Es wird Herbst

Schnell war es nicht gerade. Aber das wird schon.

Schnell war es nicht gerade. Aber das wird schon.

Der warme Sommer geht zu Ende und wie jedes Jahr folgt der Herbst. Nicht gerade meine Lieblingsjahreszeit, aber mich fragt ja keiner ;). Da dass das Wetter so wechselhaft ist, tue ich mich oftmals schwer die richtige Kleidung zu finden. Heute entschied  ich mich für ein Langarm-Shirt in Kombination mit einer Weste und einer Dreiviertel-Tight.

Das Aufbautraining sah ein Jog über zwei mal elf Minuten mit einer zweiminütigen Gehpause vor. Nach exakt 24 min drückte ich die Stopp-Taste meiner Polar RS200sd und stellte fest, dass ich perfekt gekleidet war. Von der Farbwahl mal abgesehen. Dank Juliregen könnt ihr aber selbst entscheiden, ob ich damit doch lieber erst nach Anbruch der Dunkelheit die Wege unsicher machen sollte.

Schlechtes Wetter?! Mir doch egal!

Lange stand es auf der Kippe, ob es heute nicht doch die ersehnte Ausfahrt im Freien wird. Doch bei Nieselregen und nassen Straßen hatte ich nicht wirklich Lust mein Rad einzusauen. So entschied ich mich wieder für den Tacx Satori. Die Anschaffung muss sich ja auch lohnen ;). Wie am Sonntag sollten es eineinhalb Stunden werden. Und die waren es dann auch. Langeweile kam nicht auf und so radelte ich bei angenehmer Zimmertemperatur auf der Stelle.

Zweites Indoortraining mit dem Tacx Satori.

Zweites Indoortraining mit dem Tacx Satori.

Ein Problem hatte ich dann aber doch. Irgendwie war die Sitzposition nicht die angenehmste. Ich saß ständig zu weit vorne auf dem Sattel. Als ich dann bewusst nach hinten rutschte, kam es mir so vor, als ob meine Beine zu kurz sind (beide ;)). Demzufolge griff ich nach dem Training zum Imbusschlüssel und stellte meinen Sessel ein Stück vor und einen halben Zentimeter nach unten. Nach einer kurzen „Probefahrt“, schien alles gut zu sein. Sicher werde ich aber die nächste längere Einheit abwarten müssen, um zu sehen ob nicht doch noch was zwickt.

Da ich bei einem Puls von 70 % wieder ordentlich schwitzte, säuberte ich das Rad mit einer geheimnisvollen roten Flüssigkeit, welche mir von meinem „alten“ Radhändler empfohlen wurde. Dieses Mittel hinterlässt einen leicht öligen Film, der den Lack vor Schmutz und sicher auch Schweiß beschützen soll. Um den Vorbau trocken zu halten, verwendete ich ein Handtuch. Ich bilde mir nämlich ein, dass es nicht so gut ist, wenn sich der Schweiß in Ritzen und andere schwer zu säubernde Stellen festsetzt.

Morgen werde ich mal wieder die Laufschuhe schnüren und die Wege unsicher machen. Hoffentlich hält das Knie. Zumindest habe ich immer fleißig meine Dehnungsübungen gemacht und auch Juliregen konnte keine Beinlängendifferenz mehr feststellen. Also Daumen drücken.

Training im heimischen Wohnzimmer

Man beachte den nassen Boden. Ach und die Cola gehört mir nicht.

Man beachte den nassen Boden. Ach und die Cola gehört mir nicht.

