19. Heineparklauf in Rudolstadt

Kein Risiko. Kontrolliertes Laufen. Negativer Split. Das waren die Vorgaben, welche ich mir im Vorfeld selbst überlegt habe. Nach dem Lauf kann ich hinter keinen dieser Punkte einen Haken setzen. Das soll aber nicht heißen, dass ich das Rennen verkorkst habe.

Bahnhof Rudolstadt

Zusammen mit Juliregen reiste ich mit dem Zug nach Rudolstadt zum ersten Lauf des diesjährigen Saale-Cups. Mit reichlich Zeitpuffer trafen wir im Start-Ziel-Bereich ein. Hier waren die Jungs vom Laufservice-Jena bereits am Aufbauen der Zeitmessanlage. Mit Spannung erwartete ich das bereits im letzten Jahr angekündigte Messverfahren per Chip. Zu meiner Ernüchterung handelt es sich hierbei aber um eine für mich unpraktische Variante, bei der der Teilnehmer den am rechten Handgelenk befindlichen Chip an einem Kasten vorbeiführen muss. So wie es aussah läuft das Verfahren noch in der Testphase, da parallel, wie im letzten Jahr, die Zeitnahme per Eintippen der Startnummer erfolgt.

Kurz vor KM 1

Kurz vor KM 1. Hier war die Welt noch in Ordnung.

Aber zurück zum Lauf: Ich ordnete mich relativ spät, dafür aber weit vorne, im Starterfeld ein. Vorteil dabei ist immer, dass keine Sekunde beim Start verschenkt wird. Dagegen steht das hohe Anfangstempo der Masse. Also drosselte ich mich auf den ersten 500 m und wurde von vielen überholt. Einige von ihnen konnte ich im Laufe des Rennens wieder einsammeln ;-).

Kurz vorm Ende der ersten 5 km Runde

Kurz vorm Ende der ersten 5 km Runde

Die Strecke war offiziell vermessen und jeder Kilometer verfügte über eine gut sichtbare Markierung. Die erste Runde (5 km) verging fast wie im Flug. Trotzdem merkte ich jetzt schon, dass es zum Ende hin sehr schwer werden würde. Schon der sechste Kilometer wollte nicht enden und ich sehnte den Zieldurchlauf herbei. Die Auswertung zeigt, dass ich nach dem sechsten dann auch sichtlich abgebaut habe. Keine Ahnung woran es lag. Mit Zeiten unter 04:00 min/km bin ich dennoch zufrieden. Was ich aber beim neunten Kilometer (04:20 min) gemacht habe? Keine Ahnung. Ich lass es mal so stehen ;-).

Das mit dem Startnummernband muss ich nochmal üben.

Das mit dem Startnummernband muss ich nochmal üben.

Auf dem letzten Kilometer konnte ich mich noch mal zusammenreißen und eine Zeit von 03:40 min hinlegen. Insgesamt hat es am Ende für eine hervorragende 38:24 min gereicht.

Rückblickend auf meine Laufumfänge, welche zurzeit maximal 30 km in der Woche betragen,  und die gerade erst beginnende Laufsaison bin ich ganz optimistisch, dass ich in diesem Jahr eine neue PB auf den 10 km laufen kann.

Zusammenfassung:

Zeit: 38:24 min

Gesamtplatz: 18. von 193

AK-Platz: 10. von 34

(Ergebnisse)

Start der Wettkampfsaison 2012

Wie im letzten Beitrag angekündigt, starte ich an diesem Wochenende in Rudolstadt beim 19. Heineparklauf über die 10 km in die Wettkampfsaison 2012. Leider meldete sich mein Unterschenkel. Ein altes, ja sehr altes Leiden, mit dem ich immer wieder zu kämpfen habe –mediales Schienbeinkantensyndrom. Wahrscheinlich steigerte ich die Laufgeschwindigkeit doch ein wenig zu schnell. So absolvierte ich in der letzten Woche nur eine Laufeinheit. Dank des Wetters und einer flexiblen Arbeitswoche verlegte ich den Schwerpunkt kurzerhand aufs Rad. Kann ja in Vorbereitung auf den Jenaer Duathlon in fünf Wochen auch nicht verkehrt sein. So standen am Sonntag 313 km auf dem Tacho und 10 km im Lauftagebuch.

