AK-Sieg in Stockach

Nach dem Jenaer Triathlon vor zwei Wochen stand an diesem Wochenende mein insgesamt dritter Triathlon auf dem Programm. In Stockach wollte ich zusammen mit Juliregen die Rennszene aufmischen. Eine weite Anreise für einen kleinen Triathlon. Aber am Ende hat es sich gelohnt.

Die Anreise erfolgte ab Freiburg mit dem Kfz (welch Luxus). Vor Ort dann das übliche: Inspektion des Wettkampfortes, Rad-Check-In, Umziehen, Warmlaufen, Warmschwimmen und START.

Der Start erfolgte in insgesamt vier Wellen mit 20 Minuten Abstand. Irgendwie war ich bei meiner Schwimmprognose recht optimistisch und ich rutschte in die letzte. So hatte ich genügend Zeit mich zu erwärmen. Trotzdem wurde es kurz vor dem Start dann doch noch einmal hektisch. Geschwommen wurden 700 m in einem 50 m Becken. Um die Starter auseinander zu halten, wurden farbige Badekappen verteilt, welche nach dem Schwimmausstieg wieder abzugeben waren, um sie den nächsten Startern zur Verfügung zu stellen. Leider waren diese Kappen dann so nass, dass ich beim Versuch sie über meine zu ziehen immer wieder abrutschte. Irgendwie gelang es mir dann aber doch und ich konnte 60 Sekunden vor dem Start ins Wasser (23,9°C) hüpfen. Nach kurzer Absprache mit den anderen Schwimmern auf meiner Bahn, reihte ich mich etwas weiter hinten ein. Nach der zweiten Bahn dann kurze Panik. Meine Nasenklammer wollte sich von mir verabschieden, und so musste ich kurz pausieren und wieder alles richten. Nach ca. der Hälfte der Distanz dann die erste Überrundung. Also man hat mich überrundet. Ich versuchte kurz im Schwimmschatten zu schwimmen, aber mein Kontrahent war einfach unglaublich schnell. Oder ich einfach nur unendlich langsam?!

Nach 12:50 min konnte ich endlich aus dem Becken steigen. Obwohl es erst mein dritter Triathlon war, klappte der Wechsel wieder ohne Probleme und ich startete nach 01:42 min meine Aufholjagd auf dem Rad. Die ersten Meter führten auf einem schmalen Radweg entlang, auf dem ich mir mit lauten Pfiffen versuchte Platz zum Überholen zu verschaffen. Weiter ging es auf einer gut asphaltierten Straße, welche aber nicht gesperrt wurde und so immer wieder Autos an mir vorbeifuhren. Nach ca. sechs Kilometern dann eine Abbiegung. Ich wollte die gesamte Kurve ausnutzen, um nicht zu viel an Tempo zu verlieren, musste dann aber doch ordentlich bremsen, da ich den Kampf gegen den Transporter auf der Gegenfahrbahn sicherlich verloren hätte. Also wieder anfahren und versuchen das Tempo hoch zu halten. Der Rückweg nach der Wende erfolgte dann etwas schneller. Rückenwind und ein negatives Höhenprofil sorgten für KM-Splits über 40 km/h. Zurück in Stockach erschien sogar kurz die 38,5 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit auf meinem Display. Am Ende absolvierte ich die 20,6 km in 32:14 min (38,3 km/h). Also ein deutlicher Sprung nach Vorne, wenn man die Geschwindigkeit von vor zwei Woche als Vergleich heranzieht. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass die acht Wenden bei der Jenaer Radstrecke nicht förderlich sind. Dafür war die Strecke im Gegensatz zu der in Stockach flach. Also nicht wirklich vergleichbar. Aber das kennen wir ja vom Triathlon ;).

Zurück im Wechselgarten wechselte ich in 53 Sekunden auf die Laufstrecke und dachte gleich am Anfang: „Ich muss sterben.“ Als ob der erste Kilometer nach dem Rad nicht schon schwer genug sei, ging es erst einmal eine steile Rampe hoch. Zum Glück durfte ich dieses Stück dann aber auch wieder runter und so nahm ich doch ein wenig Fahrt auf. Wieder konnte ich einige Teilnehmer aus meiner Startwelle einsammeln und wurde anders als in Jena nicht ein einziges Mal überholt. Insgesamt galt es zwei Runden zu laufen, wobei die zweite durch die Streckenführung etwas kürzer war als die erste. Insgesamt lief ich aber auch in Stockach keinen 4er Schnitt. Aber ich muss ja auch noch Ziele haben ;).

Im Ziel angekommen begrüßte mich Juliregen, welche 20 Minuten vor mir gestartet war. Durch die verschiedenen Startwellen hatte man im Verlauf des Rennens natürlich keine Ahnung über die aktuelle Position und so erwarteten wir mit Spannung die Siegerehrung. Am Ende hat es wirklich für den ersten Altersklassensieg meiner noch jungen Triathlonkarriere gereicht. Überglücklich nahm ich die Urkunde und Medaille entgegen.

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Siegerehrung der AK 20-29 beim Stockacher Triathlon

Zusammenfassend war es eine wirklich schöne Veranstaltung. Einziger Kritikpunkt ist die bereits angesprochene nicht abgesperrte Radstrecke. Vielleicht ist es ja üblich, dass im fließenden Verkehr gefahren wird, aber ich finde es trotzdem etwas unverantwortlich. Schön wäre auch, wenn es offizielle Zwischenzeiten gegeben hätte, um die einzelnen Disziplinen zwischen den Athleten zu vergleichen.