Schluss, aus und vorbei. Jetzt bin ich nicht mehr vom Wetter abhängig. Wie schon beim letzten Beitrag geschrieben, erwartete ich den bestellten Cycletrainer Tacx Satori T1856. Zusätzlich wurde noch der Hometrainer Reifen von Conti eingekauft, damit auf dem besagten Gerät alles glatt läuft. Aber nun von Vorne:

Der Aufbau des Satori war etwas schwierig nicht so einfach. Die Bedienungsanleitung ist nicht immer ganz eindeutig und so benötigt man doch etwas technisches Verständnis, um alles beim ersten Mal richtig zu montieren. Für mich natürlich kein Problem ;). Tacx sollte sich trotzdem ein Beispiel an den Aufbauanleitungen von IKEA nehmen.  Die sind nämlich sehr vorbildlich gestaltet. Nach einer halben Stunde war ich fertig und konnte das Rennrad einspannen. Ich testete es aber nur kurz, weil es schon spät war und ich noch hohen Besuch erwartete. Dieser kam auch und wir verbrachten den Abend mit Erfahrungsaustausch.

Am Samstag fuhren wir nach Freiburg und holten Juliregen. Sie absolvierte dort im Rahmen ihres Studiums ein neunwöchiges Praktikum. Somit kann ich den Samstag in wenigen Worten zusammenfassen: Frühstück, Autobahn, Zeug einladen, Autobahn, Mittag, Autobahn, IKEA, Autobahn, Abendbrot, Bett.

Am Sonntag wollten Juliregen und ich auf eine gemeinsame Tour gehen. Doch das Wetter war schlecht und die Wege nass. So lief sie erst 15 km und ich konnte den neuen Hometrainer in aller Ruhe testen. Da im Internet schon berichtet wurde, dass es möglich ist auf dem Hometrainer einzuschlafen, zog ich es vor, mich mit ein paar Folgen „Two and a half men“ bei Laune zu halten.

Der Satori hielt was er versprach und ich bereue den Kauf nicht. Ich fuhr zu erst auf Stufe sechs (zehn sind möglich) und wechselte nach ca. 45 min auf Stufe fünf. Mit einer angenehmen Trittfrequenz radelte ich im GA 1 Bereich. Nach 1,5 Stunden war ich fertig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin doch noch etwas entfernt von einer guten Trainingsform. Also muss ich über den Winter aufholen.

Der Hometrainer ist nicht wirklich zu vergleichen mit der Fahrt im Freien. Erstens schwitzt man viel mehr -mein Trikot war komplett durchnässt und unter mir eine kleine Schweißpfütze- und zweitens gibt es auf der Rolle keine Abfahrten. Also heißt es treten, treten und weiter treten, um nicht stehen zu bleiben. Wichtig ist auch, dass das Trinken nicht vergessen wird. Es ist wirklich verrückt, wie viel Flüssigkeit man auf einer Fahrt ohne Wind verliert.

Die Geräuschkulisse ist nicht sehr störend und ich konnte ohne Probleme die Witze von Charlie, Alan und Jake verstehen. Wer jetzt allerdings denkt, dass dieses Sportgerät keinen Ton von sich gibt, der irrt. Noch haben sich aber keine Nachbarn beschwert und somit ist es wohl auch für die weiteren Hausbewohner nicht störend gewesen. Na ich warte die nächsten Wochen mal noch ab ;).

Die Woche werde ich dann auch mal wieder einen kleinen Jog wagen. Denn das geht ja bekanntlich bei jedem Wetter. Bis dahin immer schön sportlich bleiben.

Es läuft wieder rund…

Zumindest was die Räder am Rad angeht. Meinem Knie geht es aber auch schon besser. Ich merke, das die Belastung mit dem Rad eine gute Entlastung für meine geplagten Beine ist.

Bei jeder Ausfahrt versuche ich eine neue Strecke und so kam es, dass ich mich mal wieder verfuhr. Es war nicht dramitisch weit, aber dadurch dass ich immer wieder auf die Karte schauen musste, verlor ich an Zeit und es wurde dunkel. Wahnsinn wie schnell das geht. Aus meiner anfangs langsamen Fahrt wurde dann ein Rennen gegen die Zeit.

