Kuhweg bei Dunkelheit

Es steht die kalte Jahreszeit vor der Tür und somit kaum noch möglich ohne Teelicht auf dem Kopf eine kleine Runde zu drehen. Dadurch dass ich noch nicht sehr lange Strecken laufe, sehe ich auch kaum eine Möglichkeit diese zu variieren. Nach der Erwärmung geht es fast immer den Kuhweg -ein befestigter aber nicht asphaltierter Radweg- runter in Richtung Waldstadion. Dann noch höchstens 500 Meter und ich drehe um.

Der Kuhweg ist ein schöner Weg zum laufen. Leider ist er nicht gerade eine Leuchte und deshalb empfiehlt es sich nicht diesen Weg ohne Lampe zu laufen. Der Kuhweg hat auch etwas Mysteriösen. Es gab Momente an denen mein Puls ohne große Anstrengung ein paar Prozent nach oben ging. Einer davon war am letzten Donnerstag. Ich lief in Gedanken und plötzlich raschelte es im Gebüsch. Dann sah ich die leuchtenden Augen vor mir. Bambi machte mit ihrer Familie einen kleinen Ausflug. Rehe sind ja nicht schlimm und ich treffe sie lieber auf dem Radweg als auf öffentlichen Straßen mit der Stoßstange. Aber hätten die sich nicht anmelden können. Um ein Haar wäre ich nämlich vom rechten Weg abgekommen. Aber so bleibt diese Trainingseinheit wenigstens in Erinnerung.

So langsam gewinne ich auch das Vertauen in meine Beine zurück. Ich bin jetzt schon 15 Tage clean. Das heißt 15 Tage ohne eine Spritze. Naja nicht ganz. Ich war am Mittwoch beim Gesundheitsamt um mich impfen zu lassen. Das soll dann aber auch der letzte Picks für dieses Jahr gewesen sein.

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Das wars, es ist vorbei…

Damit ist nicht meine kleine Karriere als Läufer gemeint, sondern die Tatsache dass der Gott in Weiß meinte, es sei wohl das letzte Mal gewesen.
Das letzte Mal an dem ich gespritzt wurde. Ach wäre das schön, wenn mein Gast samt Untermietern endlich komplett ausgezogen ist. Lange genug habe ich jetzt dafür gesorgt, dass er sich nicht wohl fühlt. Ich habe nicht genau mit gezählt -ich höre immer bei vier auf zu zählen- aber es waren weit über 15 Stiche in meine sexy Beine ;).

Ich soll es langsam angehen lassen und mir noch keine festen Ziele für 2010 stecken. Ich werde es auch langsam angehen lassen. Die Stufe II des heiligen Aufbauplanes endet am 27.12.2009 mit einem 30 minütigen Lauf. An diesem Tag werde ich das erste Mal nach meiner Verletzung langsame 30 Minuten am Stück laufen.

Ich dachte es wäre heute extrem voll bei Bodo, aber wie sich heraus stellte, muss man für die Impfung gegen die Schweinerei in Neubrandenburg zum Gesundheitsamt. Also blieb die ganz große Warterei aus. Ich musste „nur“ zwei Stunden in den Zeitschriften blättern und lesen was es für neue tolle Autos gibt. Zum Glück habe ich nicht genau Statistik geführt wie oft und wie lange ich dieses Jahr bei ihm war. Ansonsten würde ich wohl heulend zusammen brechen. Dazu fällt mir doch glatt ein altes Sprichwort ein: „Gut Ding will Weile haben.“ Ja in so einem Wartezimmer hat man sogar ganz „lange-Weile“.

Arztbesuch und dann doch nicht…

Ganz gesund bin ich immer noch nicht. Meine Beine machen mir noch ein bisschen Sorgen. Aber ich trainiere mittlerweile wieder nach Plan. Angefangen habe ich am 19.09.2009 mit fünf mal 30 Sekunden laufen und drei minütiger Gehpause. Nach dem der Plan den Umfang allmählich steigerte, lief ich gestern vier mal vier Minuten mit einer Minute Gehen. Ich fühle mich gut und es macht Spaß. Auch wenn die Witterungsbedingungen nicht ideal sind. Nachdem Frau Holle nämlich am Mittwoch meinte, sie müsse unbedingt die Betten so kräftig schütteln, dass die wunderschönen Laufwege mit acht Zentimeter Neuschnee bedeckt waren, stieg die blaue Flüssigkeit gestern auf acht Grad Celsius und aus den schneebedeckten Laufwegen wurden viele kleine Spielplätze für Wildschweine ;). Ich lief mit meiner Stirnlampe ausgerüstet auf dem asphaltierten Radweg Richtung Klockow und deswegen sah ich hinterher noch aus wie ein Läufer und nicht wie jemand der den Strongman-Run absolviert hat.

Meine Beine (Knochenhäute) schmerzen nicht mehr, aber ich merke da ist noch was. Gestern stand auch ein Besuch bei Bodo in meinem Terminkalender. Also fuhr ich nach der Arbeit nach Neubrandenburg, um mir nach zweiwöchiger Pause wieder ein paar Pickser abzuholen. Dort angekommen wunderte ich mich schon. Der Parkplatz leer? Kein Audi vor der Tür? Nicht das der jetzt zu hat? Doch er hatte zu. Wiedereinmal legte ich diese Strecke umsonst zurück. Am Montag muss ich dann nochmal hin. Dann ist die Bude mit Sicherheit wieder so brechend voll, dass ich mir abends nichts mehr vornehmen kann. Was nimmt man nicht alles auf sich, um dazu zu gehören.