Pfingsten wird gelaufen

Vier Wochen ist mein letzter Wettkampf schon wieder her. Die Zeit verging schnell und beim Blick auf den Kalender fiel mir auf, dass die Horizontale Rund um Jena bald ansteht. Die Anmeldung erfolgte schon am 01.03.2012 und irgendwie schaffte ich es das Ganze zu verdrängen. Es ist ja nur eine Wanderung ;-) . Mit 100 km aber trotzdem kein leichtes Unterfangen. Egal. Verdrängung heißt das Zauberwort. Am Besten geht das natürlich, mit neuen Zielen. Es musste ein Wettkampf her. Möglichst am Wochenende vor der Horizontale. Ich durchstöberte das Internet nach diversen Veranstaltungen. Trotzdem der ein oder andere Lauf am Pfingstwochenende angeboten wird, erwies sich die Suche als knifflig. Nach langem hin und her viel die Entscheidung auf das 4. Pfingstrennen um den Bärwalder See.  Bereits 2010 war ich vor Ort. Damals aber nur als Bodencrew und Chauffeur.

Ich werde über die 10 km an den Start gehen und wenn ich mir die letzten Trainingswochen so ansehe, sollte doch eine deutliche Steigerung zum Heineparklauf (38:24 min) drin sein. Nach dem Lauf bleiben mir dann ja immer noch vier volle Tage, um mich zumindest mental auf meine 3. Horizontale vorzubereiten. Ich bin gespannt :-) .

Fotos – 35. Lobdeburglauf

An diesem Wochenende lud der WSG Lobeda e.V. zum 35. Lobdeburglauf. Der Start sollte 10:00 Uhr erfolgen und da ich erstens erst nach dem Mittag zu meinem Trainingslauf starten wollte und zweitens der Lauf fast vor der Haustür statt fand, schnappte ich mir die Kamera, um den Teilnehmern ein paar schöne Fotos als Erinnerung zu schießen:

Bilder 35. Lobdeburglauf 2012*

Da der Lauf über die 15 km Teil des Saalecups 2012 ist, waren auch die üblichen Verdächtigen am Start. Bei den Männern holte sich erneut Steffen Tostlebe den Sieg. Auf Platz zwei und drei folgten Thomas Häusler und Sebastian Seyfarth. Bei den Frauen konnte sich Christina Rottenbach vor Jana Schröder und Jula Mc Gibbon platzieren.

Weitere Ergebnisse findet ihr hier.

*Die Bilder können für den privaten Gebrauch kostenlos heruntergeladen werden. Für jede Art der kommerziellen Nutzung bedarf es einer Zustimmung meiner Seite. Es kann in dem Fall über das Kontaktformular eine Anfrage gestellt werden.

24. Jenaer Duathlon

Wie im letzten Jahr stand ich 11:50 Uhr an der Startlinie. Einziger Unterschied: Ich wollte mehr. Schonte ich mich verletzungsbedingt im Vorjahr noch beim Laufen, ging dieses Mal gleich von Beginn an die Post ab. Am Ende waren die 5 km Laufen, 20 km Rad und 2,5 km Laufen doch anstrengender als erwartet.

Trotz der frühen Anreise war ich sichtlich nervös. Immer wieder ging ich in Gedanken die Wechsel durch. Nach erfolgreichem und etwas unorganisiertem Rad-Check -In suchte ich mir eine gute Position für mein Rad und stellte es in den Ständer, welcher in diesem Jahr übrigens ein besonderes Lob verdient hat. Ich legte meine Sachen (Radschuhe, Helm, Brille und ein zweites Paar Laufschuhe) wohl überlegt neben bzw. auf mein Rad. Obwohl ich über keine spezielle Triathlon-Ausrüstung verfüge, wollte ich beim Wechsel so wenig Zeit wie möglich verlieren.

Die Erwärmung wurde auf Grund des verzögerten Rad-Check-Ins etwas verkürzt. Dann gesellte ich mich zu Juliregen, um mit ihr den Streckenverlauf durchzusprechen und mich irgendwie abzulenken. Verdammte Axt war ich nervös.

Fast pünktlich zündete 11:56 Uhr die Startpistole. Alle preschten los und ich war mittendrin. Die ersten Kilometer verliefen recht locker. Einziges Manko war die extrem trockene Luft. Trotzdem waren die Zeiten recht passabel. Ich strebte ein Tempo von 03:45 min/km an und lag mit meinen 03:47 min/km auch nur knapp drüber. Zurück im Stadion fand ich gleich mein Rad und wechselte Basecape gegen Helm und Brille und Lauf- gegen Radschuhe. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich aufs Rad steigen konnte und mich Richtung Schnellstraße bewegte. Trotzdem war ich beim ersten Wechsel ganze neun Sekunden schneller als im Vorjahr.

