoch halten. Gefühlt war natürlich der Wind schuld, welcher nun stärker von vorne und dafür weniger von hinten wehte. In Wirklichkeit war ich aber am Limit und konnte einfach nicht schneller. Auf dem letzten Stück fuhr ich mit deutlich weniger Druck, um die Beine zu lockern. Schließlich lagen noch knapp 10 km Laufstrecke vor mir. Am Ende reichte es dann zumindest für einen guten 39er Schnitt auf der 42,45 km langen Radstrecke, welche durch die vielen Starter ab Runde zwei doch recht voll war. So musste ich die meiste Zeit links fahren und war froh, wenn ich mal nicht überholen musste und einfach nur fahren konnte.

2. Wechsel

Beim Checkin prägte ich mir die Laufwege gut ein und so fand ich schnell meinen Platz. Alles ohne Probleme und für meine Verhältnisse recht zügig. Am Ausgang der Wechselzone drückte ich meine Uhr und startete die Aufzeichnung.

Laufen

Ich kam auf den ersten Metern recht gut rein. Kein Geeiere, keine Krämpfe und auch sonst lief es zunächst wirklich gut. Die ersten 500 m mit einer Pace von 03:52 min/km. Dieses Tempo konnte ich aber nicht halten und so waren die zweiten 500 m mit 04:22 min/km (inkl. kleiner Anstieg) schon deutlich langsamer. Auch im weiteren Verlauf wurde ich langsamer. Keine Ahnung, woran es lag. Ich war einfach platt. Die Beine schwer wie Blei. Immer wieder versuchte ich das Tempo zu erhöhen, um dem Einbruch entgegenzuwirken. Doch es half nicht.

leipziger-triathlon_2013-07-28_13-04-45_rb_L (max. 3000px)_598697Wahrscheinlich war die angesetzte Pace nach dem anstrengenden Radfahren einfach zu hoch. Vielleicht hätte ich langsamer anlaufen sollen. Vielleicht war es auch zu warm. Alles Spekulationen. Fakt ist, dass ich mit dem Tempo nicht glücklich war. 04:34 min/km sind für mich einfach enttäuschend. Gerade weil es im Training deutlich besser lief.

Mal sehen, was die Zukunft noch bringt. Wäre schon schön, wenn ich das mit dem Bein endlich in den Griff kriege. Ich laufe gerne und gerne würde ich auch wieder schnell laufen.

Fazit

Da ich eigentlich vom Laufen komme und erst seit weniger als einem Jahr strukturiert alle drei Disziplinen trainiere, bin ich vor allem mit der Schwimm- und Radleistung sehr zufrieden. Beim Laufen hapert es ein wenig. Ich denke, dass ich hier größere Umfänge brauche. Leider war das in der Vergangenheit auf Grund von Shin-Splint am rechten Bein aber nicht möglich.

Ansonsten war der Leipziger Triathlon ein würdiger A-Wettkampf. Der perfekte Höhepunkt für meine erste Triathlonsaison. Sollte es sich ergeben, werde ich sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen: 00:25:41 h (19) für 1550 m 01:39,4 min/100m
Wechsel: 00:01:47 h (169)
Rad: 01:04:23 h (36) für 42,45 km 39,56 km/h
Wechsel: 00:01:04 h (89)
Lauf 2: 00:43:40 h (97) für 9.56 m 04:34,1 min/km
offizielle Gesamtzeit: 02:16:35 h
Gesamtplatzierung: 38. von 454
AK-Platzierung: 10. von 48

27. Apoldaer Triathlon – Sprintdistanz

Nachdem ich den ersten A-Wettkampf der Saison mit dem Powertriathlon in Gera erfolgreich absolviert habe, steht auch schon der nächste WK dieser Kategorie in den Startlöchern. Gemeint ist natürlich meine erste Olympische Distanz im Rahmen des Leipziger Triathlons am 28.07.2013. Macht summa summarum elf Wochen Training zwischen beiden A-Wettkämpfen. Zieht man eine Woche Regeneration nach dem Triathlon in Gera ab, so bleiben noch genau zehn Wochen für die effektive Vorbereitung. Nach Friel also zwei Aufbauphasen – wobei die zweite anstatt vier nur aus drei Wochen besteht – zwei Wochen Höchstleistungsphase und dann auch schon die Wettkampfwoche.