Nach einem Ruhetag am Montag folgte am Dienstag eine Koppeleinheit. Erst fuhr ich 50 km mit dem Rad, um anschließend noch langsame 10 km an der Saale zu laufen. Nach dem Lauf konnte ich aufatmen. Keine Schmerzen. Alles im grünen Bereich. Dem Start am Samstag steht also nichts im Weg.

Eine Frage bleibt. Welches Tempo? Das Training in den letzten Wochen lief gut und noch nie war ich so früh so gut in Form. Ein Angriff auf die PB (37:35 min) von 2007 wäre unter Idealbedingungen möglich gewesen. Durch den kleinen Rückschlag, werde ich aber nicht volles Risiko laufen und lediglich eine Zeit deutlich unter 40 min anpeilen. Plan ist es kontrolliert zu laufen und eventuell einen negativen Splitt hinzulegen. Was am Ende dabei herauskommt, werden wir sehen. Ich bin gespannt und freue mich auf Samstag, auch weil ich auf eine kleine aber professionelle Bodencrew zurückgreifen kann.

Endlich Frühling

Nun ist der Winter offiziell vorbei und die Laufsaison 2012 kann beginnen. Eigentlich hat sie ja schon begonnen. Wettkämpfe gab es für mich in diesem Jahr zwar noch keine, dennoch stehe ich voll im Training und kann mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden sein.

Hat am Anfang des Jahres die rechte Wade noch ein wenig rumgemuckt, konnte ich dieses Problem (hoffentlich) in den Griff bekommen. Meine Laufumfänge stehen bereits wieder bei 30 km in der Woche. Die restliche Zeit fülle ich mit regenerativen oder intensiven Radeinheiten auf. Gerne würde ich auch die eine oder andere Schwimmeinheit mit in mein Trainingstagebuch schreiben, aber unser Schwimmbad in Jena muss auf Grund von Baumängeln grundlegend saniert werden.

Nun ist langsam die Zeit gekommen, sich über die bevorstehenden Aufgaben Gedanken zu machen. Welche Ziele stelle ich mir in diesem Jahr? An welchen Wettkämpfen will und kann ich teilnehmen? Und die wichtigste Frage: Was ist realistisch? Natürlich male ich mir aus, wie sich das Jahr 2012 idealerweise für mich gestalten könnte. Zu sehr festlegen will ich mich aber noch nicht und so plane ich in kleinen Schritten.

Am 24.03.2012 wird sich beim Heineparklauf in Rudolstadt zeigen, wie gut oder schlecht ich meine Laufform über den Winter bringen konnte. Geplant sind die 10 km, für die zwei flache 5 km Runden absolviert werden müssen. Da der Lauf flach und exakt vermessen ist, peile ich eine sub40 an. Aus den wenigen Tempoeinheiten, die ich bereits absolviert habe, entnehme ich, dass das Ziel realistisch ist. Wir werden sehen.

Ein Highlight für das Frühjahr wird der Jenaer Duathlon. Wie 2011 starte ich auf der Jedermann Strecke (5/20/2,5). Leider kollidiert dieser Termin mit dem Oberelbe Marathon – wäre ich doch auch gerne entlang der Elbe gelaufen. Für den Duathlon steht eine deutliche Zeitverbesserung zum letzten Jahr an. Das sollte eigentlich auch kein Problem sein, habe ich mich beim Laufen doch sehr zurückgehalten (ca. 04:30 min/km). Spätestens hier will ich dann unter 04:00 min/km laufen können.

Zwei Wochen vorm Duathlon ist eine Teilnahme beim Jenaer Forstlauf geplant. Sozusagen als kleiner Form-Test. Da es sich hier aber um einen Berglauf handelt, wird sich erst zeigen, was möglich ist.

Für die nächste Zeit heißt es also weiter trainieren und die gesteckten Ziele nicht aus dem Auge verlieren.