Start der Jedermänner zum 24. Jenaer Duathlon

Start der Jedermänner zum 24. Jenaer Duathlon

Auf dem Rad versuchte ich von Anfang an Druck zu machen. Doch irgendwie kam ich nicht in Fahrt. Als ich bei der ersten Wende aus dem Sattel ging, um wieder Schwung zu holen, spürte ich deutlich meine Oberschenkel. So fühlt es sich also an, wenn man sich vorher nicht nur 5 km warmläuft. Die Kilometer vergingen und so langsam kam ich dann auch ins Rollen. Trotzdem wurde ich von einigen überholt, wenn nicht gar stehen gelassen. Wahnsinn was die da in den Asphalt brennen können. Sicher steckt gerade in meiner Radhaltung noch großes Potenzial, aber noch sitzt das Geld nicht locker genug, um in entsprechende Ausrüstung zu investieren ;) .

Stellenweise war ich alleine unterwegs

Stellenweise war ich alleine unterwegs

Diesmal ohne Zielspurt

Diesmal ohne Zielspurt

Nach vier schier endlosen Runden bog ich rechts ab und rollte Richtung Stadion. Dort wartete das im Vorfeld präparierte zweite Paar Laufschuhe auf mich. Wieder konnte ich ohne nennenswerte Probleme wechseln und so machte ich mich auf die finalen 2,5 km durch den Park. Schon auf den ersten Metern merkte ich aber, dass da nicht mehr viel geht. Die Beine waren schwer und der Mund trocken. Ich versuchte zu beschleunigen oder zumindest das angeschlagene Tempo zu halten, doch es lief überhaupt nicht rund. Ich versuchte alles und kämpfte Schritt um Schritt. Dann endlich die letzten Meter. Ich hörte den Stadionsprecher und holperte auf die blaue Tartanbahn. Noch einmal versuchte ich das Tempo zu forcieren. Doch es ging nicht.  Mein Puls unter 90 %, doch ich bekam kaum Luft. An einen ordentlichen Zielspurt war nicht zu denken. Wie sich am Ende rausstellte, sorgte eine Blockierung im Rücken für Kurzatmigkeit und Schmerzen beim Einatmen.

Nach offiziellen 01:04:05 h konnte ich das Rennen beenden und verfehlte mit dem 11. Rang nur knapp die erhofften Top 10 der Jedermänner. Insgesamt hat mir der Wettkampf gezeigt, dass auf dem Rad noch ein gewisses Potenzial vorhanden ist und ich insbesondere das Laufen nach dem Radfahren besser trainieren muss.  Jetzt werde ich mich erholen und dann versuchen meine Laufumfänge und -intensitäten zu steigern, damit das mit der PB auf der 10-km-Distanz in diesem Jahr auch noch was wird.

Hier noch die üblichen Zahlen (Ergebnisse):

Lauf 1: 00:20:08 h für 5.300 m
Wechsel: 00:00:47 h
Rad: 00:32:29 h für 19,42 km
Wechsel: 00:00:55 h
Lauf 2: 00:09:46 h für 2.400 m
offizielle Gesamtzeit: 01:04:05 h
Platzierung: 11. von 62

34. Kyffhäuser Berglauf

Mein erster wirklicher Berglauf. Ohne spezielles Training und ohne besondere Ambitionen ging ich beim diesjährigen 34. Kyffhäuser Berglauf auf der Sprintdistanz (6 km) an den Start. Das Rennen war kurz und knackig und am Ende fehlte nicht viel für einen Podestplatz.

Ein etwas überraschender Besuch vom Nagetier sorgte am letzten Wochenende für eine kleine Planänderung im Terminkalender. Eigentlich wollte ich beim 31. Jenaer Forstlauf über 12,8 km an den Start gehen. Stattdessen fuhren wir im Dreiergespann nach Bad Frankenhausen und ich meldete mich für die 6 km Strecke nach.

Kurz vorm Start

Das Höhenprofil, welches ich mir im Vorfeld genauer anschaute, versprach ein kurzes aber hartes Rennen. Es lagen 135 HM, welche an einem Stück zu absolvieren waren, vor mir.  Nach einer ausgiebigen Erwärmung teilte ich der Bodencrew noch meine Prognose (sub25) mit und begab mich zum Startbereich. Hier schien alles nur noch auf mich zu warten.