Die ersten vier Wochen der Vorbereitung sind Geschichte und wer Friels Methodik kennt, der weiß, dass am Ende der Aufbauphasen immer ein Leistungstest ansteht. Dieser wurde dieses Mal nicht im Wohnzimmer auf der Rolle absolviert, sondern fand im Rahmen des 27. Apoldaer Triathlons statt.

Bereits im letzten Jahr waren Juliregen und ich vor Ort. Teilgenommen hatte ich damals aber nicht. Ich war einfach noch nicht infiziert vom Triathlonfieber – jetzt hingegen schon. Das Streckenangebot sah eine Volksdistanz (0,4/10/2,5) und eine Sprintdistanz (0,75/20/5) vor. Wir meldeten für die Sprintdistanz.

Das Teilnehmerfeld war im Vergleich zum Powertriathlon in Gera (hier gab es neben der Sprintdistanz die Olympische als Hauptwettkampf) natürlich stärker besetzt und so freute ich mich auf den Start und die bevorstehenden Zweikämpfe.

Wie immer reisten wir sehr früh an, um uns einen Überblick zu verschaffen. Außerdem hatte ich so auch genügend Zeit mich über meine Startnummer zu wundern. Ich guckte nämlich nicht schlecht, als ich die Nummer 1 bekam. Warum? Weshalb? Wieso? Ich habe keine Ahnung. Vorjahressieger Lars Erik Fricke bekam die Nummer 4. Tauschen wollte er aber nicht ;-). Obwohl es nur eine Nummer ist, war es schon ein komisches Gefühl.

Schwimmen

Nachdem die Welleneinteilung und der Rad-Checkin erst sehr spät erfolgte, blieben Juliregen lediglich 45 min für Rad-Checkin, Umziehen, Erwärmung und Neoankleide. Ich hingegen konnte ihr zumindest bis zu ihrem Start noch helfend zur Seite stehen, da ich eine halbe Stunde nach den Frauen und der >M45 mit der zweiten Welle ins Becken gelassen wurde.

Geschwommen wurde im Apoldaer Freibad auf einer 50 m Bahn. Die Bahn konnte man sich aussuchen und da drei meine Lieblingszahl ist, fiel die Wahl nicht schwer. Wie immer erfolgte vor dem Start die Absprache mit den anderen Schwimmern. Die schnellsten meinten elf Minuten zu brauchen und so wollte ich das Feld eigentlich anführen. Eigentlich. Nach dem Startschuss wurde es dann wie erwartet sehr eng. Es war mehr so ein 50 m-Sprint bis hin zur ersten Wende. Dort konnte ich mich aber durchsetzen und so platzierte ich mich erst einmal an der Spitze des 10-köpfigen Feldes. Immer wieder und gerade nach den Wenden spürte ich die Hände von meinen Verfolgern an meinen Füßen. An ein kontrolliertes Vornewegschwimmen war also nicht zu denken. Nach ca. der Hälfte der Strecke konnte ich das Tempo vorne nicht mehr hoch genug halten und ließ zwei passieren. Ab dem Zeitpunkt wurde es dann auch richtig voll. Die Überrundungen begannen. Es gab Tritte und Schläge. Der reinste Kampf. Trotzdem behielt ich den Anschluss und musste im Schwimmschatten nicht das letzte aus mir herausholen.

Nach 10:49 min drückte ich meine Uhr ab und kletterte aus dem Wasser. Diese Zeit entspricht auf die Sekunde genau der Schwimmzeit beim Powertriathlon in Gera. Mit dem Unterschied, dass dort nur 700 m geschwommen werden mussten, dafür aber ohne Neo und mit weniger Gedrängel.

