Erster Pseudotestlauf???

Heute ist es nun soweit. Der „große“ Testlauf steht auf dem Programm.

Nachdem ich ohne Probleme ins neue Jahrzehnt startete, gibt’s nun witterungsbedingte Schwierigkeiten. Mein Kraftprogramm an diesem Wochenende bestand mehr oder weniger darin, den Schnee zu beseitigen. Obwohl „beseitigen“ ist hier nicht das passende Wort. Vielmehr habe ich ihn an einen Ort geschoben an dem er nicht ganz so stört. Das erwies sich schwieriger als man annehmen könnte. Unsere Vorgärten sind fast bis zur Höhe des Zaunes mit diesem weißen Puder vollgeschüttet und auch die Straße ist nun nur noch einspurig befahrbar. Ich habe sowas noch nicht erlebt und auch wenn es schön aussieht, steht für mich und sicher für viele andere eins fest: Ich will kein Schnee mehr sehen.

Ich trainierte mit voller Beleuchtung unter Protesten einiger Autofahrer auf der Straße, weil es teilweise unmöglich war, auf dem Radweg nach Klockow ordentlich zu laufen. Da ich meinen Beinen nicht wieder zu viel zumuten will, laufe ich lieber auf einer ebenen Fläche und nicht durch Zentimeter hohen Schnee.

Erst am letzten Donnerstag war es durch fleißige Anwohner und den Einsatz von schweren Geräten möglich, die komplette Strecke auf dem Radweg  zu laufen. Bis auf ein Teilstück von vielleicht fünfhundert Metern, sah ich den asphaltierten Untergrund. Dieser schimmerte aber nicht wie gewohnt schwarz, sondern wie eine Kuh schwarzweiß gefleckt. Die Ursache dafür liegt an zentnerweise verstreutem Salz und nicht etwa an der Faschingszeit.

Der Lauf vom Donnerstag war der längste meines Comebacks. Drei mal Zwölf Minuten hieß es. Es ging bis ans Klockower Dorfende und wieder zurück nach Hause. Die ersten sechs Minuten sollten dabei langsamer gelaufen werden als die zweiten. Nach meiner Uhr lief ich nicht schneller als 05:40 min/km. Aber das Tempo spielt für mich noch keine Rolle. Nicht umsonst trainiere ich nach einem Aufbauplan.

Wie gesagt soll heute der Testlauf stattfinden. Mein Testlauf ist aber nicht wie andere Testläufe, bei denen man versucht bis zur „Kotzgrenze“ zu rennen. Mein Testlauf besteht einfach nur darin dreißig Minuten durchzulaufen. Dreißig Minuten ganz locker laufen ohne die üblichen Gehpausen, die der Plan sonst immer vorsieht.

Meine Freude auf diesen Tag war groß. Nun aber dieses Wetter und keine Strecke die schneefrei ist. Meine Einstellung zum Laufen unterzog sich in den letzten Monaten einem Wandel. Durch die vielen kleinen Verletzungen in der Vergangenheit höre ich jetzt mehr auf meinen Körper. Er soll sich langsam wieder an das Laufen gewöhnen und da ist ein Lauf im hohen Schnee nicht gerade der richtige Weg.

Ich werde heute Abend die Lage begutachten und dann entscheiden.

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