38. Rhein-Volkslauf 2015

Bis Ende Januar lief alles nach Plan. Die Schwimmform passte, die Laufform war auf einem guten Weg und Radfahren kann ich ohnehin recht ordentlich. Was dann aber folgte, waren mehrere Wochen der Ruhe. Ruhe, die ich nicht wollte. Ich war motiviert und wollte nach der ersten Grundlagenphase einfach weiter trainieren. Leider kriegt man nicht immer das, was man will.

Gleich zweimal erwischte es mich. Beim ersten Mal waren es „nur“ die Nasennebenhölen, welche mal wieder um Aufmerksamkeit bettelten. Beim zweiten Mal dann wieder die NNH und ein Infekt, der mich mehrere Tage jämmerlich ans Bett fesselte. Da war sie dahin, die perfekte (verletzungs- und krankheitsfreie) Saisonvorbereitung. Es war mehr als demotivierend zu sehen, wie die Form wieder verschwand. Aber egal. Die Talfahrt scheint überstanden und ich trainiere wieder nach Plan.

Bei Juliregen (wir trainieren zusammen den gleichen Plan) hatte sich ein 10 km-Test nach der ersten Aufbauphase in den vergangenen Jahren als sinnvoll erwiesen. Und so kam es, dass ich zusammen mit ihr am 38. Rhein-Volkslauf in Maximiliansau teilnahm. Zehn Kilometer auf flacher, asphaltierter und vermessener Strecke. Ein Formtest, der mir vor allem zeigen sollte, wo ich nach den Krankheitsphasen stehe.

Das Starterfeld war wirklich gut besetzt und so musste ich nur die letzten drei bis vier Kilometer alleine gegen den Wind laufen. Zu meiner Freude konnte ich mich am Anfang zurück halten, so dass ich am Ende sogar einen negativen Splitt schaffte.

Am Ende speicherte die V800 eine 37:58 min für 10 km. Bis zum Ziel waren es dann aber noch ein paar Meter und so beendete ich mit 38:29 min das Rennen.

In den nächsten Wochen warten dann weitere Highlights. Beim Jenaer Duathlon werde ich mich mal auf der langen Strecke probieren (aus dem Training heraus) und anschließend zwei Wochen später beim Powertriathlon auf der Sprintdistanz versuchen aufs Treppchen zu kommen oder zumindest meine Zeit aus dem Jahr 2013 ein wenig zu verbessern.

Zusammenfassung:

Zeit: 00:38:29 h

Gesamtplatz: 26. von 382

AK-Platz: 9. von 24

(Ergebnisse)

Strecke bei GPSies.de

Bericht Juliregen

Saisonabschluss 2012

Mit dem letzten Wochenende in Dresden und dem dort absolvierten 10 km Lauf im Rahmen des 14. Dresden Marathons ist für mich die Saison nun auch offiziell beendet. Inoffiziell fand der Abschluss bereits im September mit der Rieselfeldmeile statt. Nur wusste ich das damals noch nicht ;).

Bevor ich aber zum eigentlichen Thema, nämlich dem 10 km Lauf in Dresden komme, noch ein paar Worte vorweg. In meinem letzten Beitrag berichtete ich von meinem AK-Sieg bei der Volksdistanz des Stockacher Triathlons. Nur einen Tag später stand schon wieder ein Wettkampf an – die Rieselfeldmeile. Dabei handelt es sich um eine flache und exakt vermessene 5 km Strecke kreuz und quer durchs Rieselfeld in Freiburg. Im letzten Jahr begleitete ich hier Juliregen zur PB über die 5 km Distanz. In diesem Jahr wollte ich selbst sehen, was über die 5 km möglich ist, damit ich in meiner Rubrik Glanzleistungen auch eine offizielle Bestzeit eintragen kann. Die 20:05 min vom Jenaer Triathlon 2011 waren ja auch nicht mehr als nur ein Platzhalter ;).