T1

Da es mein erster Triathlon war, in dem ich mit Neo schwamm, machte ich mir im Vorfeld schon Gedanken darüber, wie ich diesen am schnellsten ausbekomme. Die Zeitnahme erfolgte mit zwei Chips am Fußgelenk und so hatte ich ein bisschen Sorge mich damit zu verheddern. Trotzdem wollte ich nicht die Zeit opfern diese erst ab und dann wieder ran zu machen. Im Laufe des Schwimmens halbierte sich die Sorge, da ich mit dem Chip, welcher am rechten Fußgelenk befestigt war, in der Leine hängen blieb und dieser auf den Grund des Beckens sank. Komischerweise kam ich dann beim Wechsel mit dem linken Bein leichter aus dem Neo als mit dem rechten. Dann das übliche Prozedere: Socken, Radschuhe, Startnummernband, Helm und Brille. Alles im allem gab es aber keine Probleme und ich konnte nach 01:58 min auf die Verfolgung gehen.

Rad

Insgesamt müssen sieben Athleten aus meinem Wettkampf und acht Junioren, welche nicht in meiner Wertung waren und von denen fünf am Ende eine zwei Minuten Zeitstrafe bekamen, weil sie 100 m weniger schwammen als sie eigentlich sollten, vor mir gewesen sein.

Die Radstrecke ist eigentlich schnell erklärt. Erst 125 HM rauf dann ein Stückchen flach bis wellig mit Rückenwind bis wieder ein kleiner Anstieg kommt, auf dessen Spitze dann die Wende ist. Und das Ganze im Eiltempo (was man so Eiltempo nennt) und Gegenwind wieder zurück.

Im Detail dann aber doch nicht ganz so einfach, wie sich bei der Abfahrt herausstellte. Vor der Abfahrt kommt aber der Anstieg, welchen ich in gefühlter Schrittgeschwindigkeit in Angriff nahm. Vor mir konnte ich eine Gruppe von vier Mann ausmachen. Diese kreiselten in aller Seelenruhe und gaben sich somit gegenseitig immer wieder Windschatten. Nachdem ich auf gleicher Höhe war, äußerte ich kurz meinen Ärger über dieses unsportliche Verhalten und zog weiter. Jetzt musste ich ordentlich Druck machen. Gebe ich doch auch einen prima Windschatten ab. Also Kette rechts und ab dafür. Ich hörte wie einer zwei Gänge schaltete und wohl versuchte sich dranzuhängen. Ein kurzer Blick nach hinten und es war aber klar, dass keiner die Attacke mitgehen konnte.

Nach der Wende dann der Wind. Ich versuchte mich so klein wie möglich zu machen und das Tempo hochzuhalten. Bis es zur Abfahrt ging, sammelte ich noch zwei ein, welche sich aber im sicheren Abstand an mich hängten.

Extraschleife

Extraschleife

Dann das Missgeschick des Tages: Auf der Abfahrt galt es zwei Kreisverkehre, welche von Polizisten gesichert wurden, zu durchfahren. Leider fühlten sie sich nicht verpflichtet uns den Weg mitzuteilen. Bei Kreisverkehr Nummer eins kam die Antwort auf die Frage nach der Ausfahrt leider etwas zu spät und so fuhr ich eine kleine Extraschleife. Mein Verfolger fuhr gerade weiter, drehte dann aber auch um, weil er sich ebenfalls nicht sicher war. Als ich ihm dann wieder entgegen kam, war dieser sichtlich verärgert. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, wie so etwas passieren kann. Es gab weder Markierungen auf der Straße noch Schilder, die die richtige Ausfahrt zeigten. Einfach nur schade.

Durch den Verfahrer verfehlte ich dann auch offiziell den 37er Radschnitt, was jetzt aber auch nicht soooo schlimm ist. Laut Ergebnisliste waren sechs Männer und einer aus der Juniorenwertung schneller als ich unterwegs. Damit kann ich leben :-).

T2

Zurück in der Wechselzone fand ich schnell meinen Platz und konnte nach nur 54 Sek auf die Laufstrecke.