Ich wählte die Landstraße für den Rückweg, weil ich der Meinung war damit gehts am schnellsten. Leider besitze ich noch keinen Geschwindigkeitsmessomaten (ich bin noch auf der Suche nach zahlungswilligen Sponsoren ;)) und so kann ich euch nicht erzählen, wie schnell ich wirklich unterwegs war. Nach exakt 01:38:08 Stunden war ich wieder zu Hause, konnte in Ruhe durchatmen und ein heißes Bad nehmen. Eins habe ich dabei wieder gelernt: Gehe im Herbst möglichst nicht ohne Notfalllampe aus dem Haus.

Heute früh war mein vorerst letzter Termin bei der Physiotherapie und so hoffe ich, dass mein Knie den kommenden Laufbelastungen standhalten wird.

Die Vorbereitungen für ein Alternativtraining im Winter sind auf Hochtouren. Ich erwarte den Tacx Satori T1856, damit unser Wohnzimmer zum Trainingscenter wird. Mal sehen ob er hält was die Berichte und Meinungen im Internet so hergeben.

Da es bis jetzt schon öfter vorgekommen ist, dass ich den Weg nicht fand, testete ich zwei GPS-Geräte. Der Bericht hierzu folgt dann in einem weiteren Beitrag.

Ein schönes Wochenende…

St. Märgen und ich

St. Märgen, das Redaktionsrad und ich

Juliregen vertreibt sich die langweiligen Semesterferien mit einem ausfüllendem Praktikum. Dafür reiste sie in die schöne Stadt Freiburg im Breisgau. Letztes Wochenende besuchte ich sie und wir konnten bei schönstem Wetter die Stadt St. Märgen erklimmen. Da die Bahn, aus welchen Gründen auch immer, keine Fahrräder im ICE mit nimmt, bekam ich von ihrem wirklich netten Kollegen das „Redaktionsrad“ welches vor meiner Ankunft noch auf Vordermann gebracht wurde. Nochmal ein großes Dankeschön an den fleißigen Bastler.

Es war eine wirklich schöne Tour mit insgesamt 701 HM. Dafür gab es eine schöne Aussicht und eine rasante Abfahrt. Schade das ich nicht mein neues Rad, welches wie gesagt leider zu Hause bleiben musste, nehmen konnte. So wagte ich es nicht bis ans „Limit“ zu fahren und bremste doch mehr als alles andere. Einmal musste ich auf Juliregen warten, weil die Straße etwas uneben war und ich mit den dickeren, weicheren Schlappen einfach schneller fahren konnte als sie mit ihren harten Pneus. In der kurzen Pause checkte ich mal die Temperatur meiner Felgen und stellte fest, dass diese doch recht erwärmt wurden. Ich hatte auch den Eindruck, dass es etwas nach Gummi roch, dieser wurde durch Juliregen dann  bestätigt. Danach bremste ich noch früher (oder gar nicht ;)), um die Beläge zu schonen.

Kurz vor dem Ziel fing der alte Drahtesel dann auch an wie wild zu quietschen. Aber alles halb so wild. Muss halt ein Tröpfchen Öl ran. So lernte ich es von einer weisen Person aus Thüringen ;).

Sonntag fuhren wir zur Rieselfeldmeile, damit Juliregen sich mal wieder testen konnte. Das Wetter war traumhaft (für mich als Betreuer zumindest). So feuerte ich kräftig an und schoss das ein oder andere Bild. Der freundliche Bastler und dessen Frau nahmen ebenfalls Teil und wir verabredeten uns auf eine Riesenpizza bei ihnen zu Hause. Wir redeten über Dinge über die man als Sportler nun mal redet und wir erhielten den ein oder anderen Tipp zum Thema Winterradtraining im eigenen Wohnzimmer. Damit das Training auf der Rolle nicht zu langweilig wird, empfiehlt es sich eine gute DVD einzulegen, erfuhren wir.

Ich habe mich auch schon informiert welcher Cycletrainer für die Trainingsform in Frage kommt und werde in einem weiteren Bericht, dann ausführlich berichten.

