4. Pfingstrennen Bärwalder See

Am Pfingstsonntag startete ich beim 4. Pfingstrennen Bärwalder See in Boxberg (Oberlausitz) auf der 10 km Runde. Es war schnell, warm und ziemlich anstrengend. Am Ende wurde ich mit einer neuen Jahresbestleistung und dem 2. Platz in der Altersklasse M 20-29 belohnt.

Lange wurde nach einem passenden Frühjahrsabschluss gesucht. Fündig wurde ich beim 4. Pfingstrennen Bärwalder See. Eine wirklich schöne Veranstaltung, welche neben dem 10 km Lauf unter anderem auch einen Halbmarathon im Programm hatte.

Wie im letzten Artikel angekündigt, hielt ich eine deutliche Steigerung zum Heineparklauf für möglich. Da das Training und vor allem die Tempoeinheiten und Intervalle in den letzten Trainingswochen gut verliefen, hoffte ich insgeheim auf einen Schnitt von 03:45 min/km und somit auf eine neue PB auf der 10 km Distanz.

Die Anreise erfolgte ausnahmsweise aus Dresden und so war am Rennmorgen ein langes Schlafen (06:15 Uhr) möglich. Gefrühstückt wurde im Mondpalast, was sich trotz der späten Einnahme von 08:00 Uhr als relativ verträglich erwies. Der Startschuss sollte 10:20 Uhr erfolgen. Das Nagetier wollte seinem Körper beim Halbmarathon, welcher bereits 10 Uhr starten sollte, ein wenig Tempo gönnen und so waren wir pünktlich kurz nach 9 Uhr am Bärwalder See und konnten unsere Startunterlagen in Empfang nehmen.

Da bis zu meiner Erwärmung noch ein wenig Zeit war, verschaffte ich mir einen Überblick über den Lauf. Bei der Strecke handelte es sich um einen Rundkurs, welcher überwiegend asphaltiert war und wenig Schatten bereit hielt. Beim Höhenprofil waren auch keine Berge zu erkennen und so brannte sich immer mehr eine Zielzeit von 37:30 min in meinen Kopf.

Kurz nach dem Start war das Feld noch eng beisammen

Kurz nach dem Start war das Feld noch eng beisammen

Mit etwas Verzögerung erfolgte der Startschuss um 10:25 Uhr. Ich lief, wie auch schon beim Kyffhäuser Berglauf, mit zwei Uhren (Polar und Garmin), um mein Tempo besser kontrollieren zu können. Am Anfang musste ich mich immer wieder bremsen, da die Masse wie üblich viel zu schnell startete. Trotzdem konnte ich die Spitze des Feldes lange sehen. Nach der wilden Startphase sammelte ich immer wieder Läufer ein, welche ihr Tempo drosseln mussten. Am dritten Kilometer befand ich mich auf dem zwölftem Gesamtplatz und mein Tempo war mit 03:41 min/km immer noch im Soll. Lediglich mein Puls war bereits hier jenseits von Gut und Böse. Da ich mich aber gut fühlte, überholte ich weiter und versuchte konstant mein Tempo zu laufen. Den fünften Kilometer passierte ich laut Garmin bei 18:23 min. Nun waren die Überholmanöver abgeschlossen und ich heftete mich an einen Läufer, welcher exakt mein Tempo lief. Langsam machte mir der hohe Puls und die Wärme zu schaffen und ich hatte Probleme das Tempo zu halten. Trotzdem waren die Kilometer sieben und acht mit 03:46 min und 03:50 min noch immer sehr zügig und jedes weitere Piepen des Garmin FR 305 bestätigte mir, dass ich zwar ein wenig an Tempo einbüßen musste, aber dennoch alles in Richtung neue PB zeigte. Ich war hoch motiviert, aber mein Puls bereits bei 98 %. In der Zwischenzeit musste ich auch meinen Vordermann wechseln, da er das Tempo beim Überholen eines anderen verschärfte.

Auf den letzten Metern versuchte ich das Tempo hoch zu halten - Es blieb beim Versuch

Auf den letzten Metern versuchte ich das Tempo hoch zu halten. – Es blieb beim Versuch.

Als ich bei Kilometerschild neun die Lap-Taste meiner Polar betätigte wurde mir eine Zeit von 04:13 min angezeigt. „Was? Das kann nicht sein!“, dachte ich und kontrollierte die Garmin. Hier war alles im Lot und ich weiter unter 03:45 min/km (im Schnitt). In der Ferne konnte ich das Ziel sehen und versuchte auf dem letzten Kilometer noch einmal das Tempo zu verschärfen oder wenigstens zu halten. Trotz aller Bemühungen musste ich abreißen lassen. Ich gab alles und merkte, wie meine Bewegungen unrund wurden. Meine Beine waren plötzlich schwer wie Blei und ich kam nicht wirklich vorwärts. Stark fokussiert eierte ich dem Ziel entgegen.

Nach offiziellen 38:06 min durchlief ich den Zielbogen und landete direkt in den Armen der Organisatoren. Ich war geschafft und nicht wirklich in der Lage, mich auf den Beinen zu halten. Es ging einfach nicht und so entschied ich mich für die Horizontale.

Ein ganz origineller Pokal

2. Platz der Akl

Es war unglaublich. Ich wollte immer wieder aufstehen, merkte dann aber, dass es wohl doch besser wäre sich noch ein wenig auszuruhen. Zur Siegerehrung war ich dann aber dank der hervorragenden Betreuung von Juliregen und der Rennschnecke wieder einigermaßen auf den Beinen und konnte den besonderen Pokal für den 2. Platz in meiner Altersklasse persönlich entgegen nehmen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

Siegerehrung der Altersklasse M 20-29

Siegerehrung der Altersklasse M 20-29

Zusammenfassend war es ein wunderschöner Lauf. Einziger Kritikpunkt ist die nicht exakt vermessene Strecke. Es ist einfach schade, wenn man im Ziel feststellen muss, dass es circa 100 Meter mehr waren, die gelaufen werden mussten. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung mehr als zufrieden. Es hat zwar nicht ganz für eine offizielle PB gereicht. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn ich bereits jetzt mein Saisonziel erfüllt. hätte ;-).

Geschwindigkeiten in min/km

Geschwindigkeiten in min/km (gemessen mit Garmin FR 305)

Nun heißt es zu regenerieren, um es dann am Freitag auf der 100 km Wanderung Rund um Jena etwas langsamer angehen zu lassen.

Zusammenfassung:

Zeit: 38:06 min

Gesamtplatz: 5. von 99

AK-Platz: 2. von 14

(Ergebnisse)

Strecke bei GPSis.de

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