Lauf

Da ein Triathlon immer in der Nähe vom Wasser stattfinden muss, bestand die Laufstrecke zu ca. 50 % aus hügeligen Wiesen. Die restlichen 50 % galt es auf Parkwegen zurückzulegen. Die ersten Meter berghoch musste ich wieder vorsichtig laufen, da die linke Wade drohte zu krampfen. Gleiches Spiel wie beim Duathlon also. Zum Glück beruhigte diese sich aber schnell und ich versuchte Druck zu machen. Nach der ersten von zwei Laufrunden feuerte mich Juliregen, welche bereits im Ziel war, an. So schaffte ich es an den vor mir Laufenden dranzubleiben. Am letzten Anstieg konnte ich nochmals das Tempo erhöhen und ging vorbei. Dann nur noch ein Stück bergab. Hier ging ich volles Risiko, um den Vorsprung zu vergrößern.  Am Ende war es aber auch ein Junior, welcher dann auch noch mit einer zwei Minuten Zeitstrafe vom Schwimmen belastet wurde. Egal. Ich hatte Spaß.

Insgesamt sind nur fünf (plus vier Junioren) schneller als ich gelaufen und so konnte ich am Ende mit dem sechsten Gesamtplatz doch recht zufrieden sein. Würden die Junioren mit in die Gesamtwertung einfließen wäre es Gesamtplatz neun geworden.

Siegerehrung - Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Siegerehrung – Sprintdistanz Apoldaer Triathlon 2013

Fazit

Der Apoldaer Triathlon ist eigentlich eine feine Veranstaltung. Leider war die Organisation ein wenig überfordert. Ein im Vorfeld detaillierter Zeitplan wäre schon schön gewesen. So spart man sich wenigstens das ständige Nachgefrage, ob man denn das Rad schon einchecken kann und wann dann endlich die Welleneinteilung stattfindet. Was allerdings nicht geht, ist eine unzureichend markierte Radstrecke. Hier sollte im Hinblick auf’s nächste Jahr dringend was getan werden.

Alles in Allem aber eine Veranstaltung, die ich gerne wieder besuchen würde. Ein großes Lob auch an den Laufservice-Jena, welcher wieder für die Zeitnahme verantwortlich war und eine zeitnahe Siegerehrung ermöglichte.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:49 min 750 m 01:26,5 min/100 m
Wechsel 1: 01:58 min
Rad: 31:33 min 18,77 km 36,86 km/h
Wechsel 2: 00:54 min
Laufen 19:48 min 4.830 m 04:06,0 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:04:02 h
Gesamtplatzierung: 6. von 50
AK-Platzierung: 1. von 6

19. Powertriathlon Gera – Volksdistanz

PowertriathlonAm letzten Sonntag hatte das Warten endlich ein Ende. Mit dem Powertriathlon in Gera startete ich in die Triathlonsaison 2013. Es standen 700 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen auf dem Plan. Eine kurze Angelegenheit, bei der man sich kaum Fehler erlauben darf. Nachfolgend mein kleiner Bericht aufgegliedert nach den einzelnen Disziplinen.

Schwimmen

Der Start erfolgte 14:45 Uhr im 50 m Becken des wohl temperierten Hofwiesenbades (27°C). Für die 700 m plante ich ca. 11 Minuten ein. Nach kurzer Absprache durfte ich das neunköpfige Feld auf meiner Bahn anführen. Wie man in dem Video sehen kann (dritte Bahn von oben), schwamm ich zügig an, um Gedränge aus dem Weg zu gehen. Ich hoffte, dass ich niemanden überrunden musste. Leider war das nicht der Fall. Trotzdem kam ich gut durch und konnte mein Tempo schwimmen. Nach 10:49 min stoppte ich meine Uhr und kletterte aus dem Becken.

Wechsel 1

In der Wechselzone versuchte ich so schnell wie möglich in meine Socken und Radschuhe zu schlüpfen. Dann noch Helm auf, Startnummer um und ab auf die Radstrecke. Im Vorfeld hatte ich mir immer wieder Gedanken gemacht, ob ich mir nicht eventuell noch was über den Einteiler ziehe. Am Ende entschied ich mich dagegen und trotz der 12°C war es nur die ersten paar Meter etwas frisch auf dem Rad.