Ich nahm zwar meine Laufsachen mit auf Reisen, aber leider fand ich keine Zeit, um eine kleine Runde zu drehen. Dafür legte ich am Freitag mindestens 10 km zu Fuß zurück. Ich bezahle doch nicht 2,10 € für eine einfache Fahrt mit der Straßenbahn. Da war der Geiz dann doch größer. Und mit meinen Nike Free 3.0 tat das richtig gut an der Dreisam entlang in Richtung Innenstadt zu watscheln.

Zurück in der neuen Heimat, schnürte ich gestern meine Laufschuhe und lief zwei mal elf Minuten im langsamen Tempo. Mein Knie hielt der Belastung doch teilweise stand. Das heißt ich lief ohne Schmerzen aber mit einem komischen Gefühl. Ich hoffe nur, dass ich die Geschichte mit Hilfe der Dehnungsübungen, die ich mehrmals die Woche machen soll, in den Griff bekomme.

Ich bin flexibel…

In den letzten Wochen ist doch das ein oder andere passiert. Im letzten Beitrag berichtete ich schon über meine Beinlängendifferenz. Ich konnte es nicht glauben und ging zu einem anderen Arzt. Dieser meinte das Gleiche. Unfassbar diese Ärzte. Der Zweite hat mir dann auch ohne zu zögern Einlagen verschrieben.

Fest stand, dass sie unterschiedlich lang sind. Aber ich wurde nicht dahingehend untersucht, ob es sich um eine anatomische oder eine funktionelle Beinlängendifferenz handelt. Na klar ist es für die Ärzte einfacher zu sagen: „Da müssen Sie sich bei Ihren Eltern bedanken“, als mal vernünftig zu messen. Und sollte ich mit den Einlagen nicht klar kommen, was sehr sehr wahrscheinlich ist, dann muss ich wieder zum Arzt und der verdient doppelt. Alles Abzocker.

Vertraue nur den Leuten, die du kennst. Aus diesem Grund besuchte ich eine mir bekannte und sehr gute Physiotherapeutin in Stavenhagen. Für sie war der Fall klar: Ich dehne falsch. Oder besser: Zu wenig bis gar nicht. Deshalb steht mein Becken schief und das eine wirkt Bein länger als das andere. Nach 20 min Quälerei war wieder alles im Lot. Dies würde nicht so bleiben, aber mit den gezeigten Übungen bekomme ich das sicher in den Griff.

Jetzt ist auch wieder ans Laufen zu denken. Zwar sind es noch nicht mehr als 20 min, aber die immerhin schmerzfrei.

Um das Risiko einer Überlastung zu vermindern, empfand ich es auch als sinnvoll etwas Gewicht zu verlieren. Hört sich leichter an als es ist. Aber wir wissen alle, das ist es nicht. Immerhin habe ich ein Teilziel schon erreicht. Desweiteren haben Juliregen und ich uns neue Räder zu gelegt. Wir überlegten lange und intensiv welches die bessere Sportart neben dem Laufen wäre. Rennrad oder Mountainbike? Am Ende gewann das Rennrad. Nach intensiver Recherche kauften wir uns zwei wirklich wunderschöne neue Sportgeräte.

Gestern startete ich auch meine erste größere Trainingseinheit. Und was soll ich sagen ich verfuhr mich. Kleiner Tipp am Rande: Wenn dort am Straßenrand ein Schild mit „Umleitung“ steht, dann ist stets zu prüfen, wie groß der Umweg ist. Am Ende fuhr ich bisschen mehr als 1,5 h. Eigentlich wollte ich aber unter einer Stunde im ruhigen Tempo fahren. Spaß hat es trotzdem gemacht ;). Jetzt versuche ich das Laufen mit dem Radtraining zu kombinieren, um hoffentlich endlich ohne schwerwiegende Verletzungen auskommen zu können.