© PULZ / Look4 Quelle: http://kurzlink.de/Die-Meile

© PULZ / Look4 Quelle: http://kurzlink.de/Die-Meile

Das Rennen in Freiburg begann wie jedes Jahr bereits vor dem Start. Die Plätze in den ersten Reihen sind heiß begehrt. Heiß wurde es dann auch nach dem Startschuss. Die Massen preschten los und Körperkontakt  ließ sich nicht immer vermeiden. Nach der Startphase sortierte sich das Feld aber schnell und ich konnte relativ frei laufen. Am Ende wurde ich wie geplant mit einer neuen PB belohnt (18:15 min), welche in Zukunft aber sicher noch verbessert werden kann.

In den darauf folgenden Wochen wollte ich mich, um die Saison abzurunden, weiter aufs Laufen konzentrieren, damit ich in Dresden eine vernünftige Zeit – ja vielleicht auch PB – laufen kann. Leider wurde ich im Training immer wieder unterbrochen (Nasennebenhöhlenentzündung, Nackenprobleme, Erkältung und Studium). So kam ich in den folgenden 41 Tagen auf lediglich acht Laufeinheiten, was alles andere als optimal für mein Vorhaben in Dresden war. Woche um Woche regulierte ich meine Zielzeit. Am Ende war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob ich überhaupt starten kann bzw. soll. Am letzten Tag der Voranmeldung entschied ich mich dann aber doch für den Lauf und so stand ich nach 2007 und 2011 das dritte Mal an der Startlinie in der Ostraallee.

Ich sortierte mich im Startblock B ein, weil ich den Lauf nach der miserablen Vorbereitung eher als kleinen Tempotest ansah. Nach dem Startschuss um 10 Uhr wurde es dann aber doch ordentlich eng. Ich fing an zu überholen. Juliregen, die sich weiter vorne im Feld befand, sah ich aber noch nicht. Erst als wir wieder an der Elbe entlang liefen (KM 3-4) konnte ich sie ausfindig machen und vorbei laufen. Ich genoss die Stadt und war froh, dass ich mein Tempo ohne besondere Anstrengungen halten konnte. Da ich im Vorfeld, wie bereits erwähnt, nur wenig bis gar nicht gelaufen bin, wusste ich auch nicht, welche Zielzeit ich anpeilen sollte. Nach der Hälfte der Distanz versuchte ich mein Tempo weiter zu halten, damit ich bei ca. 42:30 min im Ziel ankomme. Am Ende konnte ich mein Tempo sogar noch ein wenig steigern und so lief ich nach 41:25 min (netto) über die Zielmatte. Hätte ich am Anfang weiter vorne gestanden und hätte ich dadurch den ersten Kilometer nicht vertrödelt, wäre sicher noch mehr drin gewesen. Aber darauf kam es mir ja auch nicht an. Es war ein wirklich schöner Lauf bei idealen Bedingungen und mit Sicherheit nicht mein letzter in Dresden. Dafür ist die Stadt einfach viel zu schön ;).

Beim Urkundendruck dann die große Überraschung [ACHTUNG IRONIE]. Ich wurde vierter in meiner Altersklasse und insgesamt sogar siebter. Wahnsinn ;). Leider war das aber eher ein Resultat fehlender Kompetenz der Zeitmessfirma als läuferische Klasse meinerseits. Egal. Die Urkunde kriegen die trotzdem nicht wieder ;).

Somit ist die Saison 2012 für mich beendet. Pläne für das nächste Jahr gibt es natürlich auch schon. Dazu dann aber später mehr.

Zusammenfassung:

16. Rieselfeldmeile in Freiburg (Breisgau) – 5 km

Zeit: 00:18:15 h

Gesamtplatz: 29. von 710

AK-Platz: 16. von 182

(Ergebnisse)

14. Dresden Marathon – 10 km

Zeit: 41:25 min

Gesamtplatz: 100. von 1228

AK-Platz: 43. von 267

(Ergebnisse)

Es läuft einfach nicht rund

Nun wohne ich in Jena und meine Pechsträhne hält weiter an. Schmerzen im Knie sorgen dafür, dass ich mal wieder nicht vernünftig trainieren kann. Es ist die Außenseite im rechten Knie die nach ca. 15 min anfängt so stark zu schmerzen, dass es keinen Sinn macht weiter zu laufen.

