Nass, nasser, sacknass…

So könnte man wohl die letzte Wanderung vom Sonntag kurz zusammenfassen. Wir hatten uns ein Stück der Jenaer Horizontale vorgenommen. Um genau zu sein, wollten wir von der Lobdeburg bis nach Zwätzen wandern und dann mit der Straßenbahn wieder nach Hause. Es regnete schon morgens beim Frühstück, was uns aber nicht vom Start gegen halb zehn abhalten konnte. Ausgerüstet mit meiner „wasserdichten“ Jack Wolfskin Jacke und Hanwag-Wanderstiefeln stürzte ich zusammen mit Juliregen in Richtung Lobdeburg.

Der Regen war nicht sehr stark, dafür aber beständig und im Wald tropften die Bäume. Die sonst so herrliche Aussicht war angesichts des Wetters auch eher zum Heulen. Dafür war aber keine Zeit und so sockten wir, der weiß-rot-weiß Markierung folgend, weiter zum Fürstenbrunnen. Bei der letzten Horizontale warteten hier die Mitarbeiter des Laufladen Jena und verteilten Quellwasser in Trinkflaschen. Am Sonntag hingegen war hier Totentanz. Weit und breit keine Menschenseele die es uns gleich tat.

Im Regen...

Im Regen...

Ich hatte das Gefühl, dass meine Jacke zwar dicht war, ich aber trotzdem unter ihr nicht trocken blieb. Der Grund dafür war die Anstrengung und die damit verbundene Schweißbildung. Das Wasser sorgte dafür, dass die sowieso schon geringe Atmungsaktivität ganz verloren ging. Ich war zwar nicht klitsch nass, aber unangenehm war es trotzdem.

Meine Schuhe hingegen waren dicht. Trotzdem es nicht immer möglich war jeder Pfütze auszuweichen. Nach ca. drei Stunden entschlossen wir uns trotzdem abzukürzen und unser Vorhaben zu beenden. Der Wind sorgte für zusätzliche Kälte, so dass ein Weiterwandern nicht vernünftig gewesen wäre.

In Hinblick auf die Horizontale 2011 muss ich mir überlegen, wie es möglich ist trotz eventuellem Dauerregen die knapp 100 km durchzustehen. Ich sollte mir Gedanken über die Imprägnierung meiner Jacke machen. Ich erhoffe mir davon ein Abperlen der Wassertropfen, so dass die Atmungsaktivität der Jacke zumindest teilweise bestehen bleibt. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung ;). Und es wäre doch schade, wenn diese der Grund für eine Aufgabe wäre.