Rad

Angekommen am auf dem Asphalt aufgemaltem Balken startete ich mein Garmin und sprang aufs Rad. Nun galt es die insgesamt 4 Runden und 8 Wenden schnellstmöglich zu absolvieren. Die Strecke war durch die vor uns gestarteten Staffeln nicht leer und so hatte ich keine Ahnung, an welcher Position ich mich befand. Als dann aber noch vor der ersten Wende ein Motorrad vor mir auftauchte, welches bis zum Schluss auch nicht wieder verschwand, musste ich wohl der Führende gewesen sein. Na ja bei 72 Startern der ersten Welle, von denen die Hälfte Frauen und fast der gesamte Rest vereinslos war, sollte man die Leistung aber auch nicht überbewerten. Egal ich hatte freie Fahrt und das war schön. Nach exakt 30:55 min erreichte ich wieder den Balken.

Auf der Radstrecke mit dunklen Wolken. Zum Glück blieb es aber trocken.

Auf der Radstrecke mit dunklen Wolken. Zum Glück blieb es aber trocken.

Und am Ende war er doch schneller als ich ;).

Und am Ende war er doch schneller als ich ;-).

Wechsel 2

Dieser begann eigentlich schon auf dem Rad, da ich ca. 20 m vor dem aufgemalten Balken abstieg und es vorzog die Strecke in meinen Klickschuhen zu laufen. Grund waren Markierungslinien, welche ich fehlinterpretierte. In der Wechselzone angekommen suchte ich wie wild meinen Platz. Dadurch, dass sich die 2. Welle noch im Wasser vergnügte, war die Wechselzone voll mit Rädern. Zum Glück stand ich aber in der richtigen Reihe und fand dann auch meine Sachen. Also schnell das Rad einhängen und rein in die Laufschuhe.

Laufen

Anders als noch beim Duathlon krampften meine Waden nicht und ich konnte ohne Probleme auf die erste von drei Laufrunden gehen. Auch mein Magen machte mir keine Probleme. Trotzdem schaffte ich es nicht mein Tempo hoch zu halten. Immer wieder zeigte mir meine Polar eine Pace von um die 04:00 min/km. Ich wollte doch schneller! Aber es ging nicht. Gerade an den kleinen Erhebungen wurden die Beine schwer und ich musste kämpfen bergab wieder in Fahrt zu kommen. Meine Glasbeine hielten zwar und auch im Nachhinein habe ich keine Schmerzen, trotzdem fehlten mir wahrscheinlich ein paar Laufkilometer im Training. Ich hoffe, dass ich dieses Defizit bis zur Olympischen Distanz beim Leipziger Triathlon Ende Juli beheben kann. Ansonsten werden die 10 km sicher die Hölle.

Fazit

Insgesamt konnte ich meine Startwelle gewinnen. Wie gesagt, war das aber auch nicht all zu schwer, da die bekannten Namen alle in die zweite Welle einsortiert wurden. Sodass das Feld dort wesentlich stärker besetzt war. Gesamtsieger wurde wie im letzten Jahr David Hoffmann vom TSV 1880 Gera-Zwötzen e.V. in 01:02:22 h. Ansonsten war nur noch Franz Schöps vor mir und so durfte ich bei der Siegerehrung meinen ersten kleinen Tria-Pokal in Empfang nehmen.

Siegerehrung des Volkstriathlons. Der vierte Platz war nicht anwesend. Am Ende wurde er disqualifiziert. Hatte er doch einfach eine Laufrunde ausgelassen.

Siegerehrung des Volkstriathlons. Der vierte Platz war nicht anwesend. Am Ende wurde er disqualifiziert. Hatte er doch einfach eine Laufrunde ausgelassen.

Zum Abschluss noch ein großes Lob an die Organisation. Fast alles klappte reibungslos und Probleme wurden professionell behoben. Ich hatte beispielsweise meinen Startnummernaufkleber für den Helm zu Hause im Startnummernbeutel vergessen. Kein Problem. Man bastelte mir einen formschönen Ersatz.