Höhenprofil Kyffhäuser Berglauf 6 km

Höhenprofil Kyffhäuser Berglauf 6 km

Nach dem Startschuss das übliche Prozedere. Alles prescht voran und ich bewahre Ruhe. Anders als bei meinen bisherigen Rennen, hatte ich nach 500 m aber immer noch Blickkontakt zur Spitzengruppe. Ich befand mich auf Position Sieben und hoffte auf schwächelnde Konkurrenz.

Die ersten beiden Kilometer führten uns auf Asphalt aus der Stadt heraus. Für den dritten Kilometer schaltete ich meine Uhr auf Höhenansicht. Die Hälfte war geschafft. Noch knapp 60 HM lagen vor mir und ich überholte wieder einen Läufer. Am “Gipfel” angekommen trafen wir auf die vor uns gestarteten Halbmarathonis. Durch die vielen Teilnehmer und dem Bergabgerenne verlor ich den Überblick. Ich wurde aber nicht überholt und so musste ich mich auf Platz 5 oder 4 befinden.

Fast zu schnell für die Kamera ;-)

Fast zu schnell für die Kamera

Dann sah ich ein Schild, welches den letzten Kilometer einläutete. Ich war verwundert. Zeigte Garmin doch erst 4,7 km an. Als es wieder flacher wurde, versuchte ich nochmals Tempo zu machen und bog auf die Zielgerade. Hier überraschte ich die Bodencrew mit meinem frühen Erscheinen. Am Ende reichte es mit einer Zeit  von 22:15 min für einen sehr guten vierten Platz. Das mit dem nach vorne Drehen der Startnummer klappte zwar besser als beim Heineparklauf, aber irgendwie wollte sie dann doch nicht so wie ich ;-) .

Alles in Allem war es eine wirklich gelungene Laufveranstaltung. Der Start war pünktlich, die Strecke bestens markiert, die Zeitnahme elektronisch und die Ergebnisse innerhalb von wenigen Minuten online abrufbar. Läuferherz, was willst du mehr :-) .

Zusammenfassung:

Zeit: 22:15 min (5,7 km)

Gesamtplatz: 4. von 131

AK-Platz: 4. von 22

(Ergebnisse)

zum Bericht vom Nagetier (Marathon)

19. Heineparklauf in Rudolstadt

Kein Risiko. Kontrolliertes Laufen. Negativer Split. Das waren die Vorgaben, welche ich mir im Vorfeld selbst überlegt habe. Nach dem Lauf kann ich hinter keinen dieser Punkte einen Haken setzen. Das soll aber nicht heißen, dass ich das Rennen verkorkst habe.

Bahnhof Rudolstadt

Zusammen mit Juliregen reiste ich mit dem Zug nach Rudolstadt zum ersten Lauf des diesjährigen Saale-Cups. Mit reichlich Zeitpuffer trafen wir im Start-Ziel-Bereich ein. Hier waren die Jungs vom Laufservice-Jena bereits am Aufbauen der Zeitmessanlage. Mit Spannung erwartete ich das bereits im letzten Jahr angekündigte Messverfahren per Chip. Zu meiner Ernüchterung handelt es sich hierbei aber um eine für mich unpraktische Variante, bei der der Teilnehmer den am rechten Handgelenk befindlichen Chip an einem Kasten vorbeiführen muss. So wie es aussah läuft das Verfahren noch in der Testphase, da parallel, wie im letzten Jahr, die Zeitnahme per Eintippen der Startnummer erfolgt.

Kurz vor KM 1

Kurz vor KM 1. Hier war die Welt noch in Ordnung.

Aber zurück zum Lauf: Ich ordnete mich relativ spät, dafür aber weit vorne, im Starterfeld ein. Vorteil dabei ist immer, dass keine Sekunde beim Start verschenkt wird. Dagegen steht das hohe Anfangstempo der Masse. Also drosselte ich mich auf den ersten 500 m und wurde von vielen überholt. Einige von ihnen konnte ich im Laufe des Rennens wieder einsammeln ;-) .

Kurz vorm Ende der ersten 5 km Runde

Kurz vorm Ende der ersten 5 km Runde

Die Strecke war offiziell vermessen und jeder Kilometer verfügte über eine gut sichtbare Markierung. Die erste Runde (5 km) verging fast wie im Flug. Trotzdem merkte ich jetzt schon, dass es zum Ende hin sehr schwer werden würde. Schon der sechste Kilometer wollte nicht enden und ich sehnte den Zieldurchlauf herbei. Die Auswertung zeigt, dass ich nach dem sechsten dann auch sichtlich abgebaut habe. Keine Ahnung woran es lag. Mit Zeiten unter 04:00 min/km bin ich dennoch zufrieden. Was ich aber beim neunten Kilometer (04:20 min) gemacht habe? Keine Ahnung. Ich lass es mal so stehen ;-) .