Also suchte ich einen Gott in weiß. Aber leider fand ich ihn noch nicht wirklich. Ich bin zwar mit der Arbeit von meinem jetzigen Arzt zufrieden aber ich glaube da geht noch was. Seine Diagnose: linkes Bein zu kurz; Beckenschiefstand;

Ich konnte ihn zum Glück davon überzeugen, dass ich keine Einlagen will (brauche). Ich war ja nun schließlich schon bei vielen Ärzten und nie hat einer auch nur im Ansatz behauptet, dass ein Bein länger wäre als das andere. Er überlegte also nochmal und betrachtete meinen rechten Oberschenkel. Er stellte eine Verspannung fest und meinte, dass diese bei Belastung größer wird und aufs Knie drückt. Hm… klingt irgendwie plausibel. Also schrieb er mir 6 mal Ultraschall zur Entspannung auf und sollte das nichts bringen, versuchen wir mit manueller Therapie den Muskel zu lockern.

Für mich bleibt die Frage: Warum ist das eine Beine jetzt mit einmal länger? Denn auch in der Physiotherapie wurden unterschiedliche Beinlängen festgestellt. Man machte mir aber Hoffnung und sagte, dass es am Becken  liegen kann. Aber dazu müssten sie mich besser „Untersuchen“. Dies geht nur bei einer manuellen Therapie. Also werde ich die Woche wieder meinen Arzt aufsuchen und mich danach manuell therapieren lassen. Und wenn das nichts bringt, steige ich aufs Rad.

Nein im Ernst. Seit 2008 bin ich eigentlich mehr verletzt als gesund. Anne und ich überlegen ob es nicht wirklich besser wäre, wenn ich aufs Radfahren umsteige und nur noch zum Ausgleich laufe – jogge. Nun bleibt die Frage: Mountenbike oder Rennrad. Ich werde mich in den nächsten Wochen intensiv mit dem Thema auseinander setzen und die Pro und Contras gegenüberstellen. Denn eins steht fest: Ich brauche den Sport, ansonsten macht der Alltag doch keinen Spaß mehr.

Höhere Mächte

Ich befolgte die Anweisung meines Arztes und lief weiter. Immer schön langsam. Es lief super und ich spürte, dass es mir gut tat. Leider war es wieder nicht von Dauer. Heute sind es schon wieder fünf Wochen der Abstinenz zum Laufgeschehen.

Ich bin also eine Woche gelaufen und war wie besprochen nochmal beim Doc. Am selben Abend bekam ich dann aber extreme Bauchschmerzen und es brach aus mir raus. Alle hatten Angst sich bei mir anzustecken und mieden den direkten Kontakt zu mir. Die kommende Nacht war auch alles andere als angenehm. Am nächsten Morgen spürte ich ein Ziehen in der rechten Bauchgegend. Zehn Stunden später hatte ich drei kleine Schnitte und wog ein paar Gramm weniger. Es war der Appendix vormiformis (Wurmfortsatz des Blinddarms) welcher sich entzündete und entfernt wurde.

Eine Wunde wollte und wollte nicht heilen und es entstand eine dicke Narbe. Diese sorgte für weitere Schmerzen, welche bis in die Hüfte ausstrahlten. Letzte Woche spritzte Bodo diese Verhärtungen und seit dem geht es auch wieder bergauf mit mir.

Langsam habe ich das Gefühl, dass mir das Laufen vergönnt bleiben soll. Aber ich gebe nicht auf und so habe ich geplant, diese Woche wieder mit dem Laufen anzufangen. Schließlich will ich in knapp vier Wochen bei der Horizontale in Jena nicht total versagen.

