Auf Rekordjagd

In dieser Woche war etwas Erholung angesagt und deswegen durfte ich heute wieder eineinhalb bis zwei Stunden Radfahren. Genau wie letztes Mal wählte ich die Strecke an der Saale. Es ist von Vorteil, wenn die Strecke bekannt ist. So wusste ich noch ziemlich genau, wann der Weg schlecht und wann er gut war. Außerdem konnte ich die am Mittwoch gewonnenen Erkenntnisse anwenden und mich physisch als auch psychisch auf die Berge einstellen. Ich wusste auch genau, wann die steile Abfahrt kommt und so beschleunigte ich diesmal etwas früher, um unten mehr Weg zum Bremsen zu haben. Was soll ich sagen es hat sich gelohnt. Mit sagenhaften 74,22 km/h bretterte ich den Berg hinab. Klingt verrückt – ist es auch.

Neuer Geschwindigkeitsrekord
Neuer Rekord

Nach kurzer Zeit bremste ich sehr stark, sodass wieder mein Hinterrad blockierte und ich mit knappen 50 km/h das Dorf Niederkrossen durchquerte. Jetzt waren es noch ca. 2,5 km bis zum Wendepunkt, irgendwo kurz hinter Zeutsch. Ein Blick auf mein Tachometer verriet mir, dass ich mit wiederum sagenhaften 27,5 km/h im Schnitt unterwegs war. Mit Sicherheit ist es auch der frühen Tageszeit und der damit verbundenen angenehmen Radfahrtemperatur geschuldet, dass es heute so gut lief, aber ich fühlte mich hervorragend.

Nach diesen zwei kleinen Erfolgen war ich hoch motiviert auch einen neuen persönlichen Streckenrekord aufzustellen. Aber ich musste diesen Berg erst mal wieder hoch. Dieses Mal wollte ich es wissen und so maß ich ab dem Schild, auf dem wie am letzten Mittwoch so was stand wie: 10% Steigung auf den nächsten 350 m. Ich war überrascht als ich oben ankam. War ja gar nicht so schlimm. Und es waren auch wirklich 350 m, als das steilste Stück geschafft war. Ganz einfach war es aber trotzdem nicht und so hechelte ich oben doch wie ein Hund, der gerade eine halbe Stunde lang das Stöckchen geholt hatte.

Gerade auf dem letzten flachen Abschnitt kam ich meinem Ziel -auf der zweiten Hälfte nicht langsamer zu werden- immer näher. Und so stoppte meine Uhr bei 01:49:02 Stunden als ich wieder zu Hause ankam. Wer schnell im Kopfrechnen ist, hat sicher schon bemerkt, dass dies einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,51 km/h entspricht. Wahnsinn: wieder ein neuer Rekord.

Ich radelte noch kurz zum Bäcker und dann gab es lecker Brötchen zum Sonntagsfrühstück.

 

Lecker Brötchen mit Marmelade

Lecker Brötchen mit Marmelade

 

Abends meinte Juliregen dann noch Lust auf eine kleine Radtour zu haben und so erkundeten wir neue Wege bei und um Drackendorf. Leider gab es nicht viel zu sehen -wir hatten keine Lust mit unseren City-Rädern auf die Horizontale zu fahren- und so fuhren wir nach Ilmnitz und anschließend nach Rabis, um dort kurz vorm Ortseingangsschild zu wenden. Aber rund um Jena ist es mal schlecht mit einer kleinen Radtour. Es musste doch der ein oder andere Höhenmeter zurückgelegt werden.

Nach der Wende verpassten wir in Ilmnitz den Abzweiger nach Drackendorf und so fuhren wir auf der L1075 wieder Richtung Lobeda-Ost.

Wieder ein neuer Rekord
Wieder ein neuer Rekord

Wir kannten die Strecke nicht und so ahnten wir auch nicht, dass es auf dem nächsten Kilometer 81 m hinunter ging. Es rollte mich auf über 60 km/h und da die Straße perfekt war, entschloss ich mich noch einmal in die Pedale zu hauen und meinen Drahtesel auf 75,60 km/h zu beschleunigen. Sensationell. Da die Straße wirklich perfekt war, konnte ich mich die letzten 400 m gemütlich ausrollen lassen und meinen Erfolg mit einem lauten Schrei krönen ;).

Aber es ist Vorsicht geboten und deswegen wird sich jetzt intensiv mit der Sicherheit auseinander gesetzt und recherchiert welcher Helm der Beste für meine Fahrstil ist!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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