Jena und die Berge

Sonntag lief ich 45 min mehr oder weniger am Stück. Ich wählte eine frühe Laufzeit, damit ich Juliregen bei ihrem Testlauf mit dem Rad begleiten konnte. Es lief gut – bis darauf, dass die eine Unterführung nun doch wirklich gesperrt ist und ich waghalsig (an Bahnschienen vorbei) die A4 unterquerte. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, die Autobahn direkt zu überqueren… Aber ich bin noch jung und hänge an meinem Leben ;). Nach dieser kleinen Unterbrechung lief es dann wieder und ich war pünktlich zum Start bei Juliregen.

Nachdem ich zu Hause dann feststellte, dass mit meinen Beinen wohl wieder alles in Ordnung ist, bat ich meinem Coach um eine Fortsetzung meines Planes. Dieser war mit dem „Pseudotestlauf“ nämlich schon wieder zu Ende. Gesagt getan und so sollte ich heute 1,5 bis 2 Stunden mit dem Rad zurücklegen. Viele Möglichkeiten hat man in Jena ja nicht gerade. Eigentlich nur die: Immer der Saale nach, um nicht in den Bergen sein blaues Wundern zu erleben.

Ich entschied mich der Saale erst mal entgegen zu fahren und dann nach der Hälfte umzudrehen. Ich startete gegen halb neun bei wunderschönem Sonnenschein und Temperaturen um die 23°C. Der Wind war, wie so oft hier in Jena, sehr schwach und deshalb angenehm. Ich folgte also immer der Ausschilderung des Saaleradweges und wendete nach 25 km in Zeutsch. Die Idee an der Saale lang zu fahren war gut, aber ein „Flussradweg“ ist keine Garantie dafür, dass es immer eben ist. Ein Stück überraschte mich am Meisten. Ich glaube es war in Niederkrossen, bzw. kurz davor als es ohne große Warnung -mir ist zumindest keine aufgefallen- extrem steil bergab ging. Ganz leicht erreichte ich eine Spitzengeschwindigkeit von 63,40 km/h. Es wäre mit Sicherheit noch schneller gegangen, aber es führte in den Ort und ich hatte Angst auf irgendwelche Tröten zu treffen, die sich mir in den Weg stellen. Außerdem war ich das erste Mal dort und wusste auch nicht, wie der Verlauf der Straße sein würde. Also bremste ich scharf, sodass der Hinterreifen quietschte und rollte mit immerhin noch 50 km/h in den Ort hinein. Was für ein Erlebnis.

Nach der Wende musste ich diesen Berg ja auch irgendwie wieder hoch. Ein Schild gab sogar einen Hinweis: 10% Steigung auf den nächsten 350 m. „Na dann mal los“, dachte ich und nahm mir vor nicht abzusteigen. Oben angekommen hatte ich es  fast geschafft meinen Maximalpuls zu erreichen. 99% HFmax. Mann, war das eine Tortur. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, bin ich der Meinung, dass es entweder länger oder steiler bergan ging als das Schild beschrieb. Leider habe ich keine Uhr, die die Höhe misst. Noch nicht. Auf alle Fälle interessiert es mich wie steil der Berg wirklich war.

Nach 50 km und 01:57:03 Stunden kam ich wieder zu Hause an. Es war eine schöne Tour und ich freue mich am meisten darüber, dass mein Fahrrad ganz geblieben ist und ich nicht auf der Strecke in sich zusammenfiel. Soll ja Sportler geben, die dann um Hilfe betteln müssen, damit sie nicht den Tag mit Schieben verschwenden. Ich sag es ja immer: Besser Arm dran als Arm ab. Oder Nagetier?

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Ein Gedanke zu „Jena und die Berge

  1. Ja, ja … die Arme. Habe aber bereits wieder einen neuen Pedalarm. Auch neue Schrauben nenne ich jetzt mein eigen. Das Kettenblatt habe ich mal begutachten lassen – alles muss so sein, wie es ist.
    Jetzt wird nur noch ein Montagetermin gesucht, dann kann es wieder auf große Tour gehen.
    Euch wünsche ich viele neue Trainingskilometer, verletzungsfrei, und immer schön die Berge laufen, wenn man schon welche hat.

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