Das mit dem Startnummernband muss ich nochmal üben.

Das mit dem Startnummernband muss ich nochmal üben.

Auf dem letzten Kilometer konnte ich mich noch mal zusammenreißen und eine Zeit von 03:40 min hinlegen. Insgesamt hat es am Ende für eine hervorragende 38:24 min gereicht.

Rückblickend auf meine Laufumfänge, welche zurzeit maximal 30 km in der Woche betragen,  und die gerade erst beginnende Laufsaison bin ich ganz optimistisch, dass ich in diesem Jahr eine neue PB auf den 10 km laufen kann.

Zusammenfassung:

Zeit: 38:24 min

Gesamtplatz: 18. von 193

AK-Platz: 10. von 34

(Ergebnisse)

Start der Wettkampfsaison 2012

Wie im letzten Beitrag angekündigt, starte ich an diesem Wochenende in Rudolstadt beim 19. Heineparklauf über die 10 km in die Wettkampfsaison 2012. Leider meldete sich mein Unterschenkel. Ein altes, ja sehr altes Leiden, mit dem ich immer wieder zu kämpfen habe -mediales Schienbeinkantensyndrom. Wahrscheinlich steigerte ich die Laufgeschwindigkeit doch ein wenig zu schnell. So absolvierte ich in der letzten Woche nur eine Laufeinheit. Dank des Wetters und einer flexiblen Arbeitswoche verlegte ich den Schwerpunkt kurzerhand aufs Rad. Kann ja in Vorbereitung auf den Jenaer Duathlon in fünf Wochen auch nicht verkehrt sein. So standen am Sonntag 313 km auf dem Tacho und 10 km im Lauftagebuch.

Nach einem Ruhetag am Montag folgte am Dienstag eine Koppeleinheit. Erst fuhr ich 50 km mit dem Rad, um anschließend noch langsame 10 km an der Saale zu laufen. Nach dem Lauf konnte ich aufatmen. Keine Schmerzen. Alles im grünen Bereich. Dem Start am Samstag steht also nichts im Weg.

Eine Frage bleibt. Welches Tempo? Das Training in den letzten Wochen lief gut und noch nie war ich so früh so gut in Form. Ein Angriff auf die PB (37:35 min) von 2007 wäre unter Idealbedingungen möglich gewesen. Durch den kleinen Rückschlag, werde ich aber nicht volles Risiko laufen und lediglich eine Zeit deutlich unter 40 min anpeilen. Plan ist es kontrolliert zu laufen und eventuell einen negativen Splitt hinzulegen. Was am Ende dabei herauskommt, werden wir sehen. Ich bin gespannt und freue mich auf Samstag, auch weil ich auf eine kleine aber professionelle Bodencrew zurückgreifen kann.

Endlich Frühling

Nun ist der Winter offiziell vorbei und die Laufsaison 2012 kann beginnen. Eigentlich hat sie ja schon begonnen. Wettkämpfe gab es für mich in diesem Jahr zwar noch keine, dennoch stehe ich voll im Training und kann mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden sein.

Hat am Anfang des Jahres die rechte Wade noch ein wenig rumgemuckt, konnte ich dieses Problem (hoffentlich) in den Griff bekommen. Meine Laufumfänge stehen bereits wieder bei 30 km in der Woche. Die restliche Zeit fülle ich mit regenerativen oder intensiven Radeinheiten auf. Gerne würde ich auch die eine oder andere Schwimmeinheit mit in mein Trainingstagebuch schreiben, aber unser Schwimmbad in Jena muss auf Grund von Baumängeln grundlegend saniert werden.

Nun ist langsam die Zeit gekommen, sich über die bevorstehenden Aufgaben Gedanken zu machen. Welche Ziele stelle ich mir in diesem Jahr? An welchen Wettkämpfen will und kann ich teilnehmen? Und die wichtigste Frage: Was ist realistisch? Natürlich male ich mir aus, wie sich das Jahr 2012 idealerweise für mich gestalten könnte. Zu sehr festlegen will ich mich aber noch nicht und so plane ich in kleinen Schritten.

Am 24.03.2012 wird sich beim Heineparklauf in Rudolstadt zeigen, wie gut oder schlecht ich meine Laufform über den Winter bringen konnte. Geplant sind die 10 km, für die zwei flache 5 km Runden absolviert werden müssen. Da der Lauf flach und exakt vermessen ist, peile ich eine sub40 an. Aus den wenigen Tempoeinheiten, die ich bereits absolviert habe, entnehme ich, dass das Ziel realistisch ist. Wir werden sehen.