Endlich geht (läuft) es wieder los

Vorweg beantworte ich erst mal die Frage, was nun aus meinem Pseudotestlauf vom 31.01.2010 geworden ist. Leider muss ich sagen, dass dieser und auch andere wichtige Läufe witterungsbedingt nicht stattfanden.  Ich wollte kein Risiko eingehen und schippte stattdessen lieber fleißig Schnee.

Zu allem Überfluss erkrankte ich an einer sehr lästigen Nasennebenhöhlenentzündung und versuchte mich im Mundatmen. Das geschah an dem Wochenende auf das in MV die Ferien folgten. Klingt nicht weiter schlimm, aber hat von euch schon mal einer versucht in der Ferienzeit vom HNO-Arzt untersucht zu werden? Ich habe es versucht. Leider ohne großen Erfolg. An dem Montag suchte ich Hilfe bei vier Ärzten. Entweder klebte ein Zettel an der Tür, auf dem so etwas ähnliches stand wie: „Wegen Urlaubs geschlossen bitte kommen Sie nächste Woche wieder!“ oder die netten Schwestern in der Anmeldung schickten mich wieder nach Hause, weil ich keinen Termin hatte und das Wartezimmer sowieso schon völlig überfüllt ist. Tja einen Termin das wärs jetzt, dachte ich. Nur leider lässt sich eine Krankheit nicht planen. Am Dienstag fuhr ich gleich früh morgens zu Herrn Dr. med. Knut Hantschel nach Demmin. Dieser behauptete, dass mein Riechorgan schief sei und es kein Wunder ist, dass ich keine Luft bekomme. Meine Nasennebenhöhlen waren aber auch angeschwollen und deswegen konnte er nicht sagen, ob es sinnvoll ist, sofort einen Meißel anzusetzen. Diese schwere Entscheidung wird im April getroffen.

Jetzt bin ich gesund und glücklich, denn das Thermomter zeigt 8 °C. Seit dem Wochenende versuche ich, erneut nach Plan zu laufen. Der Vernunft geschuldet, wiederhole ich die letzten zwei Wochen des alten Plans.

Die Woche startete mit vier mal acht Minuten und den üblichen Gehpausen von 30 Sekunden. Ich fühle mich gut, aber ich will nicht wissen, mit welchem Tempo ich mich fortbewege. Ich liebe es und freue mich riesig über jeden kleinen grünen Grashalm der am Wegesrand langsam zum Vorschein kommt.

Zwangspause

Die letzten Tage waren eher schlecht als recht. Mit Kollegen ging es am vorletzten Freitag (28.11.2009) auf den wunderschönen Weihnachtsmarkt nach Rostock. Leider merkte ich schon an dem Wochenende, dass der Dauerregen vom Freitag mir eine Erkältung beschert hat (Bescherung? Na ist denn heut schon Weihnachten?). Nichts Ernstes dachte ich und trat, etwas wärmer eingepackt, am Samstag zum kleinen Läufchen an.

Montag dann das böse Erwachen: Im Büro war die Heizung defekt und so mussten wir den Vormittag über bei zehn Grad Celsius unseren Dienst antreten. Um es kurz zu machen: Letzten Donnerstag und Freitag hütete ich zu Hause das Bett. Meine Nase war dicht und ich hustete wie ein Schwein (auch ohne die neue gleichnamige Grippe).

Heute geht es mir schon wieder besser aber ich habe noch nicht den Mut mir meine Laufschuhe anzuziehen und in die Kälte gehen. Meine Nase ist zwar einigermaßen frei aber der Husten macht mich echt verrückt. Fünf Minuten Radfahren ziehen immer gleich zehn Minuten Dauerhusten mit sich. Gegen Mukosolvan muss ich wohl geimpft worden sein. Oder warum hilft das Zeug bei mir nicht? Naja ich werde mich gedulden und hoffe, dass ich meinen Trainingsplan nächste Woche frisch und gesund fortsetzen kann. Höchstwahrscheinlich wird sich durch diese Unterbrechung der gesamte Plan verschieben und mein 30 Minuten Lauf etwas später statt finden. Hierzu muss ich aber erst noch meinen Privatchoach konsultieren.