Ein gutes Gefühl

Gerade war ich draußen und ich bin sogar ein wenig gelaufen. Um genau zu sein waren es zusammengerechnet fünf Minuten im langsamen Laufschritt. Leider spielte das Wetter nicht mit, aber das bin ich irgendwie gewohnt. Die wenigen Male, die ich in letzter Zeit meine Laufsachen über schmeißen konnte, regnete es entweder oder es tobte ein fürchterlicher Sturm. Zumindest habe ich das Gefühl. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter. Eine dreiviertel-Tight, ein langes Laufshirt und die gute warme Netto-Lauf-Jacke schützten mich heute. Da ich am Wochenende mit starkem Schnupfen zu tun hatte, wollte ich mich lieber ein bisschen wärmer anziehen, als dass ich dann ganz flach liege.

Ich lief heute sogar in Begleitung. Mein alter Freund der dnt Sporty MP3-Player hat mich sicher schon vermisst. Peter Fox sorgte dafür, dass ich bei den Geh-Pausen -die ich laut Plan machen soll- nicht einschlafe. Beim Laufen schaltete ich dann aber auf Pause, um das wunderschöne Lauf-Gefühl voll und ganz zu genießen. Es ist ein gutes Gefühl.

Morgen gehe ich eine halbe Stunde lang schwimmen. Dazu fahre ich das letzte Mal für dieses Jahr ins Waldbad. Zum Glück hat das Wasser eine angenehme Temperatur, denn auch Schnupferitis sollte man nicht unterschätzen.

Vorerst gute Nachrichten

Am Samstag startete ich, wie schon angekündigt, mit meinen ersten kleinen Schritten. Anne, die sich jetzt mit Kersten auf der heiligen Insel befindet und dort einen Trekking-Urlaub macht, entwickelte für mich noch einen Trainingsplan, der für die nächsten vier Wochen gilt. Dieser Plan sorgt dafür, dass ich es nicht übertreibe und auch meinen Körper in Form bringe.

In den ersten beiden Wochen soll ich jeweils drei Minuten gehen und 30 Sekunden langsam Laufen. Das steigert sich dann jede Woche ein bisschen und wenn ich dann auch immer fleißig meine Kraftübungen mache, denke ich dass ich im nächsten Jahr wieder so weit bin, dass ich an Wettkämpfen teilnehmen kann.

Bodo meint die Steigerungen sind gut und ich solle ruhig schon anfangen. Spritzen müssen wir zwar weiterhin noch mindestens einmal, aber zum Glück hat dieses Tabletten-Geschlucke ein Ende.

Fehler sind zum Lernen da!!!

Dies ist der Leitspruch für den Winter und überhaupt für mein gesamtes Training. Nachdem das letzte Laufjahr wirklich mehr mit irgendwelchen Weh-Wehchen zu tun hatte, als mit sportlichen Leistungen, möchte ich doch in der nächsten Saison durchlaufen.

Fehler wie zum Beispiel zu starke Belastung nach längerer Laufpause, kein Stabi-Training, kein Alternativ-Training und vor allem Ungeduld waren die Ursachen für eine wirklich schlechte Laufsaison 2009. Jetzt heißt es einen Schlussstrich ziehen und diese Fehler nicht zu wiederholen.

Am Wochenende mache ich meine ersten kleinen Laufschritte. Also ich gehe und trabe abwechselnd. Laufen kann man das wirklich nicht nennen. Da Kersten am Sonntag seinen ersten Marathon läuft und sich für die Premiere den Baden-Marathon in Karlsruhe raus suchte, finden diese ersten „Lauf-Geh-Versuche“ Samstag Früh in Jena statt. In Jena legen wir nämlich eine Pause ein, damit die Fahrstrecke vor dem großen Lauf doch relativ gering bleibt.

Es ist ein Geduldspiel

Tja was soll ich sagen. Am liebsten wäre mir ich könnte davon berichten, dass ich wieder mit dem Laufen angefangen habe und meine Beine überhaupt nicht mehr schmerzen. So ist es dann leider doch nicht ganz.

Am Dienstag war meine letzte Behandlung bei Kurt und am Mittwoch gab Bodo mir wieder ein paar Stiche. Seitdem Bodo sich das Knie verdreht hat und nicht mehr laufen kann, hat er nach eigenen Angaben viel mehr Zeit für seine Patienten und muss keine Sprechstunde mehr ausfallen lassen. Ist zwar schade für ihn aber alles Gute ist nie beisammen. So merkte ich als Patient, dass er viel lockerer war und nicht mehr unter soviel Stress stand. Es hat aber auch sicher damit zu tun, dass ich erst der Zweite war, den er an diesem Tag behandelte.

Lange Rede kurzer Sinn. Meinen Beinen geht es seiner und auch meiner Meinung nach schon viel besser. Ich soll am Wochenende wieder einen kleinen Lauf -na ich nenne es mal Jog- wagen. Da ich es aber auch nicht gleich wieder übertreiben will, werde ich einen Spaziergang oder eine Wanderung vorziehen. Am Wochenende ist sowieso ein Trip nach Sachsen geplant und bei der Gelegenheit wird sich sicher ein Tag für eine kleine Wanderung anbieten.

Nächste Woche husche ich nochmal kurz bei Bodo vorbei und bis alles wieder tipi topi ist, versuche ich Ruhe zu bewahren und alles richtig zu machen. Schließlich soll dieser Blog von meinen Läufen berichten. Bis jetzt überwiegt leider die Anzahl der Arztberichte.

Verdrehte Welt

Vor zehn Tagen war ich das erste Mal wegen meiner bösen Knochenhaut bei Bodo. Heute Morgen besuchte ich ihn zum dritten mal und er spritze mir wieder ein Zaubermittel. Bodo meint, dass ich Fortschritte mache, aber es noch  zu früh sei meine Knochen zu belasten.

Nachdem mein Blutdruck von den anderen Tabletten so stark anstieg, dass ich teilweise dachte mein Kopf platzt jeden Moment, bekam ich nun verträglichere Tabletten (Meloxicam 15 mg). Davon soll ich Morgens eine in mich hineinstopfen. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich an erhöhten Blutdruck (essentielle Hypertonie) leide und somit sehr anfällig bei solchen Sachen bin.

Jetzt hoffe ich, dass sich mein Leben bald wieder normalisiert und ich mehr Zeit mit dem Laufen verbringe und dafür nur noch selten (besser gar nicht) im Wartezimmer eines Arztes sitze und feststellen muss, dass ich alle interessanten Zeitschriften schon gelesen habe. Außerdem will ich mein Geld endlich wieder in Laufklamotten investieren und nicht alles für Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche, Medikamente und so ein Zeug ausgeben.

In ferner Zukunft will ich auch wieder als Läufer und nicht als „Kilometerschildaufsteller“ und Hobbyfotograf bei Laufveranstaltungen teilnehmen. So war es nämlich auch dieses Jahr beim 7. Ivenacker Eichenlauf in Stavenhagen. Zusammen mit Kersten, der den Lauf einfach nicht in seinen derzeitigen Marathontrainingsplan integrieren konnte, beschilderte ich den Wald. Nach dem Start unterstützte er dann Anne, denn sie war die einzige die an diesem herrlichen Event teilnehmen konnte. Ich hingegen peste mit meinem Fahrrad an verschiedene Stellen der Strecke um wunderschöne Bilder zu schießen. Zu guter Letzt ist noch zu erwähnen, dass Anne unsere kleine Laufgruppe sehr gut vertrat. Sie wurde erste bei den Frauen und sicherte sich somit ihren ersten „ersten Platz“.