Ein Highlight für das Frühjahr wird der Jenaer Duathlon. Wie 2011 starte ich auf der Jedermann Strecke (5/20/2,5). Leider kollidiert dieser Termin mit dem Oberelbe Marathon – wäre ich doch auch gerne entlang der Elbe gelaufen. Für den Duathlon steht eine deutliche Zeitverbesserung zum letzten Jahr an. Das sollte eigentlich auch kein Problem sein, habe ich mich beim Laufen doch sehr zurückgehalten (ca. 04:30 min/km). Spätestens hier will ich dann unter 04:00 min/km laufen können.

Zwei Wochen vorm Duathlon ist eine Teilnahme beim Jenaer Forstlauf geplant. Sozusagen als kleiner Form-Test. Da es sich hier aber um einen Berglauf handelt, wird sich erst zeigen, was möglich ist.

Für die nächste Zeit heißt es also weiter trainieren und die gesteckten Ziele nicht aus dem Auge verlieren.

Mein kleiner Jahresrückblick 2011

Eigentlich wollte ich es nicht, aber ich denke gerade für die Zukunft ist es nicht schlecht, sich noch einmal Gedanken zum Geschehenden zu machen. Zumal es sich das Jahr 2011 verdient hat, zusammengefasst und niedergeschrieben zu werden ;-) .

Es begann läuferisch recht ruhig. Nachdem ich die letzten drei Jahre immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und nie so richtig Fuß fassen konnte, fing ich ganz langsam wieder an. Ohne nennenswerte Probleme lief ich auch meinen ersten Wettkampf in Himmelpforten über 5 km in entspannten 24:27 min.

Unter Statistik 2011 kann man sehr schön sehen, dass ich neben den Laufeinheiten sehr viel Zeit auf der Rolle (im Winter) und auf dem Rennrad (im Sommer) verbracht habe. So war ich fit, konnte es bei den Wettkämpfen aber nicht wirklich zeigen. Mein Körper, aber vor allem meine Beine sollten sich langsam an die noch kommenden Geschwindigkeiten gewöhnen. Gerade richtig kam dann der Jenaer Duathlon, bei dem ich zumindest auf dem Rad alles geben konnte.

Im Laufe der Zeit steigerte ich weiter meine Laufumfänge und -geschwindigkeiten. Schlussendlich kam ich immer näher an die Geschwindigkeit von Juliregen heran. Beim OEM in Dresden liefen wir dann (nicht geplant) zum ersten Mal (in 2011) gemeinsam über die Ziellinie. Dann kam das erste Highlight für 2011: Die Horizontale Rund um Jena. Ich nahm sie zum zweiten Mal in Angriff. Anders als im letzten Jahr allerdings nicht im Dreiergespann. So wanderte ich die 100 km zu gefühlten 99 % ganz alleine. Nach 16:43:35 h kam ich sichtlich mitgenommen und den Tränen nahe ins Ziel. Ich war mehr als erledigt und hatte anders als im Jahr davor auch noch nach Tagen starke Schmerzen beim Treppenabsteigen. Im Ziel und auch Wochen später stand eigentlich fest, dass ich mir das nicht ein drittes Mal antue. Aber irgendwann ist die Verlockung der roten Nadel dann doch größer geworden ;-) .

Im Juli stand dann der erste ernste Wettkampf auf dem Programm. Ich lief die zweite Etappe der SaaleHorizontale Staffel. Mit 360 positiven HM war diese anspruchsvoll, aber auch genau das richtige für mich. Mit einer ordentlichen Zeit konnte ich einige Plätze gut machen und unser Team “Frischluftfanatiker” ein kleines Stück nach vorne bringen.

So langsam kam ich auch im Training an meine Grenzen. Soll heißen, dass ich meinem Körper endlich das Tempo zumuten konnte, welches ich auch im Stande war zu laufen. So trainierte ich fleißig weiter. Nebenbei schwamm ich auch einmal die Woche im Becken. Triathlontraining soll ja gut sein. Im August finishte ich dann meinen ersten kleinen Triathlon. Die Schwimmleistung war zwar nicht die Beste, aber dennoch konnte ich auch dort mit dem Erreichten zufrieden sein.

