3. Osterlauf in Güstrow

Das Osterwochenende bietet sich mit den vier freien Tagen förmlich dazu an, einen Kurzurlaub zu machen. So besuchte ich zusammen mit Juliregen die Liebsten im Norden. Es ist auch mal wieder schön neben Studium und Arbeit auf andere Gedanken zu kommen und in der alten Heimat zu trainieren. Leider war der Transport der Rennräder nicht möglich und so mussten kurz vor der Abreise am Freitag noch ein paar Kilometer zurückgelegt werden.

Wir konnten das flache Land nicht nutzen, um eine schnelle Radrunde zu drehen, aber trotzdem war sportlich gesehen einiges los. Juliregens Trainingsplan sah für dieses Wochenende einen Testlauf über zehn Kilometer vor und da in Güstrow zum 3. Osterlauf gerufen wurde, waren wir selbstverständlich mit von der Partie. Geplant war das natürlich schon länger. Schließlich ist gute Vorbereitung alles. Nur leider kommt es meistens anders als man denkt.

Mit freundlichen Dank an: http://www.sprintefix.de

Der Osterlauf war in den letzten zwei Jahren ein Riesenevent. Nur dieses Jahr lief einiges schief und so konnten wir Läufer von Glück reden, dass sich noch ein Veranstalter gefunden hat, mit dessen Hilfe es überhaupt möglich war, diesen Lauf am Leben zu erhalten. Leider wurden aus organisatorischen Gründen die Strecken gekürzt. Statt zehn Kilometer standen acht und statt der fünf nur vier Kilometer zur Auswahl. Zur Vorbereitung auf den Duathlon am kommenden Wochenende wollte ich über die fünf Kilometer die Pace von 04:45 min/km trainieren. Da vier Kilometer aber einer zu wenig ist, lief ich mehr und dafür  fünf Sekunden langsamer pro Kilometer.

Kurz zusammengefasst war es ein ruhiger Lauf im 83er Pulsbereich. Einen Blumentopf gewinnt man mit der Taktik natürlich nicht. Trotzdem freue ich mich, dass ich endlich wieder an Wettkämpfen teilnehmen kann und in der Lage bin ein solches Tempo zu laufen. Juliregen machte es mir zum Glück nicht gleich. Ihre Taktik hieß: Alles was geht. Ihren Bericht könnt ihr hier lesen.

Mit am schönsten an einem Wettkampf ist der Regenerationslauf am nächsten Tag. Beim Nagetier stand ebenfalls ein Regenerativer auf dem Plan. Zusätzlich konnte ich einen Abstinenten davon überzeugen, für sechs Kilometer die Laufschuhe zu schnüren. So trafen wir uns zu viert (Wahnsinn, dass das mal geklappt hat) in den Eichen und liefen gemeinsam am See. Auf Grund der Trainingsfortschritte von Juliregen und Nagetier hatten die beiden am Treffpunkt bereits einige Kilometer hinter sich und auch als ich auf meiner Uhr die Stopptaste betätigte, liefen sie noch. Aber schön wars trotzdem :-).

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Da simma dabei…

Die Wochen vergehen wie im Flug und bei uns in Mitteldeutschland klopft der Frühling an die Tür. Die Temperatur steigt, Radeinheiten werden nach draußen verlegt und im Wohnzimmer ist wieder mehr Platz zum Wohnen ;).

Auch spart man durch warme Temperaturen unheimlich viel Zeit bei den Laufvorbereitungen. Kurze Hose, Kurz- oder Langarmshirt, Sonnenbrille und/oder Basecap und dann kann es auch schon losgehen. Wie die Tage werden meine Läufe jetzt auch wieder länger. Ich nähere mich der ein Stunden Marke.

Den ersten Wettkampf in diesem Jahr habe ich auch bereits hinter mir. Am 26. März nahm ich zusammen mit Juliregen am Straßen- und Volkslauf in Himmelpforten teil. Geplant war eigentlich, dass ich Juliregen vom Streckenrand aus unterstütze und Bilder mache. Im Anschluss wollte ich dann zu meinem Trainingslauf aufbrechen. Im Auto stellten wir dann aber fest, dass das Knippsgerät noch im Hotel verweilte. Kurzentschlossen meldete ich mich mit dem Ziel die fünf Kilometer in 25 min zu laufen nach. Juliregen startete mit den anderen Zehn-Kilometer-Läufern fünf Minuten vor mir. Ihren ausführlichen Bericht könnt ihr hier lesen.

Da stand ich nun mit anderen Läufern und mit welchen, die es vielleicht noch werden wollen an der Startlinie. Ich war mehr als entspannt, bestand die Herausforderung doch lediglich darin nicht schneller als 05:00 min/km zu laufen.

Kurz nach dem Start lag ich fast an letzter Stelle, was sich aber im Laufe des Rennens noch ändern sollte. Es gibt halt immer welche, die sich überschätzen und den ersten Kilometer viel zu schnell anlaufen. Kurz vorm Ziel lief ich auf eine Frau auf welche dann aber zum Schlussspurt ansetzte und ich sie vorsichtshalber ziehen ließ. Nach offiziellen 24:27 min überquerte ich die Ziellinie und belegte dank mangelnder Teilnahme den zweiten Platz in meiner Altersklasse. Alles in allem war es eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung im familiären Stil.

Der nächste geplante Wettkampf sollte eigentlich am kommenden Wochenende im Spreewald mit dem Rennrad absolviert werden. Aus organisatorischen Gründen muss die Veranstaltung aber auf meine Teilnahme verzichten. Wenn das Wetter mitspielt, ist stattdessen eine längere Tour hier in der Umgebung geplant.

Als nächsten folgt ein kleiner Wettkampf in gewohnter Umgebung: Beim 3. Osterlauf in Güstrow werde ich an der Startlinie stehen. Mal sehen welche Zeit ich mir da vornehme. Aber es wird bestimmt eine neue persönliche Jahresbestleistung ;).

Am 01.05.2011 folgt dann eine Premiere für mich: Mein erster kleiner Duathlon. Fünf Kilometer per pedes, 20 Kilometer auf dem Rad und anschließend nochmal zweieinhalb Laufen. Das wird mit Sicherheit eine größere Herausforderung. Zumal ich auf dem Rad versuchen werde alles zu geben. Nach Auswertung meiner bisherigen Trainingsleistungen halte ich eine 01:12:30 für möglich. Dazu müsste dann aber auch das Wetter einigermaßen mitspielen und bei den Wechseln alles glatt laufen. Wir werden sehen was da kommen wird.