11. Morgenpost Dresden Marathon

Am Wochenende stand wieder eine kleine Reise auf dem Plan. Dresden lud zum 11. Morgenpost Marathon ein. Dieser Lauf gehört mittlerweile schon zum festen Programm bei uns. 2007 waren wir das erste Mal mit von der Partie und das sollte sich die darauf folgenden Jahre auch nicht ändern.

Samstag früh fuhren wir -wie fast jedes Mal wenn wir in Dresden sind- nach Moritzburg und liefen um das wunderschöne aber noch nicht fertig restaurierte Schloss. Bei mir standen wieder fünf Mal zwei Minuten gehen und drei Minuten laufen auf dem Plan.

Nachdem wir uns im Hotel bei einem herrlichen und sehr reichhaltigen Frühstück gestärkt hatten, ging es in die City, um die Marathon Messe im Congress Center unsicher zu machen. Runnerspoint war auch dort und ich fand sogar eine lange Laufhose von Nike -warum nicht gleich so. Das Laufen mit Baumwohl-Boxer-Shorts hat jetzt auch ein Ende. An einem Stand gab es Sportunterwäsche und ich zockte gleich zwei Teile die dafür sorgen, dass alles da bleibt wo es hingehört und zu dem auch noch sehr bequem sind.

Am Sonntag startete das Feld pünktlich um 10:00 Uhr. Ich filmte -wie letztes Jahr- von der Marienbrücke aus das Spektakel. Neben mir stand ein Fotograf von First Foto Factory und wir atmeten auf, als nach circa acht Minuten alle Läufer an uns vorbei waren und wir uns wieder frei bewegen konnten. Ich schwang mich auf mein Esel und fuhr Anne und Kersten hinterher. Anne lief die 10 km und Kersten wollte seinen zweiten Marathon laufen. Mein Ziel war es die beiden vor der Weiche für die 10 km einzuholen. Bei Kilometer vier postierte ich mich und beobachtet das Feld.  Sie liefen gerade an mir vorbei und zum Glück sah Anne mich und machte auf sich aufmerksam. Also begleitet ich Anne und machte weitere Aufnahmen mit der Viedokamera.

Im Ziel angekommen war Anne drei Sekunden schneller als beim diesjährigen Eichenlauf. Kersten musste auf Grund von Knieschmerzen leider nach der Hälfte schon ins Ziel und holte uns -da kein Handy zur Hand- zu Fuß bei Kilometer 29,5 ab.

25% Rabatt und doch wieder nichts gefunden

Nachdem ich den schweren beruflichen Schultag hinter mich gebracht habe, wollte ich in die City und mir etwas gönnen. Runners-Point lockte nämlich wieder mit 25% Rabatt auf Alles. Anne und ich fanden bei der letzten 25%-Aktion von Runners-Point in Neubrandenburg nicht wirklich viel, deswegen dachte ich, ich gucke nochmal nach langen Laufsachen für den Winter. Ich hoffte auf eine größere Auswahl als beim letzten Mal.

Ich nahm mir vor, alles an zu probieren was mir gefällt. Nach 20 minütiger Suche verschwand ich mit sage und schreibe 2 Hosen und einem Langarm-Shirt in der Umkleidekabine. Die L bei den Hosen war mir doch etwas zu groß. Also war ich guter Dinge, dass die M genau passt. Mit der Weite war ich voll und ganz zufrieden, aber die Hose war eindeutig zu lang. Nach intensiver Betrachtung stellte ich fest, dass die M genau so lang war wie die L. Ich weiß nicht was ADIDAS sich dabei gedacht hat. Thema Hose war also abgehakt und ich kümmerte mich nun um das Langarm-Shirt (ADIDAS). Diese L erwies sich aber nach kurzer Anprobe auch als zu luftig. Das Laufshirt gefiel mir aber und deswegen fragte ich nach einer M. Man vertröstete mich und meinte sie (die M) könne bestellt und sogar zu mir nach Hause geschickt werden. Na das kann ich auch alleine, dachte ich und lehnte dankend ab. Als ich dann den Filialleiter nach ASICS-Bekleidung fragte, bekam ich als Antwort, dass sie ASICS-Bekleidung (ausgenommen Schuhe) aus dem Sortiment genommen haben. ASICS soll seiner Meinung nach nur noch schlechte Qualität produzieren. Aha, das höre ich zum ersten Mal, aber ich lasse mich gerne belehren.

Nach dreißig Minuten verließ ich sichtlich genervt und mit leeren Händen das Geschäft.

Ich dachte Runners-Point ist ein Laufsport-Laden, in dem es hauptsächlich Laufsachen gibt. Meine Meinung ist, dass sich der Laden in Neubrandenburg gut zum Kauf von Sneackers und Laufsachen für Spaßläufern eignet. Ich schätze, dass zwei drittel der Ladenfläche alleine für den Verkauf von diesen Freizeitschuhen verschwendet wird. Und einige Spaßläufer denken sicher, dass sich eine Kapuze gut zum Laufen eignet -na sicher, falls es mal regnet. Nee das geht gar nicht. Sozusagen ein No-Go für echte Läufer.

Ich bin enttäuscht, aber trotzdem voller Hoffnung, dass ich nächste Woche dort mehr Erfolg habe, wenn ich mir mit der Hilfe von Anne neue Treter zu legen will. Gegen die Laufschuh-Beratung gibt es nämlich bis jetzt noch nichts zu einzuwenden.

Jogger, Läufer und „Pseudo-Intervalle“

Es wird Herbst. Der Sommer ist vorbei und ich fange mit dem Aufbautraining an. Ich kenne Menschen die im Frühjahr anfangen zu laufen bzw. zu joggen und die jetzt zu dieser Jahreszeit ihren Höhepunkt haben, denn im Winter, in dem es nass, kalt und dunkel ist, laufen diese Menschen nicht. Deswegen bezeichnen wir diese Menschen auch als Jogger und nicht als Läufer. Aber mir sind Jogger immer noch lieber als diese „Stöckchenhintersichherzieher“.

Ich muss gestehen, dass ich in meinem Leben noch keinen vollen Winter trainiert habe. Richtig laufen tue ich erst seit 2007. Das war auch mein bestes Jahr. Allerdings habe ich Dinge nicht beachtet, die man aber beachten muss, wenn man auf diesem hohen Niveau läuft. Somit verletzte ich mich und pausierte den ganzen Winter 07/08. Zehn Wochen vor dem Oberelbe HM in Dresden (20.02.08) fing ich wieder an zu laufen. Im Sommer 2008 verletzte ich mich erneut. Diesmal am Knie. Ursache waren Schuhe, die auf Grund meines Laufstils längst das Rentenalter erreicht hatten. Es folgten weitere kleinere Verletzungen, die es auch nicht erlaubten im Winter 08/09 durchzulaufen.

Ich bin also gespannt, ob ich es diesen Winter schaffe. Heute ging es einen Schritt in die richtige Richtung. Meine Beine haben die „Pseudo-Intervalle“ (fünf mal, drei Minuten gehen und eine Minute laufen) gut überstanden und jetzt bin ich auch optimistisch für die Zukunft.