Das Highlight für mich fand dann am 02.09.2011 statt. Beim Sommernachtslauf über 10 km in Jena gab ich alles und war endlich wieder Sub40. Auch hier war ich im Ziel mehr als fertig und dennoch überglücklich. Am gleichen Tag schloss ich eigentlich schon mit der Saison 2011 ab. Ich habe mehr erreicht als in den letzten drei Jahren zusammen. Trotzdem gab es weitere Highlights. Ich unterstützte Juliregen beim Projekt Sub45. So kam es auch, dass wir zusammen in Freiburg bei der Rieselfeldmeile am Start standen, um ihre alte Bestzeit zu pulverisieren.

Der große offizielle Saisonabschluss war dann wieder einmal in Dresden. Hier wollte Juliregen ihr Projekt beenden. Auch hier lief ich im Windschatten, um im Notfall Hilfestellung zu geben. Mit einer offiziellen 44:47 min erreichten wir das Ziel und der Saisonabschluss war geglückt.

Wenige Wochen später meldete sich bei mir die Wade. Schmerzen, die sich nicht richtig definieren ließen, machten sich breit. Diagnose: Überlastung (da machen es sich einige Ärzte aber auch immer leicht). Er verschrieb Ultraschall. Trotzdem es besser wurde, war ich noch nicht beschwerdefrei. Mit sinkenden Laufumfängen, sank auch die Motivation. Ich konnte mich kaum noch überwinden auf die Rolle zu steigen, um wenigstens ein bisschen was zu machen. So kam dann Weihnachten und das Jahr 2011 ist Geschichte.

Zusammenfassend blicke ich auf ein doch erfolgreiches Jahr zurück, in dem ich viel gelernt habe. Deswegen freue ich mich mit neuer Motivation auf die Saison 2012. Ich hoffe, die Wade spielt mit und ich kann endlich neue Bestzeiten aufstellen. In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern ein frohes und vor allem gesundes Jahr 2012.

15. Jenaer Sommernachtslauf – Sub40!!!

Nachdem ich vor zwei Wochen beim Jenaer Triathlon zeigen konnte, dass sich meine Laufform in der letzten Zeit beachtlich gesteigert hat, wollte ich beim Jenaer Sommernachtslauf über die 10 km die Sub40 versuchen. Vorab aber ein paar Worte zu meiner Trainingsbilanz:

Fast vor genau einem Jahr legte ich mir ein neues Sportgerät zu. Sicherlich war es nicht die günstigste Anschaffung, aber wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, eine der sinnvollsten. Somit war ich in meinem Training flexibler und konnte meine zarten Beine entlasten. Ich steigerte die Laufumfänge und -geschwindigkeiten sehr langsam. Ein Jahr später stehen 3.600 km auf dem Radtacho und ein bisschen was über 700 km im Läufertagebuch. Seit einigen Wochen laufe ich schon wieder bis zu drei Mal die Woche, fahre zwei bis drei Mal Rad und gehe ein bis zwei Mal schwimmen. So komme ich auf sechs Trainingseinheiten und einen Ruhetag.

Beim durchstöbern der Läufe, welche vom Laufservice-Jena mit organisiert werden, stieß ich auf den Sommernachtslauf hier in Jena. Zwei Wochen nach meinem ersten Triathlon. Na, das passt doch, dachte ich und meldete mich schließlich für die 10 km Strecke. Start war am Freitag 18:30 Uhr im Ernst-Abbe-Stadion.

Schaff ich's oder schaff ich's nicht?

Schaff ich's oder schaff ich's nicht?

Da stand ich nun mit 249 weiteren TeilnehmernInnen und wartete auf den Startschuss. Ich versuchte mich zu entspannen und mich nicht selbst unter Druck zu setzen. Je näher der Start rückte, desto mehr zweifelte ich an der erhofften Sub40. War es ein zu hoch gestecktes Ziel und würde ich somit nach ein paar Kilometern einbrechen? Ich wusste es nicht. Dazu kam dann noch, dass die Strecke anscheinend ein bisschen länger sein sollte als 10 km. Wenn ein Rundkurs 2,5 km lang ist, muss dieser exakt viermal absolviert werden. Befindet sich dann aber das Ziel nicht genau auf der Höhe des Startes sondern ca. 250 m dahinter, muss man kein Rechengenie sein, um festzustellen, dass ein Schnitt von 03:59 min/km für mich nicht ausreicht.

Trotzdem ich versuchte ruhig zu bleiben und mich auf mich zu konzentrieren, stieg der Puls auch ohne Belastung auf über 60 %. Ich reihte mich ins äußere Mittelfeld ein. Ich wollte dem anfänglichen Gedränge aus dem Weg gehen und mein Tempo finden. Plötzlich hieß es: “Gleich gehts los.” Wieder stieg der Puls. “Fertig…, los!” Das Läuferfeld setzte sich in Bewegung und drei Sekunden später zündete auch die Startpistole. Immer diese Fehlzündungen :) .