Und wie üblich zum Abschluss der Wettkampf in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 10:49 min 700 m 01:32,7 min/100 m
Wechsel 1: 02:30 min
Rad: 30:55 min 19,64 km 38,12 km/h
Wechsel 2: 01:09 min
Laufen 20:18 min 5.080 m 03:59,8 min/km
offizielle Gesamtzeit: 01:05:41 h
Gesamtplatzierung: 3. von 86
AK-Platzierung: 1. von 17

25. Jenaer Duathlon

Mittlerweile war es mein dritter Start in drei Jahren auf der Volksdistanz (5/20/2,5) beim Jenaer Duathlon. Anders als in den beiden Jahren zuvor befand ich mich aber mitten in der Vorbereitung für meine erste richtige Triathlon-Saison. Ich ging also nicht unbedingt mit den schlechtesten Voraussetzungen an den Start. Zumindest fühlte ich mich besser vorbereitet als in den Vorjahren.

Nach dem langen Winter war sicherlich nicht nur ich froh, endlich wieder draußen in kurz-kurz unterwegs sein zu können. Aber was war das? Die Wetterprognose für das Duathlon-Wochenende versprach Regen am Samstag und lediglich 11°C am Wettkampfsonntag. Also nix mit kurz-kurz. Stattdessen wählte ich einen TriSuit, welchen ich mit einem kurzärmligen Unterhemd, Armlingen und Kompressionssocken kombinierte. Eine – wie sich rausstellte – perfekte Kombi.

Zusammen mit Juliregen, die in diesem Jahr ihr Debüt beim Duathlon gab, traf ich früh genug am Schauplatz ein, um die Unterlagen in Empfang zu nehmen, das Rad einzuchecken und mich warmzulaufen. Da der Veranstalter sich dazu entschloss die Wechselzone und den Zieleinlauf zu verändern, brauchten wir allerdings eine gewisse Zeit um uns zurecht zu finden. Das Ziel befand sich nun außerhalb des Stadions, was meiner Meinung nach alles andere als eine Verbesserung darstellte. Aber das ist ein anderes Thema.

Nachdem die Wettkampfbesprechung sehr spärlich ausfiel, starteten wir fünf Minuten verspätet. Die ersten fünf Kilometer teilten sich in zwei Runden, wobei wir am Ende jeder Runde durchs Stadion laufen mussten. Somit hatte man die Möglichkeit zu sehen, an welcher Position man sich befindet bzw. wie weit der Abstand zu den Vorderleuten ist.

Gefühlt war das erste Laufen kein Problem. Mit einem Schnitt von 03:48 min/km bin ich auch echt zufrieden. Dass es am Ende vielleicht doch etwas fix war, zeigt der Puls, welcher einfach zu hoch war, den ich aber während des Laufens ignorierte. Beim zweiten Laufen bekam ich dafür dann die Quittung. Dazwischen liegt aber bekanntlich das Radfahren.

Der Wechsel lief ohne Probleme und so kam ich trotz der Handschuhe schnell in meine Radschuhe. Fix noch Helm und Brille auf. Kurz überlegt, ob was fehlt und auf geht’s Richtung Schnellstraße. Alles in allem ein Unterfangen von gerade mal 56 Sekunden.

Auf der Radstrecke sollte dann die Post abgehen. Mein Ziel war ein Schnitt von 38 km/h. Insgeheim hoffte ich schneller fahren zu können als bei meinem letzten Triathlon in Stockach (38,35 km/h). Die Bedingungen waren ideal. Kein Wind, kein Regen und die Straße war ebenfalls getrocknet. Trotzdem drückten die insgesamt sechs Wenden den Schnitt ordentlich nach unten. Im Vergleich: Stockach hatte eine Wende.

Der Weg vom Stadion zur Schnellstraße, welche wie im letzten Jahr halbseitig gesperrt wurde, war schnell erledigt. Und da sah ich auch schon eine Gruppe vor mir fahren. Ich brauchte nicht lange, um heranzufahren und in einem Husch verbeizuziehen. Nach der ersten Wende stellte ich dann aber fest, dass sich hinter mir eine Traube bildete, welche ich bis zum Schluss nur bedingt abhängen konnte. Die Kampfrichter sprachen zwar Verwarnungen aus, doch hätte ich mir an dieser Stelle ein härteres Durchgreifen gewünscht.

