Schönstes Wanderwetter

Wandern stand aber nicht auf dem Plan. Stattdessen fuhren Juliregen und ich am Samstag nach Weimar. Dort fand im Rahmen des 357. Zwiebelmarktes der 20. Weimarer Stadtlauf statt. Wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich mich in einer verletzungsbedingten Wettkampfpause befinde und somit konnte ich Juliregen nur als Taschenträger und Fotograf zur Seite stehen. Kurz vor Ihrem Hauptwettkampf beim Dresden Marathon (10 km Strecke) scheint sie auf dem richten Weg zu sein. Einen ausführlichen Bericht und entsprechende Fotos findet ihr hier.

Das gute an Wettkämpfen, die schon am Samstag stattfinden, ist, dass man am Sonntag noch Zeit hat in die Kirche zu gehen 😉 oder sich bei herrlichstem Wetter mit dem Rennrad auf den Landstraßen rund um Jena zu vergnügen. Ein kurzer Blick in die Karte und die grobe Marschrichtung war klar: Jena, Schöps, Milda, Drößnitz, Reinstädt, Kahla. In Kahla wollten wir dann entscheiden, ob wir noch zur Leuchtenburg hochfahren oder doch gleich wieder zurück nach Jena. Ich hoffte auf die Leuchtenburg, weil der Blick dort oben einfach göttlich ist. Der Vernunft geschuldet nahm ich auf Juliregen Rücksicht und so wurde diese Entscheidung erst mal nach vertagt. Schließlich lagen zwischen Wettkampf und Tour nicht mal 24 Stunden. Der Reihe nach sah es folgendermaßen aus:

Es ging durch Maua nach Rothenstein und Jägersdorf. Dort verließen wir dann die bekannten Wege und fuhren Richtung Schöps. Der Karte war schon beim ersten Blick zu entnehmen, dass die kommenden Orte etwas höher liegen. Ein Schild mit der Bezeichnung 12 % auf 3 km bestätigten es dann auch. Wenn ich richtig liege, dann bedeutet das ein Höhenunterschied von 12 Metern auf einer waagerechten 100 Meter Strecke. Für die kommenden 3 Kilometer also eine ungefähre Höhe von? Genau, 360 HM. Oben angekommen, war es warm und wir konnten uns auf die noch bevorstehende Abfahrt freuen ;). Denn wer hoch fährt darf auch wieder runter. Welch Weisheit :).

Diejenigen unter euch, die in Physik nicht immer nur Kreide geholt haben, wissen dass ich bergab, auf Grund meines Gewichtes, schneller rolle als Juliregen. Mehr Gewicht, plus mehr Kraft, gleich höhere Geschwindigkeit, gleich Zeit für eine P-Pause. So die Theorie. Nach kurzem Verweilen am Straßenrand, um die Blumen zu gießen, war Juliregen bald nicht mehr in Sichtweite und folgte die Praxis ganz getreu dem Motto meiner früheren Physiklehrerin: „Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.“: Höhere Geschwindigkeit, gleich höherer Luftwiderstand (welcher ja in der Theorie oft vernachlässigt wird – zu Unrecht wie sich herausstellte), gleich mehr Kraftaufwand nötig. Das ganze gepaart mit Gegenwind, lies mich ganz schön treten und den Puls in die höhe schießen, um Juliregen vor Kahla wieder einzuholen. Aber Spaß hats gemacht 🙂 und am Ende waren wir wieder vereint.

So rollten wir in Kahla doch noch zu zweit ein (erstaunlich was man so an Zeit verliert) und Juliregen war noch willig den zweiten Anstieg zu bewältigen „jippii“. Also rechts ab und hoch zur Leuchtenburg. Der Anstieg war nicht ganz so lang, dafür in meinen Augen steiler als der erste. Oben angekommen gönnten wir uns eine Pause. Zwei Riegel, ein Apfel und diverse Fotos später, traten wir den Heimweg über Oberbodnitz und Unterbodnitz an. Insgesamt brauchten wir für die 61,2 km gemütliche 02:56:04 Stunden (abzüglich Pausen für Navigation und Rotphasen an diversen Ampeln).

Leuchtenburg
Leuchtenburg in weiter Ferne

Zusammengefasst: Die bis jetzt schönste Tour hier in Jena. Sehr zu empfehlen und beliebig erweiterbar. Wäre am Samstag nicht der Wettkampf gewesen, hätten wir sicher Stadtroda noch einen Besuch abgestattet, aber dafür ist sicher irgendwann auch noch mal Zeit.

Nach einem Ruhetag am Montag lief ich heute wieder zwei mal Zwölf Minuten mit einer kleinen Gehpause (3 min). Mein Puls war bei einem Tempo von 06:15 min/km mit 69% der HFmax doch recht niedrig. Für mich ein Zeichen dafür, dass es konditionell voran geht :). Nur muss ich beim Lauftempo vorsichtig sein, schließlich will ich nicht wieder einen Rückschlag erleiden.

 

 

 

 

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