Nach 50 m kontrollierte ich das erste Mal mein Tempo: 03:28 min/km – viel zu schnell. Und so ließ ich mich zurückfallen, um mein Tempo und meinen Rhythmus zu finden. Der erste von zehn Kilometern war nach 03:48 min Geschichte. Ich fühlte mich gut. Aber es waren ja auch erst 10 % der Strecke absolviert. Nun passierte das, was bei Volksläufen häufig vorkommt. Viele drosselten ihr Tempo, weil sie einfach viel zu schnell gestartet sind. Ich fing an zu überholen und versuchte dabei mein Tempo konstant zu halten.

Auf zur 3. Runde

Auf zur 3. Runde

Mit 03:52 min, 03:50 min und 03:52 min gingen die darauf folgenden Kilometer auch in Ordnung. Ab Kilometer fünf, kurz bevor es zum zweiten Mal ins Stadion ging, fing es an schwer zu werden. Nach dem anfänglichen hervorragenden Kilometern kamen jetzt doch einige Zweifel, ob die Sub40 möglich ist. Die Atmung wurde schwerer und die Kilometer wurden immer länger. Trotzdem hielt ich mein Tempo unter vier Minuten pro Kilometer. Nach guten 19:18 min beendete ich die erste Hälfte. So hatte ich bereits ein Puffer von 42 Sekunden. Trotzdem durfte ich nicht langsamer werden, schließlich war die Zielgerade verdammt lang.

Auch in der zweiten Hälfte konnte ich einige Plätze gutmachen. Nach jeder Runde feuerte mich Juliregen mit vollem Einsatz an. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für die aufbauenden und motivierenden Worte. Mit 03:57 min, 03:54 min und 03:55 min waren Kilometer sechs, sieben und acht zwar langsamer aber noch im grünen Bereich. Ich befand mich auf der letzten Runde, es wurde verdammt schwer und der Puls stieg weiter.

Immer wieder konnte ich andere Läufer nutzen, um mich ran zu saugen, mich kurz zu erholen und schließlich an ihnen vorbei zu laufen. Ich versuchte alles auf den letzten zweieinhalb Kilometern aus mir heraus zu holen und hoffte darauf, dass der Körper willig ist. Der Geist war es. Man sagt zwar, das ein Glaube Berge versetzen lassen kann. Beim Laufen musst du aber trotzdem einen Schritt nach dem anderen machen. Und zwar schnell.

Noch verdammt harte 300 m bis zum Ziel.

Noch verdammt harte 300 m bis zum Ziel.

Die Uhr piept und zeigt eine Zeit von 03:52 min für den neunten Kilometer. So blieben mir 05:04 min für den letzten und die restlichen paar Meter ins Ziel. So genau war mir das während des Laufes natürlich nicht bewusst. Hatte doch gar keine Zeit zum Rechnen ;) .

Dann erfolgte der letzte Einlauf ins Station. Ab hier waren es noch 300 m. Erneut feuerte mich Juliregen lautstark an. Immer wieder kontrollierte ich die Zeit und versuchte abzuschätzen, ob ich es noch schaffe. Ich gab alles. Der Puls erreichte nie dagewesene Werte und ich setzte zum Schlussspurt an. Kurz vor dem Ziel (ca. 50 m) kontrollierte ich ein letztes mal die Zeit. In diesem Moment war es klar: Ich rock das Ding.

Mehr als erledigt nahm ich nach offiziellen 39:51 Uhr meine Finisher-Tasse entgegen und versuchte Luft zu schnappen. Da der Start zwei Minuten früher erfolgte als geplant, verpasste Juliregen den Blick auf die Uhr. Ich war aber noch nicht in der Lage ihr mitzuteilen, dass ich mein Ziel erreicht habe. Meine ersten gequälten Worte nach dem Zieleinlauf waren lediglich: “Gib mir drei Minuten.”

Hier ist es klar: Ich bin wieder U40.

Hier ist es klar: Ich bin wieder U40.

Ich habe es also geschafft. Selbst kann ich es kaum glauben. Nach fast vier Jahren bin ich endlich wieder U40. Ein tolles Gefühl.

Kilometerzeiten (ohne die letzten Meter bis zum Ziel)

Kilometerzeiten (ohne die letzten Meter bis zum Ziel)

Jenaer Triathlon 2011 – Mein erster

In den letzten Wochen trainierte ich, wie bereits erwähnt, um mich einigermaßen kraulend über Wasser zu halten. Ziel war es eine 750 m Strecke in der für mich neuen Schwimmart zu absolvieren, um beim Jenaer Triathlon 2011 teilnehmen zu können. Sicherlich ist es nicht Pflicht die Strecke zu kraulen. Für mich war es aber ein Ziel, dem ich nachgehen konnte.