Dann eine Situation, über die ich mich immer noch aufregen könnte: Neben mir höre das Summen der hohen Felgen einer Zeitfahrmaschine. Langsam quält sich der Fahrer an mir vorbei und setzt sich direkt vor mich. Aber anstatt das Tempo hochzuhalten, wurde er langsamer. Ich stellte also die alte Reihenfolge wieder her. Nach der dritten Wende dasselbe Spiel. Wieder quält er sich vorbei und kann das Tempo nicht halten. An den Wenden und bei kurzem Schulterblicken, konnte ich ihn immer wieder sehen. Ich behaupte einfach mal: Hätte er sich während des Rennens in meinem Windschatten nicht ausgeruht, dann wäre er auch nicht in der Lage gewesen, das Tempo mitzugehen. Einfach nur zum Aufregen. Nach der letzten Wende ließ ich ihn und einen weiteren Konkurrenten dann gewähren, um meine Beine etwas zu lockern und mich auf’s zweite Laufen vorzubereiten. Am Ende erreichte ich einen Schnitt von 38,43 km/h. Insgesamt konnte ich auch einige Plätze gut machen. Wie viele es genau waren, kann ich aber nicht sagen, da es durch Überrundungen und die fünf Minuten vor uns gestarteten Junioren einfach zu unübersichtlich war und auch in der Ergebnisliste einige Zwischenzeiten fehlen.

Zurück in der Wechselzone war mein Ständer besetzt. Kurze Verwirrung. Aber trotz des kleinen Zwischenfalls lief der zweite Wechsel ebenfalls ohne Probleme und war nach 44 Sekunden auch schon wieder Geschichte. Als ich mich dann auf die abschließende Runde begab, merkte ich schon auf den ersten Metern, dass ich vorsichtig laufen muss. In meinen Waden bahnte sich ein ordentlicher Krampf an. Somit musste ich die Traube von der Radstrecke ziehen lassen. Egal. Hinter mir war’s ruhig und so ging ich kein Risiko ein. Als ob krampfende Waden nicht schon ausreichen würden, bekam ich zusätzlich Probleme mit dem Magen. Vielleicht hatte ich Hunger, vielleicht war es zu kalt, vielleicht wirkten sich aber auch die zu schnellen ersten fünf Kilometer aus. Ich weiß es nicht. Auch im Nachhinein kann ich mir nicht erklären, warum ich im Vergleich zu dem, was ich eigentlich laufen kann, soooooo langsam war. Ich weiß nur, dass ich mich gequält habe und der Schnitt von 04:08 min/km harte Arbeit war.

Zusammenfassend war es für mich ein gelungener Saisoneinstieg. Ich konnte mich im Vergleich zum Vorjahr wieder steigern und sicherte mir einen Platz in den Top 10. Zur Veranstaltung an sich muss ich sagen, dass die Organisation etwas wirr erschien. Es sah so aus, als wüsste niemand so richtig Bescheid. Die Ausschreibung stimmte nicht wirklich mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein. Der Zieleinlauf war ungünstig platziert. Und trotz Windschattenverbots wurde nicht durchgegriffen. So nun aber genug gemeckert, es gibt auch Positives zu berichten: Die Laufstrecke war nämlich sehr gut markiert. Die Radstrecke fast exakt vermessen. Und durch längere Runden auf der Schnellstraße wurden auch zwei Wenden im Vergleich zu den Vorjahren eingespart, was sich natürlich positiv auf die Durchschnittsgeschwindigkeit auswirkt.

Bei zehn Euro Startgebühr kann man eigentlich auch nicht meckern. Und so haben besonders die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein ganz großes Dankeschön verdient.

Mein 25. Jenaer Duathlon in Zahlen (Ergebnisse):

Lauf 1: 00:19:57 h 5,26 km (3:48 min/km)
erster Wechsel: 00:00:56 h
Rad: 00:30:53 h 19,78 km (38,43 km/h)
zweiter Wechsel: 00:00:44 h
Lauf 2: 00:10:21 h 2,50 km (4:08 min/km)
offizielle Gesamtzeit: 01:04:05 h
Gesamtplatzierung: 8. von 62