Mein dritter Triathlon in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen 00:12:50 h 700 m 01:50 min/100 m
Wechsel: 00:01:42 h
Rad: 00:32:14 h 20,6 km 38,35 km/h
Wechsel: 00:00:53 h
Laufen 00:18:01 h 4360 m 04:08 min/km
Gesamt auf der Strecke: 01:03:05
offizielle Gesamtzeit: 01:05:40
Zeit in den Wechselzonen: 00:02:35
Gesamtplatzierung: 6. von 91
AK-Platzierung: 1. von 7
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22. Jenaer Triathlon

Meistens kommt es anders, als man denkt. So auch bei mir. Wollte ich doch eigentlich in diesem Jahr meine 10 km Zeit von 2007 verbessern. Bis Ende Juni, Anfang Juli lief auch alles nach Plan. Leider meinte dann der rechte Oberschenkel sich melden zu müssen. Kein Laufen ohne Schmerz und auch das geliebte Rennrad konnte ich nicht beschwerdefrei ausführen.

Ganz ohne Bewegung geht es dann aber doch nicht. Also schnappte ich mir meine Badehose und fing wieder mit dem Schwimmen an. In den folgenden vier Wochen verbesserte ich meine Technik so, dass ich Anfang August in der Lage war eine Stunde kraulend zu absolvieren. Der Oberschenkel beruhigte sich mit der Zeit und so konnte auch wieder in die Pedale getreten werden. Mit dem Laufen war ich noch etwas vorsichtig und so musste ich mich leider mit dem Gedanken anfreunden, dass die 10 km PB nicht beim 10. Ivenacker Eichenlauf in meiner alten Heimat fallen wird. Eine Teilnahme war zwar möglich, aber unter den Bedingungen hätte sich die weite Anreise nicht wirklich gelohnt.

So meldete ich mich am 22.08.2012 ganz spontan zum 22. Jenaer Triathlon an, welcher wie der Eichenlauf am 26.08.2012 stattfinden sollte. Ich kannte den Wettkampf schon aus dem Vorjahr, da ich hier 2011 meinen allerersten Triathlon absolvierte. Nun war also Nummer zwei an der Reihe.

Zusammen mit Juliregen, welche hier bereits an ihrem fünften Triathlon in diesem Jahr teilnahm, machte ich mich am Wettkampfmorgen auf zum Schleichersee. Mit eineinhalb Stunden vorm Start waren wir wieder überpünktlich. Es blieb genug Zeit die Wechselzone vorzubereiten und sich in Ruhe warm zu machen. Ehe man sich dann aber versieht, ist es 10 Uhr und der Start steht kurz bevor.

Beim Schwimmen wollte ich mich nicht so arg zurücknehmen wie im letzten Jahr und so platzierte ich mich etwas zentraler. Der Startschuss ertönte und alles stürmte los. Ich versuchte mir ausreichend Platz zu verschaffen, was allerdings nicht wirklich gelingen wollte. Erst ab der zweiten von zwei Runden konnte ich im 2er-Zug ein paar Plätze wieder gut machen. Offiziell verbesserte ich meine Schwimmzeit aus dem Vorjahr um 12 Sekunden. Inoffiziell war die Strecke aber länger. Leider ist die Abmessung beim Freiwasserschwimmen nicht wirklich nachzuvollziehen. Egal. Aus dem Wasser ging es direkt in die Wechselzone. Wobei direkt hier wohl das falsche Wort ist. Auf den folgenden 200 m hatte ich jedenfalls genügend Zeit meine Badekappe, Brille und Nasenklammer abzunehmen.

Die Wechselzone sah noch nicht sehr voll aus. Trotzdem hatte ich keine Ahnung, wo ich mich befand. Insgesamt lief der Wechsel ohne Probleme. Ganze 21 Sekunden konnte ich hier gegenüber dem Vorjahr einsparen. Auf dem Rad hieß es dann Vollgas und dem Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich geben. Es lief erstaunlicherweise recht gut und ich konnte auf der gesperrten flachen Wendepunktstrecke immer wieder einige Kontrahenten einsammeln, ohne dabei auch nur einmal überholt zu werden. Mit den 37,32 km/h auf 21,5 km habe ich mich dann auch ein wenig selbst überrascht.

Zurück im Wechselgarten schlupfte ich in meine Schuhe und begab mich auf die erste von zwei Runden. Ich kam gut rein, und auch wenn ich hier insgesamt eine Platzierung einbüßen musste, bin ich mit den 04:03 min/km zufrieden.

Zusammenfassend war es wieder ein toller Wettkampf. Einziger Kritikpunkt ist die ungenaue Streckenabmessung. Im Vergleich zum Vorjahr durften wir ein paar Meter mehr Schwimmen und 2,7 km mehr Radfahren. Trotzdem dann auf der Laufstrecke 350 m gespart wurden, konnte ich meine Zeit vom letzten Jahr, nicht toppen. Und das obwohl ich beim Schwimmen und Radfahren eindeutig besser unterwegs war. Aber das ist Triathlon.

Mein zweiter Triathlon in Zahlen (Ergebnisse):

Schwimmen: 00:14:50 h 750 m
erster Wechsel: 00:02:30 h
Rad: 00:34:34 h 21,5 km (37,32 km/h)
zweiter Wechsel: 00:01:29 h
Laufen: 00:18:50 h 4,65 km (4:03 min/km)
offizielle Gesamtzeit: 01:12:13 h
Gesamtplatzierung: 9. von 51
AK-Platz: 7. von 27 AK 20-39