Am 10.07.2011 startete ich einen ersten ernsthaften Schwimmversuch im Kraulen. Bilanz: 200 m mit anschließender Schnappatmung. Mir blieben also noch fünf Wochen, um an meiner bis dahin desaströsen Schwimmleistung zu arbeiten. Um es kurz zu machen: Ich schaffte es zu kraulen und dabei nicht außer Atem zu kommen. Beim Triathlon in Jena sah es dann aber doch wieder anders aus. Aber der Reihe nach:

Startvorbereitungen

Startvorbereitungen

06:30 Uhr klingelte am 21.08.2011 der Wecker. Punkt 8 Uhr machte ich mich zusammen mit Juliregen auf die Socken. 08:15 Uhr Ankunft am Schleichersee in Jena. 08:30 Startnummernausgabe und Radcheckin. Und nun konnte ich mich noch eineinhalb Stunden aufwärmen, Strecke inspizieren, verrückt machen, auf Sonne hoffe und alles das, was man so macht kurz bevor es losgeht.

Da ich keinen Neo besitze, hoffte ich, dass das Wasser eine angenehme Temperatur haben würde. Dem war auch so. Mit 20°C war es zwar nicht kuschelig warm, aber immerhin ausreichend, damit mir nach dem Schwimmen die Füße nicht abfallen. Fast auf die Sekunde erfolgte 10 Uhr der Startschuss. Und es wurde geschuppst, geschlagen und gedrängelt. Ich versuchte mich aus allem rauszuhalten -was gar nicht so einfach ist- und fing an zu kraulen. Das Wasser war durch die Massen aber so aufgewühlt, dass ich den einen oder anderen Schluck zu mir nahm und zum Brustschwimmen wechseln musste. In der zweiten von zwei Schwimmrunden lief es dann schon etwas besser. Allerdings reichte die Kraft nicht mehr. So war es ein 15 minütiges Gewechsel zwischen Kraulen und Brustschwimmen. Zeitlich bin ich mit 15:02 min für 750 m Geplansche aber doch zufrieden.

Wasserwrestling

Wasserwrestling

Auf dem Rad

Auf dem Rad

Auf dem Rad sollte nun eine 20 km lange Strecke absolviert werden. Dafür wurde die Schnellstraße zur Hälfte gesperrt. Also war der Streckenverlauf fast identisch mit dem vom Duathlon. Damals gelang es mir die Strecke mit einem Schnitt von 36,28 km/h zu fahren. Ziel war es diese Geschwindigkeit zu steigern. Was mir mit 36,66 km/h dann auch gelungen ist. Im Nachhinein hatte ich mir auf dem Rad eine schnellere Zeit erhofft. Trotzdem bin ich mit der Leistung zufrieden. Konnte ich nach dem Schwimmen hier doch einige Plätze gut machen.

Zurück in der Wechselzone tauschte ich Fuß- und Kopfbekleidung und setzte die Aufholjagd laufend fort. Es ist doch sehr beflügelnd, wenn man immer wieder ein paar Mann überholen kann. Nach offiziellen 20:05 min beendete ich die 5 km und war nun ein kleiner, stolzer Triathlet.

Geschafft und überglücklich

Geschafft und überglücklich

Zusammengefasst war es ein toller erster Triathlon. Ich habe einige Erfahrungen sammeln können und bin gespannt, wann es mich das nächste mal reizt an so einem Dreikampf teilzunehmen.

In der nächsten Zukunft werde ich mich weiter aufs Laufen konzentrieren. Schließlich ist ein Schnitt von 04:01 min/km auf 5 km noch ausbaufähig. Eine Gelegenheit dazu bietet sich heute ab 18:30 Uhr beim Sommernachtslauf in Jena. Ich werde mein Glück auf der 10 km Strecke versuchen. Mal sehen vielleicht ist ja ein Schnitt unter 04:00 min/km drin. Drückt mir die Daumen.

Mein erster Triathlon in Zahlen:

Schwimmen: 00:15:02 h für 750 m
erster Wechsel: 00:02:51 h
Rad: 00:30:46 h für 18,8 km
zweiter Wechsel: 00:02:01 h
Laufen: 00:20:05 h für 5 km
offizielle Gesamtzeit: 01:10:45 h
Gesamtplatzierung: 37. von 90
AK-Platz: 5. von 8